Jedoch blieben Berührungspunkte erhalten, welche ihre besondere Ausprägung in den Wallfahrtsströmen aus Südostkärnten und dem Mießtal fanden. Das Hochfest des hl. Christophorus, welcher zu den 14 Nothelfern zählt, wird am 25. Juli begangen. Als einer der bedeutendsten Pestpatrone des Mittelalters und aufgrund seiner legendären Newsletter Nr. 1/2012 © Geschichtsverein für Kärnten Lebensgeschichte wurde er u. a. zum Schutzheiligen gegen Wetterunbilden und Hungersnöte. Da sein Hochfest mit dem Roggenschnitt zusammenfällt, wurde ihm von den Wallfahrern, welche sich durch seine Anrufung als „Brotpatron“ eine reiche Ernte versprachen, besonders gerne Getreide geopfert. Noch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts fanden jährlich 30 große Prozessionen auf dem Christophberg ihren Abschluss. Wallfahrten lassen sich noch bis weit in das 20. Jahrhundert hinein nachweisen, sind aber heute, laut Auskunft der Mesnerin, zum Erliegen gekommen. Ein bemerkenswertes Einrichtungsstück stellt der Hochaltar aus der Zeit um 1630/40 dar, in der Mitte die Statue des hl. Christophorus, welcher von den Apostelfürsten Petrus und Paulus flankiert wird. Der Tabernakel, die Kanzel sowie der linke Seitenaltar stammen vom St. Veiter Bildhauer Johann Pacher und dem Tischler Leopold Schmidt. An der Südseite der Kirche befindet sich eine Kapelle, welche in die Umfassungsmauer einbezogen wurde und aus dem Jahr 1782 stammt. Vom Gipfel aus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten für weitere Kulturwanderungen. Einerseits kann man vom kleinen Parkplatz unterhalb der Christophbergkirche Richtung Westen weiter zum Magdalensberg (Kirche, Archäologischer Park) wandern. Auf halber Höhe des Weges dorthin zweigt nach rechts Richtung Norden auch ein Wanderweg zur Burg Hochosterwitz ab. Andererseits verläuft vom Gipfel, vorbei am verfallenen Anwesen vulgo Wartschler, das etwa auf halbem Wege liegt, ein Wanderweg auf den Lippekogel, wo steinerne Bänke zur Rast einladen. Unter dem Gipfel des Lippekogels können beim vulgo Mothe in Oberkrähwald zahlreiche Mühlsteine vom Steinbruchkogel besichtigt werden. Von dort führt eine Straße, oder wahlweise auch ein Fußweg, hinunter ins Tal nach Brückl. Wer nicht weiter wandern, sondern direkt wieder zurück nach St. Filppen möchte, kann entweder denselben Weg wie beim Anstieg nehmen, oder entlang der Schotterstraße zurückgehen. Diese trifft auf etwa halbem Wege auf eine Asphaltstraße, der man bequem bis nach St. Filippen bergab folgt.