Vor einiger Zeit wanderten wir entlang dem Kamm des Zahmen Kaisers.
Uns boten sich viele atemberaubende Ausblicke auf die bewaldeten Alpenvorberge und auf das Kaisertal.
Wir absolvierten am Vormittag bei sonnigem Wetter verschiedene Gipfel: das Petersköpfel (1.745m), der Einser- und Zwölferkogel (ca. 1.900m) bis hin zur Pyramidenspitze (1.998m).
Auf dieser Wanderung konnten wir im Wettersteinkalk verschiedene Karsterscheinungen: Dolinen erblicken.
Dolinen im Kaisergebirge
Zur Geologie des Kaisergebirges
In der Trias, vor ca. 210-240 Millionen Jahren, lagerten sich in einem langsam absinkenden, seichten Meer in Millionen von Jahren mehr als 3000 m Sedimente ab, die heute die wichtigsten Gesteine des Kaisergebirges bilden. Vermutlich gab es ein Riff, in dessen Innern, der Lagune, der spätere Wettersteinkalk in ebenmäßigen Lagen sedimentierte. Das ganze Riff wurde dann im Jungtertiär im Zuge der Alpenbildung zusammengestaucht, dadurch senkrecht gestellt (sodass die Sedimentschichten vertikal standen) und nach oben herausgedrückt. Da die Alpen ein Deckengebirge sind, ist im weiteren Zuge der Gebirgsbildung so manche Lage über eine andere geschoben worden. Dadurch liegen die Sedimente jetzt nicht mehr geordnet nach ihrer Entstehungszeit da, die jüngeren über den älteren, sondern etwas durcheinander.
Wahrscheinlich hat auch das Kaisergebirge ein solches Schicksal ereilt. Die Gebirgsgruppe ist Bestandteil der Nördlichen Kalkalpen und wird insofern zu den Ostalpen gerechnet. Die schroffen und zerklüfteten Oberschichten des Kaisergebirges bestehen aus Wettersteinkalk, der durch eine graue Farbe gekennzeichnet ist und die Felsen der Gipfelregion bildet. Die hohe Erosions-Resistenz dieses Karbonatgesteins aus dem Trias ermöglichte die Entstehung grosser Steilwände, wie sie insbesondere an den Nordflanken der beiden Hauptketten zu sehen sind. Das Gestein hat eine unterirdische Verbindung, denn seine Bänke sind muldenförmig gebogen, so dass sie unter dem Kaisertal zwar tief verlaufen, mit ihren aufgebogenen Rändern aber den Zahmen und den Wilden Kaiser bilden. In den Talzonen des Kaisergebirges finden sich geologisch jüngere Gesteinsschichten - es handelt sich in der Regel um Hauptdolomite.

Dolinen
Das Petersköpfl markiert die westliche Begrenzung einer „Plateau“ genannten Hochfläche im Wettersteinkalk des Zahmen Kaisers, die nach Osten bis etwa zur Pyramidenspitze reicht. Das Plateau ist Rest einer alten Landoberfläche, die ihre Erhaltung den verkarstungsfähigen Gesteinen im Untergrund verdankt. Das Regenwasser kann hier nicht flächig erosiv wirken, da es durch den Karst sofort in den Untergrund gelangt. Als Beweis der Verkarstung sind auf dem Plateau in einer un- übersichtlichen Vielfalt dolinenartige Vertiefungen mit Durchmessern bis über 10 m ausgebildet.
Dolinen sind Trichterförmige Vertiefungen in Karst, welche sich durch Auslaugung von Kalk- und Salzgesteinen und vor allem an Gesteinsfugen und durch Einsturz entstandene Hohlräume gebildet haben.
Sie haben und einen Durchmesser, der größer ist als die Tiefe.
Bei den Dolinen gibt es eine Vielzahl an Typen, die auf eine jeweils unterschiedliche Genese zurückgehen. Gewöhnlich kann man diese in zwei große Gruppen einordnen:
· Einsturzdolinen: Das kennzeichnende an Einsturzdolinen ist, dass der Verkarstungsprozess aus der Tiefe in Richtung Oberfläche fortschreitet.
Kurz gesagt:Überdeckung großer Hohlräume (Höhlen) bricht ein.Nach erfolgtem Einsturz bleibt die Hohlform stabil.
· Lösungsdolinen: Lösungsdolinen sind Dolinen, die von Oberflächengewässern entlang von Störungszonen ausgelaugt wurden und dann auf der Hochfläche in einer Reihe liegen.
Bei Lösungsdolinen verläuft der Verkarstungsprozess von der Oberfläche in die Tiefe, demnach in umgekehrter Weise zu den Einsturzdolinen. Bleibt die Funktionsfähigkeit bestehenden Abflusssystems erhalten, kann eine Weiterentwicklung in die Tiefe stattfinden.

Doline 2:Lösungsdoline (a), Einsturzdoline (b)

Schnitt Kaisergebirge
Um diesen Earthcache zu loggen unternehmt eine unvergessliche Wanderung entlang dem Kamm des Zahmen Kaisers und beantwortet vor Ort folgende Fragen:
Bitte beantwortet folgende Fragen:
1.Welche Dolinenform kannst du hier erkennen, begründe mit einigen Worten deine Aussage.
2.Beschreibe mit eigenen Worten wie nach deiner Meinung diese Doline entstanden sein mag!
3. Fotos – als Ergänzung zu den Aufgaben sind wieder erlaubt und von uns als Logbedingung gewünscht. Bitte ladet ein Foto mit euren CACHERNAMEN auf einen Zettel oder gern auch von euch und im Hintergrund diese Doline in eurem Onlinelog hoch.
Zusatzaufgabe freiwillig: Auf dem Weg zur Pyramidenspitze wirst du noch weitere Dolinen in unterschiedlichen Größen finden, versuche sie einmal zu zählen und teile mir dein Ergebnis mit.
Die korrekten Antworten gelten dann als Logberechtigung!
Schickt eine Mail mit euren Antworten ansissifalke1@gmail.com
Nach dem Absenden der Antworten könnt ihr gleich loggen, falls etwas nicht in Ordnung ist, melden wir uns.
Ihr brauchtnicht unsere Logfreigabe abwarten!
Hat euch eure Reise gefallen, freuen wir uns natürlich über einen Favoritenpunkt.
Team sissifalke
Quellen: - Wikipedia Kaisergebirge
-Tirolmultimedia.at