Mit diesem kleinen Tradi soll an die Gefallenen der Märzkämpfe erinnert werden.
Im Zeitraum März - April 1921 fanden im gesamten mitteldeutschen Raum zahlreiche bewaffnete Aufstände statt - so u.a. auch in Leuna. Ca. 2000 bewaffnete Arbeiter verbarrikadierten sich auf dem Gelände der Leuna-Werke, um diese gegen einen Angriff der Polizei zu verteidigen. Aber auch andern Orts kam es zu blutigen Zusammenstößen zwischen Arbeitern und Polizei. So u.a. in Hamburg, wo der Senat den Ausnahmezustand über die Stadt verhängen mußte. Vor diesem Hintergrund erklärte Reichpräsident Friedrich Ebert am 24. März auf Grund des Artikels 48 der Reichsverfassung den nichtmilitärischen Ausnahmezustand für Hamburg und die Provinz Sachsen. Am gleichen Tag proklamierte die KPD den Generalstreik im ganzen Reich, der jedoch fast unerhört verhallte. Nur in der Lausitz, in Teilen des Ruhrgebiets und Thüringen kam es zu Solidarstreiks. In Hamburg lieferten sich Arbeitslose, die einige Werften besetzt hielten, mit der Polizei gewalttätige Auseinandersetzungen. Im mitteldeutschen Industriegebiet verschärften sich nach bekannt werden der Präsidialverordnung die Kämpfe, die nun auch auf Halle, Merseburg Wittenberg, Delitzsch und Bitterfeld übergriffen. Jedoch gelang es den Regierungstruppen, die Oberhand zu gewinnen, Ende März waren die Aufstände blutig niedergeschlagen.
Quellen:
- LeMO (Lebendiges Museum Online www.dhm.de/lemo)
- Wikipedia