Anlass zur Errichtung des Kraftwerks Opponitz und der Wehranlage Göstling an der Ybbs
Ein großer Teil der österreichischen Budgetmittel wurde in den ersten Jahren nach dem Ersten Weltkrieg und dem darauffolgenden Zusammenbruch der Donaumonarchie für den Energieimport - vor allem für Kohle - ausgegeben. Um diese Ausgaben zu reduzieren, wurde mit dem Ausbau der österreichischen Wasserkraft begonnen.
1921 wurde in Wien die Wasserkraftwerke A.G. (W.A.G.) mit der Aufgabe gegründet, die Stadt mit hydroelektrischer Energie zu versorgen. Eigentümer dieser Gesellschaft waren zunächst mit 50 Prozent die Stadt Wien und mit weiteren 50 Prozent verschiedene Großbanken (Niederösterreichische Escompte-Gesellschaft, Creditanstalt, Allgemeine Depositenbank, Zentraleuropäische Länderbank, Allgemeine Österreichische Bodencreditanstalt, Allgemeine Verkehrsbank, Wiener Bankverein, Merkurbank).
Am 18. Dezember 1922 erfolgte eine von der Stadt Wien allein finanzierte Kapitalerhöhung um 200 Millionen Kronen, womit der Anteil der Stadt an der W.A.G. auf 75 Prozent stieg. Am 7. Dezember 1924 wurde die Stadt durch den Ankauf jener Aktien, die im Besitz der Banken waren, alleiniger Eigentümer der W.A.G.
Vorgesehen war, dass die W.A.G. zunächst jene Kraftwerke errichtet, für die die Stadt Wien bereits den Konsens besaß, nämlich das Wasserleitungskraftwerk Gaming an der II. Wiener Hochquellenwasserleitung und das Kraftwerk Opponitz. Gleichzeitig wurden auch das Umspannwerk Gresten sowie von diesem aus eine 110 Kilovolt-Freileitung nach Wien errichtet.
Kraftwerk und die Wehranlage
Mit der Errichtung dieses Kraftwerks wird das Gefälle der Ybbs auf dem 34 Kilometer langen s-förmig gewundenen Flussabschnitt zwischen Göstling an der Ybbs und Opponitz ausgenutzt.
Zu diesem Zweck wurde bei Göstling an der Ybbs ein Wehr mit zwei Öffnungen von je 16 Metern und einem Grundablass von vier Metern Breite mit einer anschließenden Entsandungsanlage errichtet, der nach einem kurzen offenen Kanal zunächst
- dem Sattelbergstollen,
- dem Buberstollen und
- dem Guttenfurthstollen (gemeinsam: Königsbergstollen) folgen.
(Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_Opponitz)
Seit 2015 ist die ausgebaute Wehranlage nach über einjähriger Bauzeit wieder in Betrieb gegangen.
Der Cache befindet sich direkt neben dem Radweg unweit der Wehranlage. Es ist nicht notwendig die Bundesstraße zu betreten! Vorsicht auf Radfahrer und weitere sportbegeisterte Muggels, die unter Umständen rasch um die Kurven kommen...