Skip to content

Schichten und Bänke des Obernkirchener Sandsteins EarthCache

Hidden : 6/1/2015
Difficulty:
4 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:

22.09.2017: ACHTUNG ! HIER SCHEINT DER STEINBRUCHBETRIEB WIEDER ANGELAUFEN ZU SEIN !!!! BITTE DEN EC VORERST NUR AN DEN WOCHENENDEN BESUCHEN UND AUF DEN WEGEN BLEIBEN !!!!!


Schichten und Bänke des Obernkirchener Sandsteins


Ihr durchwandert hier ein offizielles Geotop –

verhaltet euch entsprechend, zerstört nichts, hinterlasst keinen Müll :

Geocacher sind Vorbilder in der Natur !!!!

Die Beantwortung der Fragen ist gar nicht so schwer, wenn ihr euch an jedem Waypoint das Listing vor Augen haltet und die Fragen nochmal anschaut. Ihr braucht von jedem Waypoint etwas Detailwissen, deshalb seit schön aufmerksam !!!!

Schichtungen und Bankungen im Obernkirchener Sandstein

Einleitung

Diese Gegend war in der Unteren Kreidezeit (vor ca. 145 – 139,3 Millionen Jahren) eine riesige Lagune.

Es wurden vor allem dunkle, feinkörnigen Ton- und Siltsteine der Bückeberg Formation abgelagert.

Am südlichen und südöstlichen Rand allerdings lagerten einmündende Flüsse größere Mengen fein- und mittelkörnigen Sands ein.

Aus ihm entstand der typische Werkstein des eigentlichen „deutschen Wealden“. Diese Einheit wird als Obernkirchen-Member innerhalb der Bückeburg-Formation ausgehalten.

Aufschlüsse dieses Schichtglieds ziehen sich vor allem in einem Nordost-Südwest verlaufenden Streifen vom Steinhuder Meer (Rehburger Berge) bis zum Weserbergland (Harrl, Bückeberge).

Ähnliche Sedimente kommen auch noch weiter westlich, bei Osnabrück, sowie südöstlich (Deister, Süntel, Osterwald) vor.

Der von den Flüssen herantransportierte Sand wurde an der Mündung landnah ab gelagert, von Meeresströmungen verdriftet und besonders bei Stürmen zu Küsten parallelen Barren und Sandbänken aufgehäuft.

Diese Strukturen waren sehr vergänglich und wechselten in geologisch kurzen Zeiträumen ihre Form, Größe und Position, verliefen jedoch im Wesentlichen quer zu den Flussmündungen.

Rezente Vergleichsmöglichkeiten bieten etwa die Friesischen Inseln oder Teile der Ostseeküste, die durch ähnliche Strukturen geprägt sind.

Zwischen den Sandbänken entstanden flache Lagunen und Wasserläufe.

Bei der Entstehung neuer Sandbänke konnten ältere, weiter landwärts gelegene, durch einsetzenden Pflanzenbewuchs stabilisiert werden und es entstanden Inseln. Der Tidenhub dürfte gering gewesen sein, es gibt keine Hinweise auf starke Gezeiten.

Der EC

Aus dem Material welches sich zu dieser Zeit hier abgelagert hat, bildete sich unter anderem auch der Obernkirchener Sandstein, ein Sedimentgestein.

Sedimentgesteine spiegeln ganz bestimmte strukturelle Merkmale wider – wie beispielsweise die Art der Schichtung, die Art der Gesteine selbst (Tonstein, Sandstein, Siltlagen in Fugen, etc.), die Mächtigkeit, erkennbaren Schicht(folgen), Bankung und auch eine erkennbare Wiederholung von sedimentären Strukturen.

Daraus lassen sich eine Menge Details zur Entstehungsgeschichte und den zu der Zeit vorherrschenden Bedingungen (Klima, Landschaft,…) ableiten.

Hier gibt es noch ein Besonderheit, die in einem anderen EC behandelt wird: versteinerte Dinosaurierspuren !

Bei genauer Betrachtung der Wände an den einzelnen WP’s sind hier die verschiedenen Schichtungen schön zu erkennen.

Diese Schichtungen entstanden durch die unterschiedlichen klimatischen und geologischen Einflüsse während des Ablagerungszeitraumes (siehe Einleitung)

Hier wollen wir uns speziell diese Schichtungen näher ansehen:

Schichtung, Feinschichtung und Lamination (Bänderung) sind Bezeichnungen zur Beschreibung lagig aufgebauter Sedimentgefüge.

Mit Schichtung bezeichnet man sedimentäre Einheiten, die eine Mächtigkeit größer 1 cm aufweisen.

Bei Mächtigkeiten kleiner 1 cm spricht man dagegen von Feinschichtung oder Lamination, wobei die Einzellagen in Laminiten oft nur im mm-Bereich liegen.

Die einzelnen Schichten wie auch die Bänder (Lamina) sind durch mehr oder weniger deutliche Änderungen der Korngröße, Zusammensetzung und/oder Gesteinsfarbe definiert.

Schichtungen spiegeln Wechsel in der Art der Sedimentation wider, verursacht durchunterschiedliche Ablagerungsprozesse, andere Herkunft der Sedimente oder anderes Ablagerungsmilieu.

