Unter der bis zu sechs Meter dicken Erdschicht des Geländes lagert der Müll, der zwischen 1902 und 1996 in Stuttgart angefallen ist. Bis 1965 hat die Landeshauptstadt ihren Abfall in unbehandelter Form ins Erbachtal zwischen den beiden Waiblinger Stadtteilen gekippt. Ab 1965, als die Müllverbrennung in Stuttgart-Münster in Betrieb ging, kamen Asche und Schlacke ins Tal.
Beide Müllfraktionen waren für die Anlieger nicht ohne Probleme. In den 50er und 60er Jahren stand „der Stuttgarter Dreck“ – so nannten die Leute in Hohenacker und Neustadt die Mülldeponie – mehrmals in Flammen. Wenn der Wind ungünstig wehte, gelangte der beißende Rauch in die Wohngebiete. Später, als der Müll in verbrannter Form ins Erbachtal gelangte, machten andere erschreckende Nachrichten die Runde: Die Asche enthalte Dioxine und Furane – also hochgiftige Stoffe, die ins Grundwasser, in den Erbach und in die Luft gelangen.
Der Anwohnerprotest, der sich aus dieser Belastung entwickelte, führte in den 80er Jahren dazu, dass die Stadt Waiblingen die umgehende Schließung der Deponie verlangte. Die Forderung wurde zur Enttäuschung der Anwohner und der Stadtverwaltung sowohl vom Stuttgarter Regierungspräsidium als auch vom Waiblinger Landratsamt zurückgewiesen. Auf dem Verhandlungsweg erzielten die Waiblinger später dennoch einen Erfolg. 1989 vereinbarten sie mit Stuttgart, dass die Deponie 1996 das Ende ihrer Laufzeit erreicht habe und umgehend rekultiviert werde. (Quelle: www.stuttgarter-nachrichten.de)
Bis heute sind nur wenige Bereiche für die Öffentlichkeit freigegeben.
Wer sich näher interessiert, kann sich zum Beispiel hier informieren:
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nachnutzung-gesucht-ueber-die-muellberge-ist-gras-gewachsen.330f57fa-038d-4f34-a047-6ba96e117167.html
Bitte beachten: Die Bahngleise müssen nicht betreten werden. Es befindet sich ein Park&Ride-Parkplatz in der Nähe auf der Hohenacker-Seite. Die Gleise müssen nicht überquert werden.