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Verwirrtchen Mystery Cache

Hidden : 7/13/2015
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Es war einmal mitten im Winter, und die Schneeflocken fielen wie Federn vom Himmel herab, da saß ein alter verwirrter König aus Renningen, welcher seinen Lebensabend in Weil der Stadt verbringen wollte, an einem Fenster, das einen Rahmen von schwarzem Ebenholz hatte, und nähte. Es geschah, dass er sich mit der Nadel in den Finger stach, und es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee. Und weil das Rote im weißen Schnee so schön aussah, dachte er bei sich: „Hätte ich ein Kind so weiß wie Schnee, so rot wie Blut und so schwarz wie das Holz an dem Rahmen.“ Bald darauf bekam er von seiner Frau ein Töchterlein geschenkt. Und da es so aussah, wie es der König gewünscht hatte, wurde es das Verwirrtchen genannt.

Nach einem Jahr nahm sich der König einen Petling. Dieser Petling war so wunderschön und der König war sehr stolz auf diesen! Er wollte immer sehr genau wissen, wo sich denn sein Lieblingspetling befand. Er hatte einen wunderbaren Spiegel. Wenn er vor den trat und sich darin beschaute, sprach er:

„Spieglein, Spieglein dort am Pfahl,
Ich lass dir keine große Wahl
Sag mir bitte ganz geschwind
Wo sich denn mein Petling befind`t

So antwortete der Spiegel:
„Mein König, du alter Renninger, wo soll er denn schon sein?
Dort wo Ihr ihn aufbewahrt, in Eurem Schrein!“

Da war er zufrieden, denn er wusste, dass der Spiegel die Wahrheit sagte. Verwirrtchen aber wuchs heran und wurde immer verwirrter. Als es siebzehn Jahre alt war, war es so schön wie der klare Tag und verwirrter als der König selbst. In einem unbeobachteten Moment nahm sie den Petling aus des Vaters Schrein und begann damit zu spielen. In ihrer Verwirrtheit hatte sie danach nur vergessen, wo sie denn den Petling hingetan hatte. So passierte es als der König den Spiegel befragt:

„Spieglein, Spieglein dort am Pfahl,
Ich lass dir keine große Wahl
Sag mir bitte ganz geschwind
Wo sich denn mein Petling befind`t

So antwortete der Spiegel:
„Mein König, du alter Renninger, er war in Eurem Schrein,
Da sollte er wohl auch noch sein
Aber Verwirrtchen Eure Tochter hielt ihn in der Hand,
Wobei er wohl danach verschwand!
Wohin sie ihn hat hingetan,
weiss sie nicht, sie hat kein Plan!

Also lief der alte Renninger die Straße auf und ab und hin und her und immer wieder blickte er verwirrt zum Spiegel empor. Alle Mannen der Straße, die sich ihm dort kreuzten, wurden von ihm befragt, wo denn sein geliebter Petling abgeblieben sei. Doch keiner konnte dem König helfen! Und mit der Hilfe des Spiegels war ihm nicht geholfen. Er konnte mit seinem Gefasel einfach nichts mehr anfangen…

So antwortete der Spiegel immer nur:
„Mein König, du alter Renninger, er war in Eurem Schrein,
Da sollte er wohl auch noch sein
Aber Verwirrtchen Eure Tochter hielt ihn in der Hand,
Wobei er wohl danach verschwand!
Wohin sie ihn hat hingetan,
weiss sie nicht, sie hat kein Plan!
Mein lieber König, mach dich auf den Weg,
aus meiner Sicht ist nichts zu spät!

Trotzdem hatte er natürlich Hunger und rief seinen Jäger und sprach: „Bring das Kind hinaus in den Wald. Dort sollst Du ein kleines Wildschwein töten und mir Lunge und Leber zum Verzehr mitbringen.“ Unterwegs im Wald wollte der Jäger Verwirrtchens unschuldiges Herz mit seinem Amorpfeil durchbohren, doch es fing an zu weinen und flehte um seine Unschuld. Der Jäger hatte Mitleid und kümmerte sich lieber wieder um die Wildsau. Als gerade ein junges Wildschwein daher gesprungen kam, stach er es ab, nahm Lunge und Leber heraus und brachte es zum Verzehr dem alten Renninger mit. Der Koch musste die Innereien in Salz kochen und der verwirrte König aß sie auf und hoffte auf eine innereien Eingebung.

