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Die Wirkung des Rissgletschers [DEU] [ENG] EarthCache

Hidden : 8/18/2015
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


DEU

Dieser Cache lässt sich super mit dem Cache:

Roggehuser
kombinieren.

Der Hasenberg bildet gemeinsam mit dem Eppenberg einen südlichen Ausläufer des Faltenjuras. In seinem Unterteil, am nördlichen, gegen das Aaretal orientierten Abhang, wird er durch die Kalk/Mergel Wechselfolge der Effinger-Schichten aufgebaut. Meist sind diese Gesteine des Unteren Malm aber verdeckt durch versackte Schuttmassen. Die weissen Kalke des Oberen Malm bilden eine harte Rippe im oberen Teil des Hanges zwischen dem Hasenberg und Roggenhusen. Diese Kalke (die Geissberg- und die Wangener-Schichten) wurden früher am Hasenberg als Bausteine ausgebeutet. Auf diesen Formationen steht auch die Altstadt von Aarau.

Die Juraschichten sind leicht gegen Süden geneigt. Am Gönert und am Eppenberg werden sie von der mittelländischen Molasse überlagert. Die Hochfläche von Hasenberg - Oberholz - Mösli wurde in der Risseiszeit ausgebildet. Sie trägt deshalb eine Decke von Löss- und Moränenlehm. In der Quartärzeit wurden die unter der Hochfläche liegenden Jurakalke durch das Sickerwasser weggelöst. Dadurch entstanden Lösungstrichter, auch Dolinen genannt. Das einmalige Dolinenfeld zwischen Hasenberg und Oberholz wurde schon 1908 durch F. Mühlberg signalisiert. Seine Ausdehnung hat sich seither etwas verkleinert, da etliche der Lösungstrichter mit Schutt aufgefüllt wurden. Das Roggenhuser-Täli wurde in der Risseiszeit durch das Schmelzwasser des Gletschers ausgeschwemmt.

Die geologische Zeiteinteilung

Die geologische Vergangenheit ist in vier Zeitalter (Z) eingeteilt, welche weiter in Formationen (F) und Abteilungen (A) gegliedert sind. Die Kalke im Roggenhausen wurden im Malm abgelagert, das heisst vor 163 – 144 Mio. Jahren. Sie lassen sich in der Region Aarau in vier Schichten unterteilen: Geissberg-, Crenularis-, Wangener Letzi- und Badener Schichten. Darüber liegen die Ablagerungen des Quartärs, also des Eiszeitalters. Sedimente des Kreide und des Tertiärs fehlen vollständig.

Eine Doline als Falle für Feinmaterial

Bereits während der Risseiszeit bestand hier eine Doline. In diese gelangte beim Rückzug der Gletscher viel Feinkörniges Material. Dem Wasser war dadurch nach einer bestimmten Zeit der Entwässerungsweg durch die unterliegenden zerklüfteten Kalke verwehrt, da die Dolinenabflüsse durch das feinkörnige Material abgedichtet wurde. Es entstand ein kleiner See, in welchem weiter Material angehäuft wurde. Ein weiterer Transport des Lehms war dem Wasser aufgrund der Muldenlage nicht möglich. Dennoch fand der Lehm einen Weg aus der Doline. Er wurde in früheren Zeiten als Baumaterial in kleinen Mengen abgebaut.

Was wird gezeigt?

An sechs Standorten werden die vorhandenen Fels- und Lockergesteinsschichten, deren Bildungsbedingungen, Wasser- und Fossilgehalt, die Verwitterungs-, Erosions- und Umlagerungsprozesse sowie die an den Gesteinsuntergrund gebundenen Pflanzen- und Tierarten "vor unserer Haustür" dargestellt.

Warum gerade hier?

Im Gebiet des Caches wechseln die Gesteinsunterlagen, der Wasserhaushalt und dadurch die Standortbedingungen für die Pflanzen- und Tierwelt kleinräumig stark. Es existieren somit sehr vielfältige und unterschiedliche Lebensräume nebeneinander. Wir befinden uns hier in der Übergangszone zwischen dem Jura ("Kalkfelsen") und dem Mittelland ("Molasseablagerungen"). Haben Sie gewusst, dass man hier auf kleinstem Raum Jurafelsen, Dolinen, Schotterablagerungen, Steinbrüche und sogar ein Moor antreffen kann?

Geologischer Überblick

Fossilien sind einerseits Skelett- und Schalenreste, andererseits aber auch Kriech- oder Fressspuren von abgestorbenen Tieren. In allen hier vorliegenden Kalken sind Fossilien wie Muscheln, Ammoniten und Brachiopoden zu finden. Jede Art hat ihre ganz spezifischen Lebensräume und Lebenszeiten. So können Angaben über die Ablagerungsbedingungen (Klima, Wassertiefe, Salz- und Nährstoffgehalte) sowie das Alter der Gesteine gemacht werden.

