Das Denkmal war 1905 für die Toten des Krieges 1870/71 errichten worden. Der damalige Vorsitzende des Kriegervereins, Schmiedemeister Johann Schumacher, erwarb das Denkmal mit dem mächtigen Adler von einem Leipziger Künstler. Der Adler auf der Spitze hält eine Fahne in den Krallen. Sein Blick ist westwärts gerichtet.
Der Kopf des Adlers war vor 30 Jahren von Unbekannten abgeschlagen worden. Wiederholt wandt sich der Bürgerverein Nadorst-Bürgeresch an die Stadtverwaltung. Weil die Stadt den Adler aber nicht sofort wieder herrichtete, legte der Bürgerverein aus Protest am Volkstrauertag 1985 keinen Kranz am Denkmal nieder – eine Entscheidung, die auch die Zustimmung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge fand.
Erst im Jahr darauf stellte die Stadt Geld für die Restaurierung zur Verfügung. Im Haushalt war der Posten mit 16 000 DM (8000 Euro) vermerkt. Der Oldenburger Bildhauer Udo Reimann erhielt den Auftrag, den Kopf neu zu gestalten. Reimann, der auch mehrere Brunnenanlagen in der Stadt gestaltete, setzte den neuen Adlerkopf im November 1986 aufs Denkmal.