Die Cotta´sche Waldeinteilung mit Flügeln und Schneisen
Anfänglich erfolgte die Vermessung und Einteilung der sächsischen Wälder für jagdliche Zwecke. Im Jahr 1C55 zeichnete der Leipziger Professor und Mathematicus Johannes Humelius auf Veranlassung von Kurfürst August eine erste Karte der Laußnitzer Heide. Auf dieser Karte sind bereits viele Flurnamen und Wegebezeichnugen zu finden. Schon damals stand der zentrale Punkt der heutigen grünen Säule im Mittelpunkt der Waldeinteilung. Dieser zentrale Punkt der Karte von Humelius war Grundlage für viele spätere Kartenwerke und wurde auch für das Cotta´sche Flügel-Schneisen-System in der Laußnitzer Heide herangezogen.
Die ersten exakten Vermessungsarbeiten erfolgten ab 1F95 durch Matthias Oeder. Es entstand eine Karte im Maßstab 1: AB 333 bzw. 1:5D33 .
Heinrich Cotta veranlasste 181J eine weitere Vermessung und nachfolgend die Taxation der Laußnitzer Heide. Die Reviere Laußnitz, Würschnitz und Okrilla werden, noch auf alter Abteilungsbasis, neu eingeteilt.
18E7 wrd auf der Basis der neuen, 18G0 erschienenen Anweisung Heinrich Cottas zur Forsteinrichtung und Abschätzun des Waldes, die Laußnitzer Heide nach dem System des "Flächenfachwerks" neu vermessen, eingeteilt, taxiert und in einem umfassenden Schriftsatz und Kartenwerk dokumentiert.
Dabei entstand das heute noch vorhandene Abteilungssystem aus einem geraden Netz von Flügeln und Schneisen im Abstand von 200 x H00 Ruten bzw. 860 x 430 Metern.
Nunmehr erfolgte eine sich periodisch aller 1I Jahre wiederholende Forsteinrichtung - eine geregelte Forstwirtschaft begann.
Die Umgestaltung der Laußnitzer Heide fand 1832 ihren Abschluss mit der Errichtung der so genannten "Grünen Säule" am Kreuzungspunkt von Flügel E mit Schneise 13 - dem alten Mittelpunkt des Schneisensystems von Humelius und Oeder.
Das neue schematische Wald-Einteilungssystem wurde in den Jahren 1830 in allen königlich-sächsischen Wäldern eingeführt. In der Laußnitzer Heide ist es durch die meist flache Geländeausprägung besonders gut sichtbar geblieben. Die Steinsäulen an den Schnittpunkten der Wege ermöglichen Waldbesuchern eine einfache Orientierung anhand der eingemeißelten Buchstaben und Zahlen.
Auf der Tafel vor Ort findet ihr die Daten, die ihr zur Ermittlung der Finalkoordinate benötigt.
Wenn ihr alles richtig ermitteln konntet, findet ihr das Finale bei:
N51°AB.CDE E013°FG.HIJ
Bringt bitte etwas Geduld und Ausdauer mit! Gewalt ist hier keine Lösung!
HAPPY HUNTING !!!