Die Gletschertöpfe vom Iberg
Der Iberg
Der Iberg befindet sich im äußersten Westen des Harzes nördlich von Bad Grund. Sein Gipfel erhebt sich etwa 563 Meter über den Meeresspiegel. Der Berg stellt eine geologische Besonderheit dar. Gemeinsam mit dem benachbarten Winterberg handelt es sich um ein Kalksteinmassiv inmitten einer von Gesteinen wie Grauwacken und Tonschiefern geprägten Region.
Die Oberfläche des Iberges weist die typischen Merkmale eines Karstgebietes auf. Zahlreiche Vertiefungen zeigen eingestürzte unterirdische Hohlräume an. Aus diesem Grund sollten Sie die Wanderwege nicht verlassen, da die Bereiche jenseits dieser sicheren Routen nicht ganz ungefährlich sind. Die tiefsten Spalten im Kalkgestein reichen bis zu einhundert Meter in den Berg hinein.
Der Earthcache "GC19J41 Der Iberg und die Iberger Tropfsteinhöhle" erklärt das ganz genau.
Die Entstehung der Iberger Gletschertöpfe (Behauptung 1)
In der Nähe des Aussichtsturm Albertturm kann man die Gletschertöpfe entdecken. Gletschertöpfe sind einzigartige Zeugen der Eiszeit vor etwa 100.000 Jahren. Die Saale-Eiszeit schiebt gewaltige Eismassen vom Norden Richtung Süden und bedeckt damit das ganze Land. Als die Eismassen zu schmelzen beginnen, fließt das Schmelzwasser durch Risse im Eis unter den Eismassen entlang. Durch den hohen Druck entstehen im Gletscherwasser Strudel und zusammen mit feinstem Gesteinsmehl schleifft dieses im Kalkstein zylindrische Vertiefungen aus. Diese Strudel hatten Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h. Gletschertöpfe sind im außeralpinen Raum sehr selten.

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1
Das Schmelzwasser stürzt durch Spalten von der
Gletscheroberfläche mehrere 100 m tief zum Grund
und fließt in Strömen ab.
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2
An manchen Stellen entstehen Wirbel.
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3-5
Das unter hohem Druck stehende Wasser erreicht Geschwindigkeiten bis zu 200 km/h und erodiert dabei das Festgestein zu tiefen Gletschertöpfen. Die noch fest im Eis eingefrorenen Findlinge sind also nicht an der Bildung der Gletschertöpfe beteiligt.
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Oder hat die Entstehung der Gletschertöpfe
hier oben einen anderen Grund ???
Die Entstehung der Iberger Gletschertöpfe (Behauptung 2)
Die Saale-Kaltzeit kam garnicht bis zum Iberg und somit sind die Eismassen auch nicht der Grund für diese Enstehung, sondern Verkarstung.
Hier beginnt die Südharzer Karstlandschaft. Auf ca. 100 Kilometer reihen sich perlschnurartig Erscheinungen aneinander, die auf die Gesteinesauflösende Wirkung des Wassers zurückgehen: Höhlen, Erdfälle und Dolinen, Kartquellen, Bachschwinden, Karstkegel, Schlotte, Felsen und weiße Wände. In den meisten Karstgebieten ist es der Kalk, am Südharz jedoch neben dem Dolomit der Gips. Wie ja oben beschrieben besteht der Iberg, entstanden aus einem Korallenriff, aus Kalkstein. Die Gletschertöpfe hier auf dem Iberg sind also durch Gesteinsauflösung entstandene Hohlformen.
Erklärung:
Die zumeist aus Karbonatgesteinen aufgebauten Karstgesteine sind vorwiegend durch Lösungs- und Kohlensäureverwitterung sowie Ausfällung von biogenen Kalksteinen und ähnlichen Sedimenten mit hohen Gehalten an Calciumcarbonat (CaCO3)entstanden. Die Gesteine werden durch Kohlensäure gelöst.
Regenwasser mit einem pH-Wert unter 7 gilt als sauer. Dies geschieht durch Aufnahme von Kohlenstoffdioxid CO2. Chemisch ausgedrückt reagiert das CO2 der Luft mit dem Wasser und bildet teilweise Kohlensäure (H2CO3). Die Kohlensäure dissoziiert nun in HCO3- und H+ und ist so in der Lage, den Kalk (CaCO3) zu lösen. Durch in das Gestein eindringendes, kohlensäurehaltiges Wasser entstehen Gänge und Hohlräume, so wie diese Gletschertöpfe hier.
Logbedingungen
Um diesen Earthcache zu loggen beantwortet bitte folgende Fragen:
1. Wieviele Gletschertöpfe könnt ihr vor Ort entdecken?
2. Beschreibt mir die Größe, Durchmesser und Beschaffenheit der Gletschertöpfe!
3. Schau dir die Gletschertöpfe vor Ort genau an und beschreib mir welche meiner Behauptungen zur Entstehung richtig ist. Begründe deine Aussage!
Beantwortet mir die Fragen übers Kontaktformular von meinem Account
(ihr dürft mailen und dann loggen, ich melde mich wenn mit den Antworten etwas nicht stimmen sollte!)
OPTIONAL:
Über ein Foto von euch oder eurem GPS würde ich mich freuen.
(nach den neuesten Guidelines keine Logbedingung mehr)
In der Nähe ist noch der Tradi "GCNZ2G Gletschertöpfe" von Verstaerkung
Quellen:
www.harzlife.de
www.braunschweig-touren.de
www.harzregion.de
www.karstwanderweg.de
www.mineralienatlas.de
Grafik: eigene