In Kamen wurden in den Jahren 2006 - 2008 von dem Kölner Künstler Gunter Demnig 48 Stolpersteine zur Erinnerung an ermordete und vertriebene jüdische Bürgerinnen und Bürger verlegt.
Berücksichtigt wurden Familien und Personen, die zu Beginn der NS-Diktatur 1933 noch in Kamen lebten oder in engster Verbindung mit ihrer hier ansässigen Familie standen. Die Grenze zu ziehen, war nicht immer leicht. Zu sehen ist, dass die verfolgung mit der Herkunft ("Rasse") begründet wurde, sodass auch getaufte oder konfessionslose Juden betroffen waren. Um die Familien nicht zu sehr auseinander zu reißen, wurden gelegentlich auch überlebende Angehörige von Ermordeten einbezogen.
Nicht berücksichtigt wurden in der Regel Angehörige von Familien, die Kamen vor 1933 verlassen haben.
Nach der Volkszählung vom 17. Mai 1939 waren in Kamen 23 Juden registriert.
In Dortmund waren im selben Jahr 11 Juden aus Kamen erfasst.
Die Stadt Kamen hat sich in vielfältiger Weise darum bemüht, ihrer jüdischen Mitbürgerinnen und mitbürger zu gedenken. Der Ehemalige jüdische Friedhof als Bestandteil des Hauptfriedhofes wurde angemessen hergerichtet, sodass hier noch etwa 20 der an die 100 Gräber an Hand der erhaltenen Grabsteine identifizierbar sind.
Nahe dem Standort der 1901 errichteten Synagoge wurde 1978 ein Mahnmal eingeweiht. Zugleich knüfte die Stadt Kontakte zur israelischen Stadt Eilat, die 1979 in eine Städtepartnerschaft mündeten, die seither zu einem lebendigen Austausch geführt hat. Beide STädte hoffen, dadurch zum gegenseitigen Verständnis und zum Frieden in der Welt beizutragen.
1997 wurde eine Gasse, die am Geburtshaus des letzten Rabbiners der Synagogengemeinde Münster von der Schulstraße abzweigt, in Julius-Voos-Gasse umbenannt. 2003 schließlich konnte im Haus der Stadtgeschichte eine Tafel enthüllt werden, auf der die 79 Namen aller Bürgerinnen und Bürger jüdischer Religion und Herkunft verzeichnet sind, die 1933 in Kamen gelebt haben und der Verfolgung zum Opfer fielen oder sich durch Auswanderung retten konnten.
Manche von ihnen haben Kamen wiedergesehen und den Eindruck mitgenommen: In dieser Stadt sind die Bürgerinnen und Bürger gewillt, die Verbrechen der Nazi-Zeit bewusst zu halten und daraus die Lehre zu ziehen, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nie wieder Fuß fassen dürfen. Nicht zuletzt die im Jahr 2000 gegründete Bürgerinitiative "Zivilcourage" ist bemüht, in diesem Sinne zu wirken und hat sich daher auch die Aktion "Stolpersteine" zu eigen gemacht.
(Quelle: Broschüre "Stolpersteine in Kamen" 2. Auflage 2014)
Solltet ihr weiteres Interesse an diesem Teil der Kamener Geschichte haben, besucht das Haus der Stadtgeschichte (Bahnhofstr. 21, 59174 Kamen. Dort könnt ihr auch die oben erwähnte Broschüre "Stolpersteine in Kamen" für ein paar Euros erwerben.
Dies nur an Rande...
Jetzt zum Multi:
Unser Multi "Stolpersteine in Kamen" umfasst inkl. Pre-Final und Final 15 Stationen, Welche alle (Bis auf das Final!) virtuell sind. Hingehen, lösen, weitergehen.
Wenn alles richtig läuft, braucht ihr zwischen 1,5 und 2 Stunden.
Ihr werdet auf dem Rundeweg auf maximal 40 der 48 gelegten Stolpersteine in Kamen stoßen. Von diesen 40 Stolpersteinen sind 37 in unserem Multi involviert.
Die 8 Stolpersteine, die euch auf dem Rundweg fehlen werden, spielen in diesem Multi keine Rolle, da sie zu weit außerhalb liegen (Kamen-Mitte, Gartenplatz 9; Kamen-Mitte, Lünener Str. 244 und Kamen-Methler, Robert-Koch-Str. 42).
Es kann sein, dass die Koordinaten etwas abweichen, aber die Stationen findet ihr im näheren Umkreis.
Bitte tarnt das Final wieder gut, damit dieser Cache lange erhalten bleibt und viele Dosensucher Freude daran haben. Danke!
Durch fehlenden Platzmangel in der Innenstadt, liegt das Final ein gutes Stück ausserhalb, wo ihr hinfahren/ gehen müsst. ACHTET HIER BITTE BESONDERS AUF MUGGEL JEGLICHER ART!!!
Ein ganz herzlicher Dank geht an Michi1986 und Mr.&Mrs. Anderson für den BETA-Test. Merci!