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Oberharzer Geschichte(n): Köte, Meiler, Hai Mystery Cache

This cache has been archived.

SigmaAlphaPi: Diese Geschichte ist erzählt. Die Dose ist nicht mehr vor Ort.
Danke an alle Leser, Löser und Finder. 😉

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Hidden : 8/18/2015
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   regular (regular)

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Geocache Description:


Hinweis: Wie bei Mystery-Caches üblich sind die Cache-Koordinaten frei gewählt. Hier befindet sich (höchstwahrscheinlich) nichts. Die Koordinaten an denen die Cachedose versteckt wurde, müssen errätselt werden.

Wie haben es unsere Vorväter geschafft, dem Gestein das Metall abzutrotzen - ohne Koks oder Elektroöfen? Die Antwort ist so einfach wie (vielleicht) überraschend: Holzkohle

Im Harz existierte einst riesiger Erwerbszweig, der der Herstellung der für die Hüttenindustrie wichtigen Holzkohle nachging.

Die Geschichte

Zitat aus 1: »Die Geschichte der Köhlerei im Harz reicht bis in die Besiedlungsanfänge des Gebirges zurück. Noch bevor die ersten Bergbautreibenden aus dem Erzgebirge in den Oberharz kamen, um sich hier anzusiedeln und Silber- und Bleierz abzubauen, waren hier schon Köhler und andere Waldarbeiter ansässig.« Die Köhler sprachen Niedersächsisches Platt, während die Oberharzer Mundart aus dem Erzgebirge ‘importiert’ wurde. Zitat aus 1: »Sie ... kamen ursprünglich von Osterode und dem Osteroder Hinterland her über Riefensbeek-Kamschlacken, Lerbach, Buntenbock, Gittelde usw. in den Oberharz.« Sie ließen sich u.a. in Altenau, Hahnenklee, Wolfshagen, Braunlage, Benneckenstein u.a.m. nieder. Dabei gingen sie ihrer Arbeit aber teilweise weit entfernt vom eigentlichen Wohnort nach und führten teilweise ein ‘eremitisches’ Dasein, mitten im Wald, fernab jeglicher Zivilisation.

Zitat aus 1: »Dieses eigentümliche, jeweils für eine Arbeitssaison von sonstiger Zivilisation abgeschnittene … Dasein des Köhlers … lud natürlich schon immer zu romantisch verklärter Wahrnehmungs- und Darstellungsweise … ein. … Noch heute, wo von rauchenden Meilern im Harz lange keine Rede mehr sein kann, findet man im die Köhlerhütte auf Freizeit- und Grillpläatzen, als Schutz- und Raststätte am Rande der Harzer Wanderwege, …, wo sie für Momente den Spaziergänger und Besucher in die alten Zeiten … zurückversetzen mag.«

Zitat aus 2: »In der Blütezeit des Silberbergbaues um 1700 hatte das Kohlenwesen schon eine Ausdehnung genommen, von der man sich heute kaum eine Vorstellung machen kann.« So Zitat aus 2: »… betrug in den Jahren 1723 und 1726 der Anteil des Kohlholzes an der gesamten Holznutzung im einseitigen und Kommunionharz mehr als 3/7 [Anm. ca. 43%]. In den auf die Windwurfkatastrophe von 1800 folgenden Jahren … im hannoverschen Harz sogar ⅔ [Anm. ca. 67%] … Dieser hohe Anteil ging zwar bald zurück, hielt sich aber bis 1840 auf der Höhe von 52% auf 56%. Erst danach setzte der allmähliche Rückgang auf 30% im Jahre 1864 ein.« Grund hierfür war zum einen die Konkurrenz des Steinkohlenkokses und der Anstieg der Holzpreise, zum anderen wurde an immer entlegeneren Stellen immer ‘minderwertigeres’ Holz verkohlt.

