Die Rohrpost ist eine Form des schnellen und personalarmen Transports von Gegenständen in kleinen, zylindrischen Behältern mittels Druckluft in kleinkalibrigen Röhren. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden in einigen Großstädten auf verschiedenen Kontinenten große Rohrpostanlagen von teilweise mehreren hundert Kilometern Länge. Daneben existierten auch kleinere Anlagen, die innerhalb eines Gebäudes oder zwischen mehreren benachbarten Gebäuden kleinere Gegenstände mittels Rohrpost automatisiert transportierten. Diese Anlagen finden, im Gegensatz zu den Fernrohrpostanlagen, auch heute noch Verwendung.
Postalisch gesehen wurde die erste Rohrpost 1853 in London eingerichtet. Sie diente im Telegraphenamt als Hausrohrpost. Wien folgte 1875 und Berlin 1876. Am 1. Dezember 1876 wurde in Berlin das Rohrpostnetz für den öffentlichen Verkehr freigegeben.
Allgemeine Grundlagen
Die praktischen Grundlagen der Rohrpost sind bekannt, seit in verschiedenen Kulturen das Blasrohr erfunden wurde. Die theoretischen und experimentellen Grundlagen der Rohrpost sind bereits in der Pneumatika des Heron von Alexandria (1. Jahrhundert v. Chr.) entwickelt worden. Hier sind in Kapitel 56 und 57 die Prinzipien der Herstellung von atmosphärischem Unterdruck und Überdruck in einem Zylinder beschrieben worden, in den ein Kolben eingeführt wird. Allerdings ging es bei Heron noch nicht um den Transport von Objekten, die durch den Druckunterschied in einer Röhre hätten befördert werden sollen.
Wegbereiter der modernen Rohrpost
Um 1810 bemühte sich der dänische Ingenieur George Medhurst erstmals ernsthaft um den Einsatz atmosphärischer Luft für industrielle und verkehrstechnische Zwecke. In entsprechenden Veröffentlichungen schlug er vor, die Luft aus einer eisernen Röhre abzupumpen, um so durch den erreichten Druckunterschied eine entsprechende Triebkraft zu erzielen; Medhurst gilt daher als Erfinder der pneumatischen Rohrpost.
Diesen Gedanken griff 1818 der englische Ingenieur Vallance auf, mit der Idee, Personen und Güter von London nach Brighton in einer tunnelartigen, gusseisernen und entsprechend großen Röhre zu befördern. Diese Bemühungen verliefen allerdings ergebnislos, jedoch brachten Versuche zum Transport von Postgut mittels Luftdruck in kleinkalibrigen Röhren erste Erfolge. Auch der Erfinder des Schiffspropellers, Josef Ressel, beschäftigte sich mit der Rohrpost. Er entwickelte sie 1827 weiter und brachte sie 1847 zur Reife.
Der Franzose Abbé Moigno richtete zur Beförderung von Postgut mittels Druckluft 1852 eine Versuchsstrecke ein, die letztlich dazu führte, dass der Franzose Galy Cazalar und der Engländer Josiah Latimer Clark unabhängig voneinander 1854 entsprechende Landespatente einreichten. Sie beschrieben eine technische Einrichtung, mit der in Blechbüchsen eingeschlossene kleine Pakete und Briefe bei hoher Luftverdünnung oder -verdichtung durch Röhren zu einem nicht sehr weit entfernten Ort befördert werden konnten.
Funktionsweise
Mit Hilfe eines, heute elektrisch angetriebenen, Verdichters wird der nötige Sog oder Druck (oder je eines an Ein- und Ausgangspunkten gleichzeitig) erzeugt, um die zylindrischen Behälter (Büchsen), in denen das Transportgut verschickt werden soll, durch verlegte Rohre zu befördern. Der Durchmesser der Büchsen ist nur geringfügig kleiner als der Innendurchmesser der einheitlichen Rohre. An Ein- und Ausgangspunkten werden diese Büchsen eingelegt und bei Mehrpunktanlagen das Ziel mit einer Eingabe in der Steuerung bestimmt. Um jeden Ausgangspunkt zu erreichen, werden elektronisch gesteuerte Weichen eingebaut, die bis zu vier Verteilungen zulassen. Bei mittleren und großen Systemen erfolgt die Steuerung heute durch Computer. Um das empfindliche Transportgut zu schützen, werden die Büchsen vor jeder Station pneumatisch abgebremst. Das kleinste Rohrpost-System ist die 2-Punkt-Anlage. Sie funktioniert nur in Hin- und Rückrichtung. Eine größere Version ist z. B. die Bargeldentsorgung. Hierbei wird das Geld von den Kassen eines Supermarktes oder Bankschalters direkt in den Tresor oder einen Sicherheitsbereich geschickt. Solch ein Einliniensystem kann bis zu 99 Ein- und Ausgabepunkte haben bei individueller Zuordnung jeder einzelnen Station. Die größte Rohrpostanlage ist das Mehrliniensystem. Ein solches System hat bis zu 512 Stationen und bis zu 64 Linien. Die Büchsen können je nach Bauweise und Anwendungszweck, z. B. lange gerade Einzelstrecken, mit bis zu 11 Metern pro Sekunde (rd.40 km/h) durch das Röhrensystem schnellen. Normale Geschwindigkeiten bewegen sich aber im Bereich von sechs bis acht Meter pro Sekunde, bei sensiblen Sendungen auch nur zwei bis drei Meter pro Sekunde. Es können, je nach Anlage, auch mehrere Büchsen gleichzeitig (Zug) befördert werden.
Frühere Fernrohrpostanlagen dienten überwiegend der schnellen Brief- und Telegrammbeförderung zwischen wichtigen Postämtern innerhalb einer Stadt (z. B. Hamburg, Berlin oder München aber auch USA und viele in anderen Ländern s. u.). Kleinere 2-Punkt-Systeme sind häufig in kleineren Arztpraxen mit Labor zu finden. Die Kosten einer solchen Anlage liegen etwa bei 3200 Euro (Stand Jan. 2010). Weltweit gibt es nur noch vier große Rohrpostanlagenhersteller, davon ist die Firma Aerocom aus Schwäbisch Gmünd der größte Anbieter.
Quelle Wikipedia
Zur Location:
Die Dosen befinden sich in Mitterbach, es führt eine MTB Strecke daran vorbei (RB Tour #4) es kann auch in der Nähe aller Dosen geparkt werden..... also mit Cache Mobil erreichbar.
Zu den Caches:
Die Rohrpostanlage benötigt Wartung!!!!!!!!!!
Die Rohrpostbehälter sind nämlich an verschiedenen Stellen stecken geblieben, Deine Hilfe ist nun gefragt, um den Behälter wieder auf die Reise zu schicken wirst du ein Tool benötigen, ich würde einen Magneten empfehlen der min. 800g Gewicht haltet und eine gewisse Tiefe erreichen kann,, 6,5 Feet@stage#1
Wenn Du die Wartung erfolgreich abgeschlossen hast trage Dich im Log Buch ein und Schick die Rohrpost wieder ab und Tarne alles so gut wie möglich das andere Cacher auch ein tolles Erlebnis haben.....
Inhalt:
Logbuch und Stift
Viel Spaß Wünscht Euch Euer
burn1979