
2015 - das Jubiläum "1200 Jahre Stadt Wangen"
Ein Blick in die homepage www.wangen.de der Stadt lohnt sich. Dort steht so manches Wissenswerte über die Stadt und die Ortschaften die dazu gehören. Viele Besucher schauen sich die schön gestaltete Altstadt an und werden nicht enttäuscht.
Aber auch die Ortschaften um Wangen/A, die bei der Gemeindereform 1972 eingemeindet wurden, haben Interessantes zu bieten.
Zum Beispiel die Ortschaft Karsee (die kleinste mit knapp 700 Einwohnern) und der gleichnamige See.
Seen und Hügel prägen die Allgäuer Landschaft, die in der Eiszeit entstanden ist.
Vor rund 100.000 Jahren sank die Temperatur in der Gegend. Die Winter wurden länger und kälter und der Schnee des Vorjahres konnte nicht mehr schmelzen. Dadurch entstanden Gletscher, es begann die letzte große Vereisungsphase der Erde (100.000-10.000 v. Christus)
Die Durchschnittstemperaturen in der Würmeiszeit lagen 10 bis 15 Grad unter den gegenwärtigen Werten.
Die Gletschergrenzen verschoben sich weiter in die Gegend Oberschwabens.
Dadurch war Oberschwaben und das Voralpenland mit einem massiven Eispanzer überzogen. Dieser Eispanzer konnte bis zu mehreren hundert Metern dick sein.
Die Karbachgletscherzunge reichte bis zur Linie Rötenbach und Kisslegg und bedeckte somit auch das Gebiet des heutigen Karsees und seiner Umgebung.
Geröllhalden, die der Gletscher vor sich hergeschoben hatte, türmten sich zu Moränen auf. Der Karsee liegt in der Zone der inneren Würm Moräne. Die Flüsse mussten sich durch diese Moränen neue Wege suchen.
Wo die Eismassen durch Geröll zugedeckt waren, konnte lange keine Schmelze stattfinden, da die direkte Sonneneinstrahlung fehlte. Der Druck der Eismassen und des Gerölls hatte bewirkt, dass die Erdmassen verdichtet wurden und sich dort wo der Untergrund weicher war, Mulden und Löcher bildeten.
Lagen die Senken und Löcher unter der Grundwasserlinie, entstanden Seen, wie sie der Karsee darstellt. Andere Seen in der Gegend werden als Rinnenseen (Schleinsee, Degersee), Zungenbeckenseen (Bodensee) oder Dammseen (Federsee bei Bad Buchau) bezeichnet, weil sie eine andere Enstehungsursache haben.
Die Würmeiszeit endete vor etwa 10.000 Jahren, der Eispanzer schmolz. Die Landschaft wurde besonders in den Sommermonaten vom Schmelzwasser überflutet.
Vor Ort gibt 1 Infotafel Auskunft über den See und seine Entstehung.
Die Geröllmassen der Gletscher brachten viele kleinere und größere Steine aus dem Gebirge. Da diese Steine nicht die gleiche Struktur aufweisen wie die Steine, die hier ursprünglich im Gebiet zu finden sind, werden sie "Findlinge" genannt.
Diese Findlinge können eine beachtliche Größe haben und mehrere Tonnen schwer sein.
Bei Baggerarbeiten und in Steinbrüchen werden immer wieder solche Steine gefunden.
Oft werden sie an anderen, markanteren Stellen abgelegt.
Die Findlinge, die am Ufer des Karsees heute zu sehen sind, wurden 2002 als Kunstobjekt hier arrangiert.
Die Lösung für die Koordinaten ist nur vor Ort zu erfahren.
A Vor wievielen Jahren entstand der Karsee?
B Wie entstand der See?
C Wie breit ist der See?
D 2002 entstand auf der Liegewiese aus Findlingen die "Geburt der Steine".
Wer ist der Künstler?
BW= Buchstabenwert
Formel zur Berechnung der Finalkoordinaten:
N: 47° ((C - BW Name des Sees)-3)/2 . (A/20 + BW Vorname D-3)
E:009° (B Bw Vokale + Anzahl Vokale) . (Bw B x 2 +9)
Der Karsee ist ein schöner Platz mitten im Grünen.
Im Sommer kann man hier baden, oder sich auf der Liegewiese entspannen.
Ein kleiner Teil am Ufer ist für die Kinder abgesteckt.
Eine kleine Grillstätte ist vorhanden.
Das Ufer an der gegenüberliegenden Seeseite ist Privatgrund. Deshalb gibt es auch keinen Rundwanderweg um den See.
In den umliegenden Wäldern wird gejagt deshalb bitte nicht mehr in der Dämmerung unterwegs sein.
Freilaufende Hunde sind auf dem Platz nicht erlaubt, wie die Tafel besagt.
Auch ist das Begehen der anliegenden Wiesen in der Vegetationszeit verboten - hier wird Nahrung für Milchkühe produziert.
Die Milch wird zum Teil in der Käserei in Leupolz, dem Nachbarort von Karsee produziert. Im Laden kann man an Vormittagen verschiedene Käsesorten aus eigener Produktion und aus der Umgebung kaufen. Es gibt ein reichhaltiges Angebot an Bioware.
Parken kann man an der früheren Hauptschule, dann am Skulpturenweg entlang (wurde 2002 angelegt und wird immer wieder erweitert) über einen Steg in den Wald - dort links halten.
Parkplatz an der Schule: N: 47°44.860 E: 009° 48.175
Tafel am See: N: 47°44.873 E: 009° 48.410
Bilder sind willkommen