Wie könnte es auch anders sein, in Eschwege gibt es selbst über diese Brücke eine Sage:
Der Leichenzug an der Schwarzen Brücke
Ein Schneider hat einmal in Dünzebach gearbeitet, und
weil er den Rock noch gerne fertig haben wollte, ist es schon
späte Nacht gewesen, als er sich auf den Heimweg nach
Eschwege macht. Er hat keine Angst gehabt, denn er ist den
Weg schon hundertmal gegangen und es ist ihm noch nie et-
was Sonderliches begegnet. Wie er aber kurz vor der
Schwarzen Brücke ist, schlägt es auf dem Neustädter Kirch-
turm zwölf. Nun war früher gleich an der Schwarzen Brücke,
linker Hand nach Dünzebach zu, ein Garten mit einem großen
eisernen Tore. Aus diesem Tore kam mit dem Glockenschlag
zwölf ein Leichenzug heraus und bewegte sich über die Brücke
und dann am Zelchersbach hinunter. Der Schneider hat ganz
deutlich im Mondenschein den Sarg und die Träger gesehen.
Voran schritt ein Priester, und vor ihm gingen zwei Chorknaben
mit Kreuz und Weihrauchkessel. Da ist dem Schneider himmel-
angst geworden, und er ist ganz verstört nach Hause gekommen
und hat dann sechs Wochen am Nervenfieber gelegen, und so
richtig froh ist er auch sein Lebtag nicht wieder geworden.
Quelle: Sagen und Märchen des Werralandes von 1949
Achtung Muggellastiger Weg !!!
Den Cache bitte wieder so verstecken wie vorgefunden.