Hostato
Die Hostatostraße ist neben der Bolongarostraße und der Emmerich-Josef-Straße eine der drei ost-westlichen Hauptachsen in Frankfurt-Höchst. Sie verläuft zwischen der Königsteiner Straße und dem Dalbergplatz im Osten und der Leunastraße im Westen Höchsts als breite einspurige Einbahnstraße, der Verkehr wird in Ost-West-Richtung geführt. Auf dem Höchster Stadtplan aus dem Jahr 1898 wurde die Straße noch als Kaiserstraße benannt; im Zuge der Eingemeindung Höchsts nach Frankfurt 1928 wurde sie nach dem sagenhaften Gründer Höchsts, dem Ritter Hostato umbenannt.
Hostato war der Sage nach der erste Vogt von Höchst am Main. Als einziger soll der Knappe des Ritters Roland, eigentlich Hruotland, die Schlacht von Roncesvalles überlebt und dem König die Nachricht über die Niederlage überbracht haben. Dieser soll ihn daraufhin sofort zum Ritter geschlagen und zum Vogt von Höchst ernannt haben – dem Ort, an dem Karl der Große gerade Lager hielt.
Die Hostatosage wurde vom Dichter Calaminus (1547–1595) in einem Gedicht überliefert. Der Höchster Stadtpfarrer Emil Siering (†1899), der 1890 eine erste Geschichte der Stadt Höchst und der Justinuskirche veröffentlichte, übernahm Calaminus' Gedicht in sein Werk.
An Hostato erinnert heute die Hostatostraße und die Hostatoschule in Höchst, sowie ein Bildnis im Bolongaropalast. Auch der Markenname Hostalen für ein Polyolefin der LyondellBasell führt Hostato als Namensbestandteil.
Die Hostatostraße gliedert sich in zwei Hauptbereiche. Zwischen Dalbergplatz und Antoniterstraße ist sie eine Einkaufs- und Geschäftsstraße, in der sich verschnörkelte Gründerzeitbauten und moderne Zweckbauten aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg abwechseln. Neben einigen Bankfilialen handelt es sich bei den Gewerbebetrieben vorwiegend um Einzelhandelsgeschäfte. In den oberen Etagen der Häuser befinden sich Verwaltungsräume, Praxen und Wohnungen.
Auf der südlichen Seite der Hostatostraße zwischen Justinuskirchstraße und Antoniterstraße befindet sich der Bau der Höchster Post, das ehemalige Postamt 80, der vorwiegend aus der Gründerzeit stammt. Schräg gegenüber auf der nördlichen Straßenseite wird die Hostatostraße vom wuchtigen Bau der neuromanischen Josefskirche aus dem Jahr 1909 bestimmt.
Zwischen Antoniterstraße und Leunastraße bestimmen Wohnbauten aus der Gründerzeit in unterschiedlichem Bauzustand das Bild der Hostatostraße. Dieser Abschnitt entstand erst Anfang des 20. Jahrhunderts als Teil des Höchster Westends, einem Viertel für höhere Angestellte der Hoechst AG. Bis auf einige Arztpraxen und eine Apotheke ist hier kein Gewerbe mehr anzutreffen.
Ich bitte Euch auch mit der Umgebung und dem Logbuch ordentlich umzugehen, damit auch die nachfolgenden Cacher noch etwas von dem Cache haben.