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Munt la Schera - Geologischer Kreislauf EarthCache

Hidden : 8/21/2015
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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How Geocaching Works

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Geocache Description:


Ein Teil dieses Earth Cache befindet sich im schweizerischen Nationalpark.

  • Wie bei Earth Caches üblich, ist vor Ort nichts versteckt. Um den Earth Cache zu loggen musst du untenstehende Aufgaben vor Ort lösen und uns die Antworten zusenden.
  • Die markierten Wege dürfen im Nationalpark nicht verlassen werden. Dies ist auch nicht nötig um den Earth Cache zu lösen
  • Es dürfen keinerlei Abfälle zurückgelassen werden. Nimm alles was du mitbringst wieder mit
  • Naturgegenstände wie Tiere, Pflanzen, Hölzer oder Steine dürfen nicht mitgenommen werden.
  • Kein Mitführen von Hunden, auch nicht an der Leine
  • Keine Wintersportarten (Ski- oder Schneeschuhtouren), Fahrräder oder Fluggeräte
Siehe auch Schutzbestimmungen des Nationalparks.

Geologischer Kreislauf

Die geologischen Grundlagen wurden aus Informationen aus dem Focus-Faltblatt "Der geologische Kreislauf - eine Wanderung über den Munt la Schera" des Schweizerischen Nationalparks erstellt. Du benötigst das Faltblatt nicht: Alle zum Lösen des Earth Cache benötigten Informationen findest du in diesem Listing.

Der geologische Kreislauf am Munt La Schera lässt sich in 4 Phasen unterteilen.

Verwitterung

Gesteine die frei an der Oberfläche liegen verwittern aber nicht alle auf die gleiche Art. Es wird unterschieden zwischen mechanischer und chemischer Verwitterung.

Mechanische Verwitterung tritt zum Beispiel auf, wenn Wasser in die Gesteine eindringt, gefriert und dadurch das Gestein sprengt. Dies kann man bei Asphaltstrassen in kalten Regionen feststellen: sie zeigen im Frühling viele Risse.

Die chemische Verwitterung basiert auf chemischen Reaktionen von den Mineralien des Gesteins und Wasser. Karbonatminerailien, zu denen Kalzit und Dolomit gehören, werden bei Kontakt mit Wasser und Kohlendioxid (CO2) aufgelöst.

Oft wirken mechanische und chemische Verwitterung gleichzeitig. Ein mechanisch zerkleinertes Stück Gestein bietet mehr Angriffsfläche für chemische Verwitterung

Sehr gut lässt sich die Verwitterung bei der Rauhwacke erkennen. Diese erkennt man sehr gut an ihrer gelblichen Farbe. Im Gegensatz zum Dolomit besitzt sie feine Löcher im Gestein, welche durch chemische Verwitterung entstanden. Das Ursprungsgestein bestand aus Dolomit und Gips. Da Gips sehr wasserlöslich ist, bleibt als Folge der Verwitterung ein löchriger Dolomit zurück, den man Rauhwacke nennt. Rauhwacke wird beim Tunnelbau gefürchtet, da er sehr instabil ist.

Unter Karst versteht man Geländeformen, welche durch chemische Verwitterung aus Gips, Kalk und Rauhwacke entsteht. Das Wasser versickert sofort in den Untergrund, wo es in unterirdischen Höhensystemen bis zu einer Karstquelle fliesst.

Transport

Auf jeder Wanderung können wir den Transport von gelockertem Material beobachten: Steine stürzen über Felswände, Schutthalden sind zu queren, Gesteinsbruchstücke werden auch in reissenden Bächen und Flüssen transportiert. Bäche und Flüsse transportieren ebenfalls durch das Wasser gelöste Mineralien. Daher wird von verschiedenen Quellen auch unterschiedlich mineralhaltiges Wasser gewonnen.

Durch den Transport werden die Gesteinsbruchstücke immer mehr verkleinert. Aus gross und eckig wird rund und klein, da sie mit anderen Steinen zusammenstossen. Die chemische Auflösung wird durch Wasser gefördert.

Ablagerung / Gesteinsbildung

Die transportierten Gesteine werden abgelagert und durch nachfolgendes Material überdeckt. Durch den hohen Druck werden sie zusammengedrückt. Diesen Vorgang nennt man Sedimentation. Je nach Grösse der einzelnen Bruchstücke entsteht ein Sandstein (verfestigte Sandkörner) oder ein Konglomerat (verfestigter Kies).

Durch chemische Reaktionen verfestigen sich die im Wasser gelösten Substanzen wieder. Beispielsweise, verdunstet in wärmen Gebieten das Wasser und die Mineralien bleiben zurück. Dies kann man beim Kochen mit Wasser beobachten, dass Kalkkrusten im Kochtopf zurückbleiben.

Hebung / Gebirgsbildung

Doch wie kommen die Gesteine nun wieder hoch in die Berge? Der äusserste Teil der Erde besteht aus mehreren 20 bis 60 km dicken, starren Platten, welche auf einer zähflüssigen Steinsschmelze schwimmen. Die Platten bewegen sich einige Zentimeter pro Jahr. Weil sich nicht alle Platten in dieselbe Richtung bewegen, entsteht an gewissen Stellen der Erdoberfläche Platzmangel. Stossen zwei Platten zusammen taucht die eine Platte unter die andere oder sie verkeilen sich ineinander. Dabei können sich sich zersplittern und einzelne Teile schieben sich übereinander. So werden Gesteine emporgehoben und zu Gebirgen gefaltet. Auf diese Weise sind in den letzten 100 Milionen Jahren die Alpen entstanden. Noch heute heben sich diese um 2 mm pro Jahr. Die Alpen werden aber nicht ständig höher, denn gleichzeitig verwittern sie auch. Hebung und Abtrag halten sich in etwa die Waage.