Kalkverwitterung

Wer aufmerksam durch Kalkgebiete wandert, kann des Öfteren diese kleineren, mitunter aber auch sehr grossen, kreisförmigen Mulden entdecken.

Der Waldboden ist, bedingt durch die Muldenlage im Bereich von Dolinen, feuchter und nährstoffreicher als in der Umgebung, da das mit Nährstoffen der Umgebung gesättigte Wasser hier zusammenfliesst und ein Teil dieser Nährstoffe in Form von feinkörnigen Ablagerungen zurückbleibt.

Die Spuren der Gletscher

Die Gletscher der Eiszeiten stossen weit ins Mittelland vor. Grobes Gesteinsmaterial wird auf, in und unter dem Gletscher transportiert und vor (Stirnmoräne), seitlich (Seitenmoränen) und unter dem Gletscher (Grundmoräne) abgelagert. Unter den Eismassen wird das Gesteinsmaterial durch den enormen Eisdruck geschliffen und zerrieben.

Die Schotter

Das vom Gletscher abgelagerte Lockergestein (Moräne) wird von den Schmelzwässern wegtransportiert. Dabei wird es gerundet, sortiert und wieder abgelagert. Schon in früheren Zeiten wurden diese Schottervorkommen (Kies) abgebaut und als Rohstoffmaterial für Strassenbau, Betonherstellung usw. verwendet.

Doline Möösli

Ein Moor ist ein Feuchtgebiet, dessen Untergrund aus Torf besteht. Hier liegt ein Quellmoor vor. Torf entsteht, wenn organisches Material (Pflanzenteile) unter Ausschluss von Sauerstoff unvollständig zersetzt wird. In einem Quellmoor sind die hauptsächlichen Torfbildner Schilf, Seggen oder Bruchwald.

Bereits während der Risseiszeit bestand hier eine Doline. In diese gelangte beim Rückzug der Gletscher viel feinkörniges Material. Es entstand ein kleiner See.

Erosionsterrassen

Das Flussbett wird durch die vom Wasser mitgeführten rollenden und hüpfenden Gerölle, aber auch von den feinkörnigen Partikeln ständig erodiert. Entlang einer Schwachstelle im Gestein kann das Wasser verstärkt erodieren.

Postennummer Aufgabe Koordinaten
1. Posten - Geologischer Überblick Was ist auf der Anhöhe erkennbar? (siehe Text) N 47° 22.963 E 008° 01.971
2. Posten - Kalkverwitterung; Doline Wie bildet sich eine Doline? N 47° 22.954 E 008° 02.017
3. Posten - Die Spuren der Gletscher Was liegt auf dem Haseberg unter dem Humus? N 47° 22.856 E 008° 01.968
4. Posten - Die Schotter Vor wie vielen Jahren wurde der Schotter im Gebiet Roggenhausen abgelagert? N 47° 22.624 E 008° 01.874
5. Posten - Doline Möösli Wodurch wird die Bildung eines Moores ermöglicht? N 47° 22.550 E 008° 01.928
6. Posten - Errosionsterassen Wie entsteht ein Kolkloch? N 47° 22.577 E 008° 01.748


Die Antworten schickst du per Mail an: Jack Dalton oder über mein Profil. Danach kannst du loggen, bei Unklarheiten oder Fehlern werde ich mich melden. Logs ohne Nachricht werden kommentarlos gelöscht!



Du kannst natürlich noch meinen Earthcache-Coin discovern:

PSFA / 2. Ziffer Lösung Posten 4 + 2 / K



ENG

You can combinate this cache with the following cache:

Roggehuser

The Hasenberg, together with the Eppenberg builds a southern foothill oft he Faltenjure. In his lower part, at the northern towards the Aaretal oriented slope, it is constructd by lime/marl alertion oft the Effinger shifts. Mostly these rocks of the Lower Malm but are obscured by submerged rubble. The white limestone of the Upper Malm form a hard ridge in the upper part of the slope between the Hasenberg and Roggenhausen. These limestones (the Geissberg- and the Wangener-layers) were formerly exploited on Hasenberg as building blocks. In these formations is also the old town of Aarau.

