Seit 1985 steht in Erinnerung an die „gute alte Zeit“ in der Burgstraße, an der Kreuzung Hintermauergasse, die „Vehpetz“-Brunnensäule. „Veh“ steht für Vieh und „Petz“ könnte im alten Lahnsteiner Sprachgebrauch soviel wie Pfütze oder Bitterwasser bedeuten.
In früheren Zeiten wurde das Vieh morgens in der Frühe auf die Weide getrieben. Auch in Lahnstein war dies so üblich. Durch das in der Nähe gelegene Stadttor („Viehtor“) wurden die Tiere aus der Stadt heraus geführt. Im Mittelalter wurden sie noch zu einem Ziehbrunnen getrieben. Der Hirte musste per Seilzug das Wasser aus dem Brunnen schöpfen. Mit dem Einzug der Industrialisierung wurden im 19. Jahrhundert die Pumpen eingeführt. Aus diesen konnte das kohlensäurehaltige Wasser hochgepumpt werden.
Dies alles ist Geschichte und in Erinnerung an diese Zeitepoche wurde in der Nähe der alten Viehtränke, die sich an der gegenüberliegenden Straßenseite der ehemaligen Zoohandlung Lateit befand, eine gusseiserne Brunnensäule errichtet. Die „Vehpetz“ steht auf einem neugeschaffenen Platz, der nach Abriss des Wohn- und Geschäftshauses Bürschinger dort entstand und ist eine Spende der Energieversorgung Mittelrhein GmbH an die Stadt Lahnstein.
Bei Betätigen eines seitlich angebrachten Knopfes spendet die „Vehpertz“ dem Benutzer frisches Trinkwasser. [Quelle: lahnstein.de]