Beschrieb der Wanderung

Dieser Earth Cache folgt der Wanderroute Nummer 15 des schweizerischen Nationalparks. Der Start befindet sich bei Buffalora (1968 m.ü.M.), das Ziel bei Il Fuorn (1794 m.ü.M.). Sowohl Buffalora als auch Il Fuorn sind mit dem Postauto erreichbar. Es stehen an beiden Orten Parkplätze zur Verfügung. Es ist möglich, die Tour in umgekehrter Reihenfolge zu absolvieren.

Es handelt sich um einen weiss-rot-weiss markierten Wanderweg. Im Auf- und Abstieg zum Munt La Schera sind einige steilere Passagen zu überwinden. Benötigt wird eine Wanderausrüstung inkl. gutem Schuhwerk, Proviant und genügend Getränk. Auf dem Munt La Schera bläst häufig starker Wind.

Falls man den Bergstollen von innen besichtigen möchte, ist eine Taschenlampe von nöten. Für Beobachtungen lohnt es sich, einen Feldstecher mitzunehmen. Taschenlampe und Feldstecher sind zum Lösen des Earth Caches nicht nötig.

Aufgaben

Die Antworten zu den Fragen kannst du uns mittels Messenger oder per Mail über das Profil senden. Du brauchst nicht auf eine Logfreigabe zu warten und kannst gleich nach dem Senden der Antworten loggen. Falls etwas nicht in Ordnung ist, melden wir uns bei dir. Wir freuen uns auch über viele schöne Fotos von der Wanderung in eurem Log (freiwillig).

Die Farbe des Titels weist jeweils auf die Phase des geologischen Kreislaufs hin, welche bei dieser Aufgabe speziell beobachtet wird.

Aufgabe 1: Quellen

Bei diesem Wegpunkt befinden sich zwei eindrückliche Quellen. Das Wasser, das im Karst schnell versickert und unterirdisch abfliesst, tritt hier wieder an die Oberfläche.
Du befindest dich noch nicht im Nationalpark. Deshalb darfst du hier den Weg auch verlassen um die Aufgabe 1 zu erfüllen:
Beschreibe das Wasser, welches aus dem Berg kommt. Ist es klar? Wie ist die Temperatur? Kannst du im Wasser Mineralien feststellen?

Aufgabe 2: Murgänge

Schutt- und Schlammlawinen bewegen sehr schnell unverfestigtes Material. Diese werden Murgänge genannt. Sie treten während starken Niederschlägen auf und bewegen sich plötzlich und schnell.
Der Weg überquert hier mehrere Murgänge. Wie viele verschiedene Murgänge überschreitet er? Schau sie dir genau an. Sind die Steine unterschiedlich gross oberhalb und unterhalb des Weges?

Aufgabe 3: Stein am Wegrand

An diesem Wegpunkt befindet sich ein Pfosten des Wanderwegs. Circa 2 Meter links davon befindet sich ein grosser Stein direkt am Weg. Um welche Gesteinsart handelt es sich?

Aufgabe 4: Landschaftsform auf dem Mund La Schera

Direkt neben dem Weg hat es spezielle Steine. Schaue (mit den Augen vom Weg aus!) deren Oberfläche an und beschreibe sie. Wie nennt sich die Landschaftsform, in der du dich jetzt befindest?

Aufgabe 5: Münstertaler Verrucano

Hier siehst du, zum Beispiel im Bach, den münstertaler Verrucano. Es ist ein Konglomerat und gehört, wie der Sandstein zu den klastischen Sedimenten. Es handelt sich um zusammengpressten Verweitterungsschutt vom selben uralten Gebirge, aus dem der Sandstein besteht. Die Steine sind allerdings grösser und eckiger als diejenigen des Sandsteins, da sie weniger weit transportiert wurden.
Welche Farbe(n) hat der Münstertaler Verrucano? Woher könnte diese Mehrfarbigkeit stammen?

Aufgabe 6: Alter Sandstrand

Auf der rechten Seite, direkt vor dem Laviner Lad, befindet sich eine grosse Felswand aus Sandstein. Bereits vor 350 Millionen Jahren existierte ein Gebirge, das vollständig verwittert ist. Die Gesteinsbruchstücke wurden dabei weit transportiert, bis nur noch feiner Sand übrigblieb. Wir befinden uns hier sozusagen an einem alten Sandstrand, welcher verfestigt und durch die Alpenfaltung emporgehoben wurde.
Schau dir den Stein genau an. Gibt es mehrere Farben? Welche? Wie kannst du dir dies erklären?

Aufgabe 7: Lavinar Lad

Lavinare sind Lawinenbahnen. Gesteinsbrocken, die bereits mechanisch zerkleinert wurden, werden im Winter mit dem Schnee in die Tiefe gerissen. Auch kleine Murgangrinnen, welche sich bei starken Niederschlägen bilden, sind zu sehen.
Wie unterscheidet sich ein Lavinar, wie du es hier siehst, von einem Murgang, wie du es bei Aufgabe 2 gesehen hast?

Additional Hints (No hints available.)