The Jurassic strata are slightly inclined towards the south. On Gönert and most Eppenberg they are overlaid by the Mediterranean molasses. The plateau of Hasenberg - Oberholz - Mösli was formed in the crack ice age. Therefore, wearing a blanket of loess and moraine. In the Quaternary the underlying the plateau Juralime were dissolved away by the leachate. This resulted solution funnel, also called sinkholes. The unique sinkhole field between Hasenberg and Oberholz was in 1908 signaled by F. Mühlberg. Its expansion has since decreased slightly, because a number of the solution funnel were filled with debris. The roggenhausen-Täli was flushed into the crack ice age by the meltwater of the glacier.

The geological timing

The geological history is divided into four age (Z), which are broken down further in formations (F) and departments (A). The limestones in Roggenhausen were deposited in Malm, ie before 163 - 144 million years. They can be divided into four layers in the region Aarau: Geissberg-, Crenularis-, Wangener Letzi- and Baden layers. Above this are the deposits of the Quaternary, so the Ice Age. Sediments of the Cretaceous and the Tertiary missing completely.

A sinkhole as a trap for fine material

During the crack ice age there was a sinkhole here. In this the retreat of the glaciers reached much fine-grained material. The water was thereby denied after a certain time of the drainage path through the underlying jagged limestones because the Dolinenabflüsse was sealed by the fine-grained material. There was a small lake, where more material was accumulated. Another transport of clay was not possible due to the water of the well location. However, the clay found a way out of the sinkhole. It was dismantled in ancient times as building material in small quantities.

What is shown?

At six locations, the existing rock and loose rock strata whose education conditions, water and fossil content, the weathering, erosion and migration processes and bonded to the rock underground plant and animal species "on our doorstep" are shown.

Why here ?

In the area of the cache, the rock fundaments, the water balance and thus the location conditions for the flora and fauna on a small scale change greatly. Thus, there are very diverse and different habitats adjacent. Here we are in the transition zone between the Jura („limestone") and the Central Plateau („molasses deposition" ). Did you know that you can find in the smallest space Jurassic rocks, sinkholes, gravel deposits, quarries and even a bog here?

Geological Survey

Fossils are one hand skeletal and shell fragments, the other hand also creep or seizure marks of dead animals. In all present here limestones fossils like shells, ammonites and brachiopods are found. Each species has its very specific habitats and lifetimes. So information on the deposition conditions (climate, water depth, salt and nutrient content) and the age of the rocks can be made.

Limestone weathering

Hikers carefully walking through the forest can find limestone areas. You are many a time to explore these smaller, but sometimes also very large, circular troughs.

The forest floor is due to the trough position in the field of sinkholes, moist and nutrient-rich than in the area, because the saturated with nutrients around water flows together here and remains a part of these nutrients in the form of fine-grained sediments.

Traces of the glacier

The glaciers of the ice ages butt well before the midland. Coarse rock material is on, transported in and under the glacier and deposited before (moraine), lateral (lateral moraines), and under the glacier (moraine). Under the ice, the rock material is ground by the enormous pressure of the ice and crushed.

The gravel

The deposited by glaciers loose rock (Moraine) is transported away by the meltwater. It is rounded, sorted and redeposited. Even in earlier times these gravel deposits were (gravel) mining and used as raw material for road construction material, concrete production, etc.

Sinkhole Möösli

A bog is a wetland, the subsoil consists of peat. Here there is spring mire. Peat is formed when organic material (plant parts) is decomposed incomplete in the absence of oxygen. In spring mire are the main peat formers reeds, sedges or rupture forest.

During the crack ice age there was a sinkhole here. In this the retreat of the glaciers reached much fine-grained material. There was a small lake.

Erosion terraces

The riverbed is constantly eroded by the water carried by the rolling and bouncing pebbles, but also from the fine-grained particles. Along a flaw in the rock may erode amplifies the water.

Stagenumber Task Coordinates
1. stage - Geological Survey What's on the hill recognizable? (see Text) N 47° 22.963 E 008° 01.971
2. stage – Limestoneweathering; sinkhole How is a sinkhole being created? N 47° 22.954 E 008° 02.017
3. stage - Traces of the glacier What is on the Haseberg below the humus? N 47° 22.856 E 008° 01.968
4. stage - The gravel How many years ago the gravel was deposited in the territory Roggenhausen? N 47° 22.624 E 008° 01.874
5. stage - Sinkhole Möösli What allows the forming of a moore? N 47° 22.550 E 008° 01.928
6. stage - Errosionsteraces How is a lime-pit being created? N 47° 22.577 E 008° 01.748


Please send a mail with your answers to: Jack Dalton. After that, you can log. If something is wrong or not clear, I'll contact you. Logs without message will be deleted without comment!



If you want, you can discover my Earthcache-Coin:

PSFA / 2. digit solution stage 4 + 2 / K



Quelle / source: http://www.roggenhausen.ch/jo/index.php/wildpark/naturlehrpfad

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