Dieser Cache liegt an einem historischen Ort.
An dieser Stelle wurde 1944 zwei russische Kriegsgefangene auf der Flucht erschossen.
Aus diesem Grund wurde hier ein Gedenkstein errichtet.
Bitte geht pfleglich mit diesem Ort und dem Cache um...
Die Gedenkstätte muss und darf nicht betreten werden!
In der Holdorfer Chronik findet sich zu dem Russengrab folgender Eintrag:
Nach dem Überfall auf die Sowjetunion 1941 trafen bald russische Kriegsgefangene in unserer Gemeinde ein. Zunächst sah man sie vereinzelt, dann in größerer Anzahl. Sie trugen ebenfalls wie die Polen ein Erkennungszeichen an ihrer Kleidung. Die Russen waren im Grunde gutmütige Menschen und dafür bekannt, dass sie die Arbeit gewissenhaft verrichteten, wenn die Behandlung entsprechend menschlich ausfiel." Die konnten arbeiten", so meinte eine Bäuerin nach dem Krieg. Allerdings hatten sie auch ein gutes Gedächtnis. Die in Lagern zusammengefassten Russen trugen ein schweres Los. Nach meiner Kenntnis gab es in der Muna und bei der Schachtanlage Damme ein Russenlager. Sonntags kamen regelmäßig junge Russen einzeln oder höchstens zu Zweit nach dem Mittagessen zu uns auf den Hof, um ihren Hunger zu stillen. Für sie fiel immer noch was ab, dafür sorgte meine Mutter. In großer Eile sah man die Gefangenen nach dem Essen, natürlich zu Fuß, querbeet in Richtung Handorf verschwinden. Der verantwortliche Aufseher in der Muna muss ein Herz gehabt haben, weil diese hungernden Russen für kurze Zeit das Lager verlassen durften. Zunächst unbemerkt und unerkannt von der Öffentlichkeit hielten sich zwei Russen für eine längere Zeit in einem Versteck bei Fladderlohausen auf. In den nahegelegenen Häusern waren wiederholt Naturalien gestohlen worden. Eines Tages entdeckte man diesen Schlupfwinkel. Ein Russenmädchen, das als Kontaktperson galt, ist später abgeführt worden. Für das schnelle Ende dieser Kriegsgefangenen sorgte ein herbeikommandierter Trupp Soldaten aus der Muna Damme. Die bewaffneten Russen haben das Feuer erwidert, sich nicht ergeben und bis zum letzten Atemzug gekämpft. Für sie galt der Ausspruch: Lieber sterben, als in der Knechtschaft leben. Man hätte ohnehin einen kurzen Prozess mit ihnen gemacht. An das einstige Geschehen erinnert heute ein aufgestellter Gedenkstein.