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Wallerfanger Blau am Emilianusstollen EarthCache

Hidden : 6/16/2015
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


 


Azurit ist ein natürlich vorkommendes Farbpigment, das in der Gegend von Wallerfangen bereits zur Römerzeit abgebaut wurde und unter dem Namen Wallerfanger Blau bis in die Renaissancezeit Verbreitung fand und bis hin nach Italien gehandelt wurde. Selbst Albrecht Dürer soll mit Wallerfanger Blau gemalt haben.
Das oftmals auch unter seiner bergmännischen Bezeichnung Bergblau, Kupferblau oder Kupferlasur bekannte Azurit ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der „Carbonate und Nitrate“. Es ist chemisch gesehen ein basisches Kupfercarbonat [Cu3(CO3)2(OH)2].
Je nach Fundort kann Azurit viele verschiedene Erscheinungsbilder aufweisen, manchmal als in Gestein eingebettete Kristalle mit prismatischem, kurzsäuligem oder tafeligem Habitus, gelegentlich auch in kugeliger oder pulvriger Form oder mit Malachit verwachsen. Überhaupt findet man Azurit häufig in Gesellschaft von (grünem) Malachit, wobei in dieser Gegend keine größeren Malachitvorkommen bekannt sind. Das Mineral Azurit weist eine tiefblaue Farbe auf mit glänzenden Kristallflächen, wenn man damit einen Strich zieht ist dieser blau bis hellblau. Der Name Azurit leitet sich vom lateinischen Wort azzurum (blau) ab, das seinerseits vom persischen ‏لاژورد‎ / lāžward /‚himmelsblau‘ abstammt und als „azur“ ins Französische (siehe als Côte d'Azur azurblaue Küste = französischen Riviera) und als „azzurro“ ins Italienische Eingang fand. Namensgeber für das Azurit war im Jahre 1824 der französische Mineraloge François Beudant, als Synonym kennt man auch den Namen Chessylith nach dem historischen Lieferort Chessy im französischen Département Rhône.
Bereits die Ägypter verwendeten das pulverisierte Mineral vor ca. 4.500 Jahren als Augenschminke (Lidschatten) und für Wandmalereien. In diesem Zusammenhang spricht man auch oft von Ägyptisch Blau. Selbst in den Wandmalereien der Maya von Bonampak wurde Azurit nachgewiesen. Bei den Griechen war das Mineral als ὰρμένιον und bei den Römern latinisiert als Armenium bzw. Armenischer Stein bekannt.
Wie bereits erwähnt kommt Azurit oftmals gemeinsam mit grünem Malachit vor, was daher kommt, dass es sich durch Wasseraufnahme in Malachit umwandelt. Des Weiteren kennt man Pseudomorphosen von Malachit nach Azurit sowie von Kupfer nach Azurit. Azurit entsteht durch chemische Verwitterung von Chalkopyrit und anderen Kupfersulfiden oder allgemein Kupfererzen.
Im Wallerfanger Ortsteil St. Barbara ist römischer Bergbau nachgewiesen, der den Abbau des Farbpigments zum Ziel hatte. Der römische Kupferstollen des Emilianus ist bis heute erhalten und teilweise zugänglich. Das Bergwerk besteht aus dem 1964–1966 von Reinhard Schindler und H. G. Conrad untersuchten oberen Stollen und dem etwa 7 m tiefer gelegenen, 1993–1998 von Gerd Weisgerber untersuchten unteren Stollen.
Sechs Meter links vom Mundloch des oberen Emilianusstollen-Mundlochs ist folgende Okkupationsinschrift (Inschrift zur Inbesitznahme) eingemeißelt: „INCEPTA OFFICINA EMILIANI NONIS MART[IS]“ (deutsch etwa: Emilianus hat die Werkstätte [das Bergwerk] an den Nonen des März begonnen).
Obwohl das genauer Jahr der Inbetriebsnahme des Stollens nicht verzeichnet ist wird angenommen, dass es etwa zur Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. gewesen sein muss, datierbare Proben von Pigmenten und Wandmalereien belegen aber eine Azuritproduktion schon in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. und Spitzenleistungen der Farbindustrie mit Wallerfanger Erzen noch in der Zeit des Kaisers Konstantin im 4. Jh.
In 25 Kilometern Entfernung fanden Archäologen in der römischen Villa Borg die Wand des Villenbades mit Wallerfanger Blau bemalt.
Die Gewinnung des Mineralgemisches aus dem anstehenden Gestein hat sich im Laufe der Jahrhunderte verändert. Dabei dürfte die Zeit von 1492 bis zur 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts als die Blütezeit des Abbaus angesehen werden. 1628 wurde der Stollen schließlich wegen Unrentabilität aufgegeben. Im Jahre 1855 gründete Berginspektor Daub aus Karlsruhe die "Gewerkschaft Paul's Hoffnung". Er glaubte, dass mit den damals neuen Laugungsmethoden (mit Salzsäure) gewinnbringender Bergbau möglich sein müsste. Hohe Transportkosten sowie starke Preisanstieg führten aber zur Aufgabe des Unternehmens im Jahre 1866.
Die Koordinaten weisen auf den Eingang zum Emilianusstollen. Zusätzlich gibt es als Referenzpunkt die Koordinaten des Zugangs zum Stollen. Dieser ist auch der Treffpunkt bei den Führungen.
Wer den Cache loggen will muss zunächst einige Fragen beantworten. Um dies tun zu können ist es erforderlich, an einer Führung in den Emilianusstollen teilzunehmen, da dies die einzige Möglichkeit ist, den Stollen offiziell zu betreten. Daher auch die unüblich hohe D-Wertung für einen EarthCache. Die Teilnahme an einer Führung ist nicht ganz kostenlos, ein Unkostenbeitrag von 2,50 € wird dazu fällig und dauert inkl. Informationsvortrag vorm Stolleneingang etwa 1,5 Stunden. Die Termine finden an unterschiedlichen Wochentagen statt, Daten und Uhrzeiten sowie Anmeldung über das Tourismusbüro des Landkreises Saarlouis, Telefon 06831 - 444488.


Um loggen zu dürfen beantwortet bitte folgende Fragen:

1. Wie heißt die Erdschicht, in der das Azurit hier vorkommt?

2. Wie unterscheidet sich diese farblich von den anderen Erdschichten, die im Inneren des Stollens zu finden sind?

3. Im Emilianusstollen findet man Werkzeugspuren, die eindeutig belegen, dass hier in der Römerzeit Abbau betrieben wurde und nicht erst im Mittelalter. Woran erkennt man dies?

4. Azurit kommt an verschiedenen Orten der Erde in verschiedenen Erscheinungsformen vor, beschreibe das Aussehen des hier vorkommenden Azurits mit deinen eigenen Worten.

Optional: Ladet ein Foto von Euch am oder im Emilianusstollen mit hoch.

Schickt mir Eure Antworten per Mail oder das Messagecenter und ihr dürft sofort loggen. Gebt in der Mail bitte an, wer den Stollen besucht hat. Logs ohne vorherige Mail werden von mir gelöscht.

Für viele der Informationen diente www.wikipedia.de als Quelle, dort sind auch noch tiefergehende Informationen zu den Themen Azurit, Malachit, Bergbau und Emilianusstollen zu finden, jedoch nicht die Antworten auf meine Fragen.

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