Zum Glück war das arme Kind in dem großen Wald nicht allzu lange mit dem Jäger mutterseelenallein und lief nach Hause. Am Abend kam sie zurück zu des Vaters kleinen Häuschen und ging hinein, um sich auszuruhen. In dem Häuschen war alles klein und sehr zierlich und reinlich. Das war aber auch kein Problem, denn alle Familienmitglieder waren klein, fast wie Zwerge. Im Häuschen stand ein weißgedecktes Tischlein mit sieben kleinen Tellern, jedes Tellerlein mit seinem Löffelein, außerdem sieben Messerlein und Gäbelein und sieben Becherlein. Verwirrtchen , weil es so hungrig und durstig war, aß von jedem Tellerlein ein wenig Gemüse und Brot und trank aus jedem Becherlein einen Tropfen Wein, denn es wollte nicht allen ihren Brüdern allein alles wegnehmen. Dann legte es sich in ihr Bettchen.

Als es ganz dunkel geworden war, kamen die Brüder vom Verwirrtchen zurück. Sie zündeten ihre sieben Lichtlein an und sahen, dass Verwirrtchen mal wieder sämtliche ihrer Sachen benutzt hatte. Da das ja nicht das erste mal war, scherten sie sich nicht darum. Ihre Schwester war wunderschön, aber auch einfach ein klein Wenig durch den Wind.

Und immer wieder gingen ihm die Worte des Spiegels durch den Kopf:
„Mein König, du alter Renninger, er war in Eurem Schrein,
Da sollte er wohl auch noch sein
Aber Verwirrtchen Eure Tochter hielt ihn in der Hand,
Wobei er wohl danach verschwand!
Wohin sie ihn hat hingetan,
weiss sie nicht, sie hat kein Plan!
Mein lieber König, mach dich auf den Weg,
aus meiner Sicht ist nichts zu spät!

Die nächsten Tage liefen für den alten Renninger ziemlich chaotisch ab! Zunächst kaufte er von einer alten Marktfrau Schnürriemen – er hatte seit letzter Zeit einen leichten Bauchansatz, den es zu kaschieren gab – und schnürte diese in seiner Verwirrung auf Grund des verlorenen Petlings viel zu eng. Zum Glück kamen Verwirrtchens Brüder früh genug aus dem Siebengebirge zurück, da es ihnen den Urlaub verregnet hatte.

Ein anderes mal kämmte er sich mit einem verrosteten Kamm, der eigentlich schon lange ausgemustert gehört hätte. Aber der alte Renninger war halt auch ein Schwabe… Er kämmte sich ein Wenig zu sehr und holte sich glatt eine Blutvergiftung.

Nach der überstandenen Blutvergiftung hatte der alte Renninger großen Hunger. Er biss genussvoll in einen giftgrünen Apfel, den er zuvor von einer Bäuerin erworben hatte. In seiner Gier verschluckte er sich, bekam keine Luft mehr und fiel bewusstlos zur Erde.

In seiner tiefen Umnachtung begann der alte Renninger zu träumen:
„Spieglein, Spieglein dort am Pfahl,
Ich habe eine große Qual
Sag mir wo der Petling ist,
der von mir so sehr vermisst?“

Mein lieber König, mach dich auf den Weg,
aus meiner Sicht ist nichts zu spät!
Immer nur der Nase nach 365 Schritte
Aus meiner Sicht 206°, streck dich bitte!

Als das Verwirrtchen abends von ihrem Besuch beim Jäger nach Hause kam, fand sie den alten König auf der Erde liegen, und es ging kein Atem mehr aus seinem Mund. Die Königstochter wollte ihn nun aber auf ihren Schultern forttragen, da geschah es, dass sie über ihre Handtasche stolperte, und von der Erschütterung fuhr das Apfelstück, das der König abgebissen hatte, aus dem Hals. Und nicht lange, so öffnete er die Augen, und richtete sich auf und war wieder klar im Kopf. Verwirrtchen machte ihrem Namen alle Ehre, verstand überhaupt nichts und sprach: „Ich habe dich lieber als alles auf der Welt aber ich möchte deinen Jäger heiraten.“ Dem König aber war’s egal! Hüpfend sprang der alte Renninger auf der Straße und umarmte alle Mannen auf der Straße, die seinen Weg kreuzten. Auch der Spiegel konnte seinen Liebkosungen nicht entgehen. Er hatte durch den Sauerstoffmangel die Worte des Spiegels endlich verstanden…!

Additional Hints (Decrypt)

Fpuevggr tyrvpu Zrgre

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)