Julia war auf dem Dachboden und sortierte die Sachen ihres kürzlich verstorbenen Opas. Unglaublich, was der für einen Krempel aufgehoben hat. Na ja, nicht ganz zu Unrecht galt er allgemein als Sonderling und schräger Kautz. Viele mieden ihn, weil er ihnen nicht ganz geheuer war und es wurden merkwürdige Dinge über ihn erzählt. Das Schrägste, was Julia gehört hatte, war die Sache mit dem Schatz, den er angeblich aus seiner Zeit in Südamerika mitgebracht haben sollte. Nee, dachte Julia, Opa Richard hatte doch keinen Schatz. Man muss doch nur mal das Haus ansehen, um zu sehen, dass er nicht reich war. Dabei zog sie den Reißverschluss ihrer Jacke höher, denn der Novemberwind pfiff eisig durch die Löcher im Dach. Sie hatte Opa Richard immer gern gehabt und ihn so manches Mal im Kreis der Familie verteidigt. Zu ihr war er immer nett gewesen. Sie hatte es gemocht, wenn er ihr von seinen phantastischen Reiseabenteuern erzählte, in denen er sich als so eine Art Indiana Jones darstellte. Gemeinsam hatten sie häufig kniffelige Rätsel gelöst. Opa konnte sich immer neue Aufgaben ausdenken und viele waren verdammt harte Nüsse. Traurig dachte sie an die vielen Haselnüsse, die sie vor dem Haus unter dem Baum gesehen hatte...
Plötzlich fiel ihr Blick auf eine Kiste, die zwischen seinen alten Malersachen stand. An der Kiste klebte ein Zettel. „Für Julia“ stand da drauf. Sofort schob sie allen anderen Plunder zur Seite und zog die Kiste zu sich heran. Mit klopfendem Herzen öffnete sie den Deckel. Was da wohl drin ist? Zuerst sah sie ein merkwürdiges Gerät mit Schaltern, Knöpfen und einer Anzeige. Daneben lag ein zusammengefalteter Zettel. Sie faltete ihn auseinander und erkannt sofort Opas zuletzt doch recht zittrig gewordene Handschrift.
Liebe Julia,
du hast als einzige in der Familie immer zu mir gehalten. Deshalb sollst du die Erbin meines Schatzes sein. Natürlich ist er nicht hier im Haus. Wie es sich für einen Schatz gehört, ist er an einem geheimen Ort versteckt. Der Tesor-o-mat wird dich hinführen. Damit niemand anderes ihn verwenden kann, habe ich ihn verHEXt. Du musst, wenn du ihn eingeschaltest hast, erst einen Code eingeben.
Den bekommst du mit folgenden Informationen:
rgb 32, 81, 150
rgb 113, 85, 33
rgb 5, 131, 152
Wenn der Code stimmt, zeigt dir der Tesor-o-mat die Entfernung zum Schatz an. Nichts weiter. Keine Richtung und erst Recht keine Koordinaten. Aber ich bin sicher, dass du den Schatz trotzdem finden wirst.
Ich hoffe, dass er dir Glück bringt,
dein Opa
Eine Zeit lang saß Julia wie versteinert da. Das war ja DER Hammer! Unglaublich, dann stimmten die Gerüchte über den Schatz also doch. Aber was meinte Opa bloß mit dem Code? Sie dachte nach. Dann hörte man eine ganze Weile nichts als das Tippen ihres Fingers auf dem Handy. Schließlich beugte sich über die Kiste und betrachtete forschend den Tesor-o-mat. Dieser Knopf hier sah aus, wie ein Schalter. Sie drückte ihn. Das Gerät fing an, leise zu brummen. Die Anzeige tauchte den Dachboden in blasses rotes Licht. Dann begann sie, den Code einzugeben...
Wenn ihr euch an der Schatzsuche beteiligen wollt, aber nicht den Tesor-o-mat von Opa Richard zur Hand habt, braucht ihr eine Wherigo-Cartridge, die ihr hier herunterladen könnt. Ihr könnt die Suche von überall auf der Welt beginnen; sinnvoller ist es aber, im Umkreis von wenigen km um die angegeben Koordinaten zu starten.
Nach dem Start der Cartridge müsst ihr denselben Code eingeben wie Julia. Er besteht aus 3 Zeilen mit je 6 Zahlen.
Notiert ihn euch und nehmt ihn mit; ihr braucht den Code, falls das GPS oder Smartphone unterwegs abstürzt. Aufgabe ist es, die Entfernung so selten wie möglich zu erfragen und den Cache nur mit Hilfe dieser Entfernungsangaben zu finden.
Kinder dürfen gerne eine Goldmünze mitnehmen.
(C) Die Cartridge wurde von -Waldmeister- erstellt und mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Vielen herzlichen Dank dafür!