Waginger Anwohner und Besucher schätzen es sehr, die Natur direkt vor der Haustür zu haben. Besonders im Mai und Juni leuchten einem z.B. hier in der Umgebung des Schinderbachs jede Menge wunderschönen Blüten an. Da ich selbst jedes Jahr wieder mit meiner Kamera an irgendwelchen Wegrändern im Feld hocke und mich nicht sattsehen kann, möchte ich Euch gerne drei der häufigsten Feldblumen, die hier ab Mai zu finden sind, näher bringen:
Mohnblume
Meist findet man hier in der Gegend Klatsch- oder Saatmohn, dieser blüht farbenprächtig in den Kornfeldern und Wiesen von Mai bis August.
Für Lebensmittel werden die reifen Samen des Schlafmohns verwendet. Diese sind gesund, da reich an Kalzium und Vitamin-B. Die Pflanze selbst ist allerdings giftig, besonders der Milchsaft, der zur Herstellung von Opium verwendet wird; bei Verzehr kann es zu Magen- & Darmbeschwerden kommen.
Mohn gilt als Nationalblume der Republik Polen und im englischsprachigen Raum wird eine Mohnblume im Knopfloch getragen, um gefallene Soldaten zu ehren.
Kornblume
Hübsch anzusehen mit ihren tiefblauen Blüten, von Ende Mai bis Oktober, ist sie auch bei Bienen und andere Nützlingen sehr beliebt. Sie findet schon seit dem Altertum als Heilpflanze Verwendung, von Augenkrankheiten über Hauptprobleme, Fieber, Husten, Magen-/Darmgeschichten, bis hin zu Rheuma und Gicht und es gibt noch viele weitere Anwendungsgebiete. Die essbaren, schmackhaften Blüten machen sich aber auch sehr gut in Tees, Kräutermischungen oder als Farbtupfer im Salat!
Früher als Unkraut fast ausgerottet steht die Kornblume heute unter Naturschutz und gilt seit 1968 als Nationalblume Estlands. Sie taucht aber auch als Symbol in der deutschen Geschichte und Politik seit 1800 immer wieder auf.
Kleiner Frauenspiegel
Dieser knallig violett blühende Geselle gehört zu den Glockenblumengewächsen und findet sich von Mai bis Juli hauptsächlich in den Getreidefeldern, wo er als Unkraut gilt. Obwohl man den kleinen Frauenspiegel hier in der Region noch häufiger sieht, gilt er als seltene und stark gefährdete Pflanze, die in Österreich und der Schweiz bereits kaum noch zu finden ist. Auch als Ackerviole bekannt, wird der Frauenspiegel inzwischen aber auch gern in Gärten in kultivierter Form als Zierpflanze angelegt.
Der Name Frauenspiegel kommt daher: Die Blüten entfalten sich in der Sommerhitze so weit, dass die weiße Innenfläche glatt in der Sonne glänzt und Venus, die römische Göttin der Schönheit, konnte sich so in den Blüten spiegeln.
Haltet Eure Augen und Herzen offen für die kleinen Schönheiten der Natur und habt eine tolle Zeit auf euren Geocaching-Touren! Wenn dieser Naturkunde-Cache gut ankommt, werde ich wohl noch weitere dieser Sorte legen. Viel Spaß und liebe Grüße - Cassigrafie :-)