Sudwalder Radtour 13: Forstmeister Dr.h.c. Friedrich Erdmann
Eingeweihte wissen natürlich sofort, wo das Finale dieses Multis liegt. Für alle andern sind hier die Wegpunkte zu suchen. Bitte geht diesen Tradi nicht bei Dunkelheit oder Dämmerung an. Spätestens am Prefinal werdet ihr auf entsprechende Hinweise der Waldbewohner stoßen. Beim Legen der Dose war der Erdboden durchwühlt und überall waren Spuren der Wildschweine zu sehen.
Und nun zum Hintergrund diese Caches

Dr. hc. Friedrich Erdmann – Ein Baumeister des Waldes
Friedrich Erdmann hatte im späten 19.Jahrhundert das Forstamt Neubruchhausen übernommen. Das Revier war damals nicht bekannte als andere Forstämter. Jedoch erwarb sich Friedrich Erdmann mit zu der Zeit unkonventionellen Maßnahmen einen Ruf unter den Forstleuten.
Der Wald hier bestand damals fast ausschließlich aus Kiefern. Durch die vorhandene Staunässe kam es zu erheblichen Ausfällen. Bereits in jungen Jahren kam es bei vielen Kiefern zur „Wurzelfäule“ und dieselben starben ab. Woher die Wurzelfäule kam war damals noch unbekannt.
Den damals üblichen Monokulturen setzte Erdmann seinen „Waldbau auf natürlicher Grundlage“ gegenüber. Der gleichalte und gleichartige Bewuchs mit nur einer Baumart ist so weit von den natürlichen Ansprüchen entfernt das ihm dadurch erheblichen Schaden droht. Die Gefahr wird verstärkt, wenn hier im maritimen Klimabereich die in das kontinentale Klima gehörige Kiefer eingebracht wird. Ihr jährlicher Nadelabfall zersetzt sich nicht rasch genug. Er bleibt in dicken Schichten auf dem Boden liegen (dabei wird die Zersetzung weiter gehemmt) Es bildet sich eine Schicht in dem wertvolle Nährstoffe festgehalten werden, und so den Wurzeln nur ungenügend zur Verfügung stehen. Durch diese Rohhumusdecke werden die Feinniederschläge dem Boden festgehalten, wodurch die Schwierigkeiten des hiesigen Boden, der zwischen extremer Nässe und extremer Trockenheit im Laufe des Jahres wechselt noch verstärkt werden. Ein Teil der Wurzel stirbt jeweils ab bis schließlich nach einiger Zeit auch der ganze Baum stirbt.
Nach den Vorstellungen Erdmanns sollte der vorhandene Wald daher umgebaut werden. Aus dem Kiefernbeständen wurden alles kranke und nicht wertvolle holz herausgeschlagen. Die verbleibenden Kiefern bildeten einen lichten Schirm über die vorhandene Fläche. Durch starke Kalkungen und Durcharbeiten mit Geräten wurde die Zersetzung des Humus wieder in Gang gesetzt
Auf den so vorbereiteten Boden sollten unter dem Schutz der vorhandenen Kiefern Baumarten in Mischung eingebracht werden, die den hiesigen Standortverhältnissen gerecht werden. Unter anderem wurden Weisstanne, Lärche und Buche gepflanzt. Auf diese Weise entstanden stufige Waldbauformen in denen die Baumarten eng vermischt waren. Die von Erdmann entwickelten Vorstellungen über den Waldbau waren so neu, dass sie die Fachwelt zunächst ablehnte, zu, Teil aber auch begeistert aufnahm.
In Auszügen aus „Schwaförden in Geschichte und Gegenwart“
Im zu Ehren erfolgte die Umbenennung des Forstamtes Neubruchhausen in Erdmannshausen
Dieser Cache ist Bestandteil einer Fahrradrunde welche der Heimatverein Sudwalde erarbeitet hat. Zu dieser Reihe, welche im Laufe der Zeit vervollständigt wird kommt noch ein Bonuscache. Um diesen zu finden solltet ihr euch die Gesamtsumme der Zahlen (Kommazahlen mathematisch runden / geschriebene Zahlen z.B. eins, zwei,… ignorieren) im Text auf dem Hinweisschild notieren. Das Hinweisschild befindet sich am Referenzpunkt!
Kleiner Tipp von mir: Nutzt das Feld „Anmerkungen zu diesem Listing:“ bzw. „Personal Cache Note“ Die hier von euch eingetragenen Daten sind auch nur für euch sichtbar