Auf folgende wichtige Merkmale an den Waypoints solltet ihr achten:

•Schichtmächtigkeit

und deren Schwankungen in vertikaler (rechtwinkelig zur Erdoberfläche bzw. auf den Erdmittelpunkt gerichtet) wie in seitlicher Richtung.

Abnahme der Mächtigkeit in Strömungs- und Windrichtung ist häufig.

Eine systematische Zu- oder Abnahme nach oben spiegelt allmähliche Änderungen der Ablagerungsbedingungen wider.

Zyklische Schwankungen sprechen für ein regelmäßiges, rhythmisches Muster der Veränderungen.

Schichtungsform und ihre Dimensionen und Gleichmäßigkeit.

Parallele, durchlaufende Schichtung spricht für stabile Ablagerungsbedingungen.

Eine nicht parallele und nicht durchlaufende Schichtung zeigt, dass es lokal zu Änderungen gekommen ist.

Wellige und unregelmäßige Schichtung sind typisch für Drucklösungserscheinungen in Kalksteinen und Dolomiten sowie für einige rasche und instabile Vorgänge der klastischen Sedimentation (z. B. Tempestite, einige Turbidite).

Gebogene oder Linsenschichtung sind in Ablagerungsräumen häufig, die laterale Schwankungen der Ablagerungsvorgänge und /oder Erosion zeigen.

Schichtgrenzen:

Undeutliche oder unscharfe Grenzen zeigen allmähliche Veränderungen der Ablagerungsverhältnisse an; scharfe und deutliche Grenzen das Gegenteil.

Die Deutlichkeit der meisten Schichtgrenzen wurden im Verlauf von Kompaktion

und Diagenese verstärkt.

Feinschichtung und Lamination:

Mächtigkeit, Geometrie und Schichtgrenzen zeigen dieselben Merkmale wie Schichten.

verschiedene SCHICHTUNGSFORMEN

Parallel nicht parallel

Bank oder Bankung

bezeichnet in der Geologie eine Gesteinsschicht mit Mächtigkeiten im Zentimeter- bis Meterbereich, die sich in ihren individuellen Merkmalen (Farbe, Textur, Material) von den sie unmittelbar über- und unterlagernden Schichten unterscheidet.

Die Bezeichnung wird vor allem dann verwendet, wenn solch eine Schicht aus dem Gesteinsverband deutlich hervortritt, weil jene über- und unterlagernden Schichten im Aufschluss eine durch Verwitterung akzentuierte Schichtfuge bilden.

Ein größerer Gesteinskörper, der überwiegend aus solchen Bänken aufgebaut ist wird als gebankt bezeichnet.

Der Aufbau eines Gesteinskörpers aus Bänken bzw. dessen diesbezügliche Eigenheiten werden Bankung genannt.

Bänke bzw. Bankung finden sich vorwiegend bei Sedimentgesteinen (einschließlich Lockersedimenten).

Die einzelnen Bänke können dabei unterschiedliche Dicken aufweisen:

größer 1 m = massig,

30-100 cm = grobbankig,

10-30 cm = mittelbankig,

1-10 cm = dünnbankig.

Quellen:

http://www.springer.com/978-3-8274-2015-2

Sedimentgesteine im Gelände – Dorrik A.V. Stow – Spektrum Akademischer Verlag

Geologischer Dienst NRW

Wikipedia

Bevor ihr diesen EC loggt, beantwortet bitte vorab folgende Fragen (an unser Profil oder direkt an teamchritho@go4more.de :

Die Fragen lassen sich mit Hilfe des Listings und gesunder Neugier vor Ort ohne weitere Recherchen beantworten !

Beschreibt uns welche Schichtungsform(en) ihr vor Ort an den WPs anhand der Erklärungen im Listing entdecken konntet.

----------------------------------------------------------------

Gibt es auch Unterschiede in der farblichen Zusammensetzung und der Festigkeit zwischen den einzelnen Schichten?

----------------------------------------------------------------

Wie zeichnen sich die Schichtgrenzen an den einzelnen Wegpunkten ab, gibt es Unterschiede, sind die Schichtgrenzen eher deutlich oder unscharf, oder gibt es sogar verschiedene Schichtgrenzen - was kann man daraus schließen ?

----------------------------------------------------------------

Was haben die versteinerten Dinospuren bei WP 1 mit Schichtungen und Bankungen zu tun ?

----------------------------------------------------------------

Ihr dürft sofort nach der Beantwortung loggen, wir melden und wenn etwas nicht stimmt.

Und natürlich freuen wir uns optional auch über ein schönes Foto, zum Beispiel von dem Objekt welches euch besten gefallen hat !

Übrigens:

Außer diesem EC gibt es noch drei weitere im Lippischen Bergland, welche das Thema an völlig anderen Formationen darstellen.

So ist ein direkter Vergleich möglich und macht das Thema natürlich auch noch wesentlich spannender !

Es ist natürlich jedem selbst überlassen nur einen EC, zwei, drei oder alle vier zu besuchen und die verschiedenen Formationen miteinander zu vergleichen.

Die EC’s : GC5JGCB / GC5JGD7 / GC5JGB8

Viel Spaß wünscht TeamChritho !



Erstellt mit gcffm Listing Generator

Additional Hints (No hints available.)