Die Silhouette des Ortskernes von Oberstenfeld wird geprägt von der etwas erhöht gelegenen, münsterartigen Stiftskirche. Ältester Bauteil der spätromanischen Kirche ist die westliche Hälfte der Krypta (Unterkirche) aus dem späten 11. Jahrhundert.
Die Stiftskirche ist dreischiffig, mit fünf Jochen und schönen Rundsäulen. Die dazugehörige Kirche wurde um 1200 durch den heutigen Bau ersetzt, der mit drei Apsiden nach Osten schloss – zumindest war dies vorgesehen, bis um 1230 der reich verzierte Chorturm angebaut wurde. Etwas später erfolgte die Wölbung der zwei Ostjoche des Kirchenschiffes.
Die Basilika selbst mit ihrem hohen, schmalen Mittelschiff und den beiden halbhohen Seitenschiffen stellt sich besonders eindrucksvoll dar, wenn man unter der Orgelempore steht und über den erhöhten vorderen Chor (über der alten Krypta) zum ungewöhnlich hohen oberen Chor (über der Turmkrypta) blickt. In den folgenden Jahrhunderten und insbesondere bei der Erneuerung durch die Neuromanik 1889 hat die Kirche verschiedene bauliche Veränderungen erfahren.
Besichtigung Sie ist von Mai bis einschließlich Oktober nach den Gottesdiensten und von 14 bis 16 Uhr geöffnet.
Interessant und für Kinder spannend sind auch die Krypten, die man besichtigen kann.