Monsilienburg
Bei Wellen liegt die Monsilienburg, die allerdings nur noch aus sieben Erdwällen besteht, die sich in einer sehr ursprünglichen Landschaft befinden. Die Geschichte der Monsilienburg beginnt bereits im 8. Jahrhundert. Insgesamt wurden an der Stelle im Laufe der Zeit drei Burgen gebaut. Die dritte entstand etwa 1070. Ihre Baupläne decken sich mit denen des Tower in London, der ebenfalls um diese Zeit entstanden ist. Die Burg wurde im Jahre 1212 während der Kämpfe der Stedinger gegen den Erzbischof von Bremen von den Stedingern zerstört.
Sage von Monsilienburg
In den Harzer Bergen lebte eine Hexe und Zauberin, die drei Söhne hatte. Es waren nichtsnutzige Burschen, die sich jahrelang herumtrieben ohne etwas Vernünftiges zu tun. Eines Tages sagte die Mutter zu ihnen: "Ihr seid jetzt erwachsen genug und sollt in die Welt ziehen. Wer als erster zurückkommt und mir eine Schwiegertochter mitbringt, der wird meines Kochbuchs Erbe." Das Kochbuch war aber nichts anderes als das alte Zauberbuch der Hexe. Der jüngste der drei Söhne hieß Monsilie. Er zog in den Norden Deutschlands und suchte sich in der Nähe von Beverstedt eine alte Burgstelle, wo er als hässlicher Zwerg hauste. Eines Tages kam ein junges Mädchen aus Wellen. Es war ein heißer Sommertag und das Mädchen nahm in der Lune ein erfrischendes Bad. Als es aus dem Wasser kam, waren seine Kleider verschwunden. Statt dessen stand am Ufer ein hässlicher Zwerg und sagte: "Du bekommst deine Kleider zurück, aber wenn du über's Jahr meinen Namen nicht kennst, musst du meine Frau werden. Das Mädchen war mit allem einverstanden, wenn es nur seine Kleider zurückbekam. Aber das Jahr verging schnell und eines Tages war es nur noch eine Woche bis zu dem entscheidenden Termin. Da geschah es, dass der Bruder des Mädchens zufällig bei der Monsilienburg vorbeikam, plötzlich müde wurde und sich zum Schlafen hinlegte. Er wurde von einem merkwürdigen Sinsang geweckt und sah einen Zwerg, der von einem Bein auf das andere sprang und sang, dass er bald ein Mädchen freien werde und der Refrain des Liedes lautete: "Oh, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Monsilie heiß!". Da ging der junge Mann schnell nach Hause und rief seiner Schwester schon von weitem den Namen des Freiers zu. So konnte sie dem Zwerg einige Tage später sagen: "Ich kenne deinen Namen, du heißt Monsilie!". Daraufhin spang der Zwerg wütend in die Büsche und ward nicht mehr gesehen. Eine goldene Kette, die er dem Mädchen am Tage ihrer ersten Begegnung geschenkt hatte, ist noch lange ein Erbstück in der Familie gewesen.
Empfehlung
Wir waren schon sehr häufig in der Monsilienburg. Es ist wirklich ein sehr schöner Ort zum spazieren gehen oder auch um die Hunde auszuführen. Die Umgebung wirkt Märchenhaft und lädt zum verweilen ein.
Hier handelt es sich um ein Naturschutzgebiet, die offiziellen Wege müssen zu keiner Zeit verlassen werden.