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Stockkämpen Traditional Cache

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eigengott: Da hier keine Wartung durch den Owner durchgeführt wurde bzw. keine Rückmeldung kam, archiviere ich das Listing.

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Hidden : 8/30/2015
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Hinweis zu Naturschutzgebiet / Biotop: Da sich der cache im Naturschutzgebiet befindet. Üblicherweise ist das Betreten von Naturschutzgebieten und Biotopen abseits der Wege nicht erlaubt und auch das Klettern an Bäumen untersagt.


Tipp: Zur Fronleichnamsprozession werden entang der Prozessionsstrecke, im Wald neben der Kirche, schöne Blumenbilder gelegt. Wünderschön!!

Die Zahl der Katholiken war durch die Reformation, die sich nach und nach auch der Grafschaft Ravensberg durchsetzte, immer kleiner geworden, die ehemals katholischen Gotteshäuser wurden von Protestanten genutzt. Als erste wurde 1538 die Kirche in Borgholzhausen protestantisch. Im Wesentlichen waren nur die Bewohner der vier Gutshöfe und Schlösser Tatenhausen, Holtfeld, Brincke und Halstenbeck sowie wenige Bürger katholisch geblieben. Die Zahl der Katholiken im Sprengel bewegte sich zwischen 400 und 600 Personen. Einziges katholisches Gotteshaus war die Schlosskapelle von Tatenhausen, wo ab 1666 der Franziskaner Dionysius Budde als Schlossgeistlicher amtierte. Am 15. Juni 1689 kauften die beiden Adelshäuser Holtfeld (Franz Wilhelm Freiherr von Wendt) und Tatenhausen (Friedrich Matthias Freiherr von Korff-Schmising) für 560 Reichstaler ein Grundstück auf dem Stockkampe - der Legende nach genau auf der Mitte zwischen ihren Schlössern und daher im freien, mit Heide und Eichwald bewachsenes Gelände -, um dort eine Kirche zu errichten. Zunächst wurde das Pfarrhaus gebaut, das den Bauarbeitern als Unterkunft diente, daraufhin ab 1691 die Kirche. Protestantische Bauern aus der Umgebung warfen die Ausschachtungen in der Nacht wieder zu, später rissen sie die von den Patres gepflanzten jungen Bäume heraus; erst eine Strafandrohung durch den zuständigen Drosten beendete dieses Treiben. Die Kirche wurde am 30. September 1696 nach fünfjähriger Bauzeit durch Otto Wilhelm Freiherr von Bronckhorst zu Gronsfeld, Weihbischof in Osnabrück, geweiht. Patron wurde der Evangelist Johannes. Für die Wahl des Kirchenpatrons war maßgeblich, dass die protestantisch gewordene Kirche in Halle ebenfalls dem heiligen Johannes geweiht ist, wobei nicht klar ist, ob es sich dabei um Johannes den Täufer oder Johannes den Evangelisten handelt. Die Adelshäuser verpflichteten sich, für den Unterhalt der Kirche und der Seelsorger einzustehen. Tatenhausen sollte jährlich 50 Thaler zahlen, Holtfeld 110 Thaler. Die Seelsorge wurden von den Franziskanern der „Sächsischen Franziskanerprovinz vom heiligen Kreuz“ übernommen, die in Stockkämpen eine „Residenz“, ein kleineres Kloster mit einem niedrigeren kirchenrechtlichen Status als ein „Konvent“, zunächst mit zwei und später mit drei Patres und jeweils einem Laienbruder besetzten. Sie wohnten im Pfarrhaus. Der Klosterobere trug den Titel „Präses“ und war der Pfarrer der neuen Kirchengemeinde. Die Gründung eines Klosters im Range eines Konventes unter Leitung eines Guardians hätte nicht im Einklang mit den bestehenden Religionsverträgen der Grafschaft Ravensberg gestanden. Die ersten Franziskaner in Stockkämpen waren P. Hieronymus Boller, P. Bonifatius Brandis und Bruder Simon Kock. Zum Pfarrbezirk gehörten Halle, Hörste, Versmold, Borgholzhausen, Brockhagen und Werther. Neben der Pfarrseelsorge nahmen die Franziskaner auch weiterhin die Stellung von Hausgeistlichen in den adeligen Häusern wahr. Von der Auflösung der Klöster infolge der Säkularisation anfangs des neunzehnten Jahrhunderts war Stockkämpen zunächst nicht direkt betroffen, da es von den Behörden wohl nicht als Kloster betrachtet wurde. Die Orden durften jedoch keine neuen Novizen mehr aufnehmen. Die Franziskaner zogen sich 1848 aus Personalmangel aus Stockkämpen zurück. Bereits seit 1825 war der zweite Seelsorger ein Weltgeistlicher. Ab 1849 versahen Diözesanpriester den Dienst. 1826 war die Pfarrei Stockkämpen vom Bistum Osnabrück auf das Bistum Paderborn übergegangen, nachdem sie im Rahmen der Neuabgrenzung der Bistumsbereiche in Preußen 1825 zunächst vergessen worden war. 1849 erfolgte der Bau des neuen Pfarrhauses, da das „Klösterchen“, baulich immer eher schlicht, sehr heruntergekommen war; einer der Franziskaner hatte es einmal als tugurium, Taubenschlag, bezeichnet, und mancher von ihnen hat in Stockkämpen seine Gesundheit eingebüßt. Das Pfarrhaus, mehrfach umgebaut, stand nun ganz als Schulgebäude zur Verfügung und dient heute als Pfarrheim. Im 19. und 20. Jahrhundert nahm die Zahl der Katholiken in Ravensberg wieder zu. 1862 wurde als erste die Pfarrei St. Michael Versmold von Stockkämpen abgetrennt und errichtet. 1908 wurde der Grundstein zur katholischen Herz-Jesu-Kirche in Halle gelegt, die dortige Pfarr-Vikarie wurde 1949 selbständige Pfarrei. Heute gehören zum „Pastoralverbund Stockkämpen“ im Erzbistum Paderborn die fünf Pfarrgemeinden St. Marien u. St. Nikolaus Borgholzhausen-Brincke, Herz-Jesu Halle mit St. Michael Werther, St. Hedwig Steinhagen, St. Johannes Evangelist Stockkämpen und St. Michael Versmold. Stockkämpen ist gewissermaßen deren Mutterpfarrei und gab dem Pastoralverbund den Namen. Daher feiern die Katholiken im Altkreis das Fronleichnamsfest mit einer gemeinsamen Prozession in Stockkämpen.

Additional Hints (Decrypt)

Yvaxrf Jnaqrejrtfpuvyq

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)