Sudwalder Radtour 9: Gehlenmoor und Raseneisenstein
Raseneisenstein
Bei Raseneisenstein handelt es sich um durch Eisenminerale verfestigte Sedimentfraktionen des Bodens. Zumeist sind dies Sand, Ton und Schluff, manchmal Kies, sowie unter Umständen organische Substrate (vor allem Torf) mit hohen Metallgehalten.In diesen häufig bis zu einem halben Meter mächtigen Horizonten können die Eisengehalte – Hauptmineral ist Limonit – durchaus bis zu 45 Prozent betragen. Bei vielen dieser Anreicherungen spielen nachgeordnet auch Mangan, teilweise Phosphor und andere Elemente eine Rolle.Raseneisenstein kann zur Eisengewinnung verhüttet werden, obwohl seine Eisengehalte im Vergleich zu anderen Eisenerzen geringer sind. Die Bezeichnung Raseneisenstein rührt daher, dass dieser bei Grundwasser-Böden nah unter der Rasensode ansteht und leicht „mit Spaten und Hacke“ gewonnen werden kann. Weitere Bezeichnungen für die manchmal sogar wie Schlacke erscheinenden, rotbraunen bis (bei höheren Mangananteilen) blauschwarzen Verfestigungen sind Brauneisenstein, Sumpfeisenstein, Sumpfraseneisenerz oder schlicht Rasenerz bzw. Sumpferz.Raseneisenstein darf nicht mit seinem mineralischen Hauptbestandteil Limonit verwechselt werden, der ebenfalls als Brauneisenstein oder -erz bezeichnet wird. Weitere Verwechslungsmöglichkeiten begrifflicher Art bestehen mit dem Ton- oder Spateisenstein genannten Eisenmineral Siderit, mit dem Gestein Eisensandstein, dem Ortstein bzw. der Orterde von Podsolen sowie mit Bohnerz. Als Raseneisenerde werden weitgehend unverfestigte Anreicherungen in Gleyböden bezeichnet, die eine Vorstufe zur Entwicklung des Raseneisensteins sein können Raseneisenstein kann auf unterschiedliche Art entstehen. Wesentlich sind immer Redoxvorgänge, teilweise unter Beteiligung von Mikroorganismen (Bakterien, zum Beispiel Acidithiobacillus ferrooxidans). Im Schwankungsbereich des Grundwassers, in dem Eisen- und Mangansalze gelöst sind (Sickerwasser spielt hier nur eine untergeordnete Rolle), fallen bei Kontakt mit Sauerstoff oxidische/hydroxidische Eisen- und Mangan-Verbindungen aus. Ausgeprägte Raseneisensteinbildungen gehen oft auf geringe Schwankungen des Grundwasserspiegels bei gleichzeitig stark eisenhaltigem Wasser zurück. Der Entstehungszeitraum von Raseneisenstein erstreckt sich je nach Vorkommen in der Regel über hunderte bis tausende Jahre.In Norddeutschland entstanden während des Holozäns, nach der letzten Eiszeit, regelrechte Raseneisenerz-Lagerstätten. Sie bildeten sich vor allem in Flussauen in von eisenhaltigem Grundwasser durchströmten fein- bis mittelkörnigen Sanden. Diese ab dem Raseneisenstein wurzelundurchlässigen Böden gelten nur bedingt als ackerbaulich nutzbar und können in der Regel nur als Wiese oder Weideland genutzt werden.
Quelle: In Auszügen wikipedia
Gehlenmoor
Die Bezeichnung Gehlenmoor ist zurückzuführen auf den hier vorkommende Raseneisenstein. Der hohe Eisengehalt spiegelte sich hier auch im Wasser wieder. Wo Wasser an die Oberfläche kam erschien der Untergrund oft aufgrund der Ablagerungen bräunlich oder gelblich. Daher die Bezeichnung Gehlenmoor (gelbes Moor). Durch die landwirtschafliche Bearbeitung wurden die undurchlässigen Bodenschichten durchbrochen. Das Gehlenmoor ist heute eine große Ackerflur. Auf alten Karten ist der Bereich noch als Schlatt zu erkennen.
Dieser Cache ist Bestandteil einer Fahrradrunde welche der Heimatverein Sudwalde. erarbeitet hat. Zu dieser Reihe gehört auch ein Bonuscache. Um diesen zu finden solltet ihr euch die Gesamtsumme der Zahlen (Kommazahlen mathematisch runden / geschriebene Zahlen z.B. eins, zwei,… ignorieren) im Text auf dem Hinweisschild notieren. Das Hinweisschild befindet sich am Referenzpunkt!
Kleiner Tipp von mir: Nutzt das Feld „Anmerkungen zu diesem Listing:“ bzw. „Personal Cache Note“ Die hier von euch eingetragenen Daten sind nur für euch sichtbar