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Zurück zu den Wurzeln Traditional Cache

This cache has been archived.

Eulili: Hallo Team-JAVA,

da sich hier scheinbar nichts weiter tut und leider keine weitere Reaktion auf Reviewer-Notes kamen, archiviere ich diesen Cache.

Falls Du diese Cacheidee nicht weiterverfolgen möchtest, denke bitte daran eventuellen Geomüll (Cachebehälter, Zwischenstationen) wieder einzusammeln. Solltest Du nochmals Interesse an einem Cache hier haben, so musst Du nun leider ein neues Listing dazu anlegen.

Mit freundlichem Gruß

Eulili
Volunteer Geocaching.com Reviewer

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Hidden : 6/2/2015
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

An diesen Koordinaten, findet ihr eine Lok der Firma Arnold Jung Lokomotivfabrik, die am 30.09.1993 Ihre Tore geschlossen hat.

Bitte Klettert nicht auf der Lok rum!

Die Lok 12 der ehemaligen Kleinbahn Weidenau-Deuz, 1959 von Jung gebaut, ist als Denkmal in der Nähe der früheren Lokomotivfabrik in Kirchen aufgestellt worden. Die Lok hatte zuletzt Dienst bei der Firma Gontermann & Peipers in Kaan-Marienborn verrichtet und wurde nun dem Heimatverein Kirchen überlassen. Mit einem recht aufwendigen Transport, wurde die Lok dann in Kirchen Platziert und Renoviert. Rückschläge, gab es bei der Bepflanzung, die kurz nach der Fertigstellung vollständig geklaut wurde.

Geschichte zur Firma Jung

Über hundert Jahre lang existierte eine Lokomotivfabrik vor den Toren des Siegerlandes. Sie entstand aus einer Kunstwollspinnerei in Jungenthal bei Kirchen an der Sieg, die Gustav Jung 1853 gegründet hatte. Sein Sohn Arnold Jung war später Mitinhaber dieses Betriebes, der in Blütezeiten etwa 600 Arbeiter beschäftigte. Im Alter von 26 Jahren gründete Arnold Jung zusammen mit Christian Staimer am 13. Februar 1885 anstelle des in wirtschaftlichen Nöten befindlichen Texilbetriebes ein Lokomotivwerk, welches zunächst als "Jung & Staimer OHG" firmierte. Das Werk hatte zu Beginn 25 Mitarbeiter. Bereits am 3. September 1885 wurde die erste Lokomotive für einen Bauunternehmer in Kiel ausgeliefert. In den ersten beiden Jahren mussten die fertiggestellten Lokomotiven noch mit Pferde-fuhrwerken zum Bahnhof in Kirchen transportiert werden. Mit der Eröffnung der Bahnlinie Kirchen-Freudenberg im Jahre 1887 erhielt die Fabrik dann einen eigenen Gleisanschluß, der die Zulieferung von Material und die Auslieferungen neuer Fahrzeuge erheblich vereinfachte. 1891 wurde die 100. Lokomotive ausgeliefert, bis dahin ausschließlich Schmalspur-Dampflokomotiven. Jung fertigte dann für die Königlich-Preußische Eisenbahn-Verwaltung (KPEV) folgende Lokomotiven: 66 Stück T3 von 1998-1902, 15 Stück G5.1 von 1900-1901, 397 Stück G8.1 von 1913-1921, 129 Stück G8.2 von 1920-1924 und 330 Stück T9.3 von 1902-1913. Darüber hinaus wurden 23 Maschinen der badischen Bauart VIc zwischen 1917 und 1918 gefertigt. Die 1000. Lokomotive aus dem Werk an der Sieg war im Jahre 1907 eine vierfach gekuppelte, normalspurige Dampflok für die Freien Grunder Eisenbahn (FGE) im Siegerland. Loks aus der Lokomotivfabrik Arnold Jung gingen in alle Welt. So sei als Kuriosum vermerkt, dass die beiden einzigen Lokomotiven, die je auf Island fuhren, zweiachsige Jung-Dampflokomotiven für 900 mm Spurweite waren.

Nachdem der Firmengründer, Kommerzienrat Arnold Jung, 1911 gestorben war, trug die Fabrik ab 1913 die Bezeichnung "Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH“ und wurde von Paul Hintze geleitet. Für die Deutsche Reichbahn Gesellschaft (DRG) entstanden hier Tender-lokomotiven der Baureihe 64 (99 Stück 1928-1940), der Baureihe 86 und der Baureihe 80 (5 Stück 1928). Die große Schlepptender-Dampflokomotive der Baureihe 41 baute Jung in 40 Exemplaren in den Jahren 39/40.

Danach wurden - eher zwangsweise - im 2. Weltkrieg Güterzug-Lokomotiven der Bau-reihen 50 (105 Stück 1941-1942) und 52 (242 Stück 1942-1946) produziert. Seine 10.000. Lokomotive feierte Jung 1942 mit Ablieferung der Reichsbahn Lokomotive 50 2363. Jung stieg in den Kriegsjahren auch in den Panzer-Bau ein. Nach dem Krieg lieferte Jung von 1952 an 51 Maschinen der neu-entwickelten Baureihe 23 für die Deutsche Bundesbahn. Darunter war auch die letzte Neubau-Dampflokomotive der DB, die 23 105, die am 2. Dezember 1959 mit der Fabriknummer 13113 die Werkshallen an der Sieg verließ.

Die Dampflokproduktion endet bei Jung endgültig 1970 mit einer Dampfspeicherlok. Neben Dampf-lokomotiven entstanden zahlreiche Dieselloks: so die Kleinlokomotiven Kö I bis Köf III und die Baureihe 333 sowie die Lokomotiven der Baureihen V60, V90 und V100 der DB. Die letzte DB-Lok war die Diesellok V90 050 im Jahre 1976. Insgesamt baute Jung knapp 13.000 Lokomotiven: ca. 1000 Grubenlokomotiven, ca. 650 elektrische Lokomotiven und ca. 4600 Dampflokomotiven und nahezu 6500 Diesellokomotiven. Der größte Teil der Maschinen wurde für an Privat-, Gruben- und Werksbahnen in aller Welt produziert. Die letzte Lok, bezeichnenderweise eine Grubenlok, wurde im Mai 1987 mit der Fabriknummer 14286 ausgeliefert. Das Fabriknummern-Verzeichnis weist große Lücken auf, so dass nicht jede Nummer eine komplette Lok bedeutet. Beispielsweise fabrizierte Jung in den Jahren 1959 bis 1961 Neubaukessel für die Schnellzug-Dampflokomotive der Baureihe 01 unter eigenen Fabriknummern.

Zuletzt stellte Jung Werkzeugmaschinen, Kräne, Drehbänke und militärisches Gerät her, bis am 30. September 1991 das Werk geschlossen, das Inventar versteigert und die Hallen vermietet wurden. Dies geschah dem Vernehmen nach nicht aus wirtschaftlicher Notlage, sondern schlicht aus dem Grunde, daß sich der Eigentümer aus dem Geschäft zurückzog.

Quelle: (visit link)

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