Es ist übrigens nicht auszuschließen, einige Quellen deuten es an, dass die Köhlerei dem Harz seinen Namen gegeben und zu seinem heutigen Aussehen, es sind ja hauptsächlich Fichtenwälder, verholfen hat. Zitat aus 3: »Bekanntlich bestanden die Wälder des Harzes bis in das hohe Mittelalter zu mindestens 80% aus Laubmischwäldern, in denen die Buche dominierte und mit anderen Laubbaumarten (Eiche, Linde, …, Ahorn, …) gemischt war. - Nur in höheren Lagen kam auch die Fichte vor.« Holz der Laubbäume ist sog. hartes Holz, während Nadelholz weich ist. Auch in Sachen Brennwert sind die Hölzer der Laubbäume denen der Nadelbäume vorzuziehen. Das harte Holz brennt heißer. Zitat aus 3: »In den damals noch wenig berührten Bergwäldern des Harzes aber gab es reichlich Hardes Holt, aus dem man hart, das heißt die harte Kohle gewinnen konnte. Aus dem Hardtwald wurde abgekürzt der Name Hart, wie er in den Urkunden des 11. bis 13. Jahrhunderts … und vereinzelt noch bis zum 16. Jahrhundert … genannt wird. Erst im ausgehenden Mittelalter wird dem Namen immer häufiger der Buchstabe ‘z’ eingefügt, so dass sich allmählich die Schreibweise Hartz … einbürgert.«
Natürlich gibt es auch noch andere Anzeichen, dass Holzwirtschaft und Köhlerei im Harz präsent war. Allem voran natürlich Ortsnamen, die auf “-rode” enden. Dieses Suffix wurde für Orte gewählt, die auf einer gerodeten Fläche entstanden. Die so bezeichneten Orte wurden meist in der Rodungszeit im späten Mittelalter gegründet.
Ein weiteres ist die Bezeichnung “Hai”. Zitat aus 3: »… Hai taucht dagegen als nachgestellte Silbe in Verbindung mit anderen Namen oder Namenszusätzen mehr als hundertmal im ganzen Harz auf.« Dabei finden sich in alten Urkunden allerdings unterschiedliche Schreibweisen, wie z.B. Hay, Hey, Hei oder auch Häu. Ihren Ursprung haben diese Orte/Plätze beim “Hau”, also einem Einschlag, auf dem der Köhler arbeitete. Der Sperberhai(er Damm) und der Stöberhai sind wohl zwei der bekannteren Namensträger der näheren Umgebung.

Der Cache (ab hier (vielleicht) nicht mehr 100% historisch korrekt)

Zitat aus 2: »Für die Verkohlung von Scheitholz in einem gewöhnlichen Hai brauchte der Köhlermeister einen Knecht, einen Schlittenläder, zwei Jungen und zwei Pferde.« Der Meister in unserer Geschichte heißt Heinrich, sein Knecht Julius, der Schlittenläder Franz und die beiden Jungen Andreas und Casper. Letztere sind Söhne der beiden vorgenannten. Sie arbeiteten zusammen auf einem Kohlhai irgendwo im Oberharz. Diesen gilt es zu finden.

Anhaltspunkte hierfür geben die Wohnorte und die Entfernungen (Luftlinie), in der, von ihrem Heim aus gesehen, Köhlermeister Heinrichs Meiler standen. Leider ist über die Jahre mehr und mehr Information verloren gegangen und so können leider die Entfernungen nicht mehr den einzelnen Personen zugeordnet werden. Außerdem stimmt die damalige Bebauung teilweise nicht mehr mit der heutigen überein, so dass mancher Wohnort recht seltsam erscheinen mag.

Entfernungen:

  • 1.347 m
  • 2.003 m
  • 2.552 m

Viel Spaß und Happy Hunting wünscht
ΣΑΠ

Quellen:

1. Unverhaun, Katja: “Er ist sozusagen der Wald-Eremit unserer Berge …” im Allg. Harz-Berg-Kalender, 2002
2. Dennert, Herberg: Kleine Chronik der Oberharzer Bergstädte bis zur Einstellung des Erzbergbaus
3. v. Kortzfleisch, Albrecht: Die Kunst der schwarzen Gesellen: Köhlerei im Harz


Die “Oberharzer Geschichte(n)” sind eine Cachereihe, die von SigmaAlphaPi ins Leben gerufen, inzwischen aber auch von anderen Cachern aufgegriffen wurde. Es sind Caches mit lokalem Bezug zu Geschichtlichem und zu Wissenswertem à la ‘Dinge, die man nicht unbedingt wissen muss, damit aber blendend angeben kann’. In den überwiegenden Fällen sind (oder waren) es Mystery-Caches, bei denen sich mit der Geschichte hinter dem Cache beschäftigt werden muss. Einige dieser Mysterys leben als neuer Tradi weiter - mehr Oberharzer Geschichte(n)

Additional Hints (Decrypt)

hagre Fgrva, fvrur Fcbvyreovyq

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)