Sudwalder Radtour 22: Kirche und Kriegerdenkmal
Die Sudwalder Kirche ist unter den Landeskirchen wegen seiner einfachen und würdigen Form besonders geschätzt worden, vor allem natürlich in der Bevölkerung des Kirchenspieles. Dennoch ist nur wenig über die Geschichte des Gotteshauses in der Öffentlichkeit bekannt.
Die gegenwärtige äußere Gestalt der Sudwalder Kirche entstand bei der letzten großen Erweiterung im Jahre 1880. In ihrem Grundbestand geht sie jedoch auf frühere Jahrhunderte zurück. Sie ist wohl das älteste Gebäude in Sudwalde. Die Annahme, dass die Sudwalder Kirche vor der Reformationszeit eine Kapelle des Stiftes Bassum gewesen sei, mag lediglich für die früheste Zeit zutreffen. Vielmehr ist Sudwalde bereits 1330 als Kirchspiel bekannt. Dies ist einer Urkunde zu entnehmen in der für 1330 belegt ist, dass Affohausen (Affinghausen) „ im Karspel to Sudwolde“ aufgeführt ist.
Leider lässt sich über die frühere Geschichte der Sudwalder Kirche vielmehr nicht sagen, weil alle älteren Nachrichten und Bücher bei dem verheerenden Brand am 28.Februar 1745 im Pfarrhaus vernichtet worden sind. So lässt sich auch das Alter der Sudwalder Kirche nicht genau festlegen.
An der Ostseite der Sakristei ist eine etwa zwei Quadratmeter große Grabplatte aus Sandstein in das Mauerwerk eingelassen.Es handelt sich hierbei um das Grabmal des am 23.11.1608 verstorbenen Drosten Hartwig von Bardendorf und seines Bruders Vollrath – Oldenburgischer Hofjunker – . Er ist in Sudwalde beerdigt worden, weil sein Herrenhaus zum Pfarrbereich Sudwalde gehörte.
Die Deckengemälde im Chorgewölbe des Altarraumes verleihen diesem Teil der Sudwalder Kirche einen besonderen Charakter. Sie sind nicht nur von ihrem Stil her ein lebendiges Zeugnis der Geschichte, sondern vor allem auch in ihrer Aussage.
Unzweifelhaft ist die Kanzel das älteste erhaltene Stück in der Sudwalder Kirche. Sie ist über 400 Jahre alt. Das geht aus einer alten Inschrift hervor: „ Anno 1577 ist dieser Predigerstuhl zu Gottes Ehren aufgerichtet und hernach 1627 im Monate Februar von Kirchen und Kirchspielunkostung erstlich staffiert und vermahlen worden.“
Die Sudwalder Kanzel mit der historisch plattdeutschen Inschrift stand vor über 350 Jahren in der Kirche zu Berne und ist wahrscheinlich nach dem 30jährigen Krieg nach Sudwalde gekommen
Quelle: In Auszügen „Chronik der Kirche Sudwalde“
Dieser Cache ist Bestandteil einer Fahrradrunde welche der Heimatverein Sudwalde. erarbeitet hat. Zu dieser Reihe gehört noch ein Bonuscache. Um diesen zu finden solltet ihr euch die Gesamtsumme der Zahlen (Kommazahlen mathematisch runden / geschriebene Zahlen z.B. eins, zwei,… ignorieren) im Text auf dem Hinweisschild notieren. Das Hinweisschild befindet sich am Referenzpunkt!
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