Im beschaulichen Örtchen Obernhain am Rande des Hintertaunus ist es Brauch, dass die ortsansässigen Tiere einmal im Jahr zu ihrem animalischen Rat zusammenkommen. Da werden allerhand wichtige Angelegenheiten besprochen und das ganze endet meist ausgelassen und feuchtfröhlich. Wie jedes Jahr versuchen natürlich Tiere aus anderen benachbarten Ortschaften, Wäldern und Feldern, sich einzuschmuggeln. Schließlich gibt es immer einiges zu spionieren und das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz.
Um dies zu verhindern wurde vergangenes Jahr beschlossen, diesmal eine Parole bekanntzugeben ohne die es keinen Einlass geben wird. Der etwas alterssichtige, aber dennoch furchteinflößende Bär Bruno erklärte sich bereit, die Rolle des Türstehers zu übernehmen.
So treffen sich just in diesem Moment die Tiere an ihrem geheimen Versammlungsort. Nach und nach trudeln Fuchs, Wildschwein & Co. ein und werden vom Bär Bruno eingelassen.
Auch der Adler Horst machte sich auf den Weg - allerdings mit einem etwas mulmigen Gefühl in der Magengegend. Denn dummerweise hat er nicht mitbekommen, wie die Parole bekanntgegeben wurde. Zu sehr war er damit beschäftigt, am Himmel zu kreisen und Ausschau nach aufblitzenden Petlingen und dergleichen zu halten. FTF´s kommen schließlich nicht von alleine… Sei´s drum, der Bär sollte ihn ja wohl erkennen!
An der Tür angekommen versuchte er es daher erst locker flockig: „Hey Bruno, alte Socke! Na, alles fluffich im Pelz?“ Gleichzeitig versuchte er dreist, an ihm vorbeizuflattern, wurde aber jäh gestoppt: „Wer bist du? Ich kenn dich nich! 12 - wie lautet die Parole?“
„Oooch Bruno“, lamentierte der gekränkte König der Lüfte, „kannste da nicht mal ´ne Ausnahme machen? Kennen uns doch schon so…“ „NEIN!!!“, fuhr ihm der Bär dazwischen und stellte sich auf die Hinterbeine. Der alte Haudegen nahm seine Aufgabe anscheinend sehr ernst. „Und wenn du glaubst, dich durchraten zu können, dann rate ich dir lieber gleich zu verschwinden, sonst rupf ich dir das Gefieder!“
Das saß! „Seniler sturer Kerl!“, dachte sich der Adler Horst und zog von dannen. So leicht wollte er allerdings nicht aufgeben und bezog auf einer nahgelegenen Tanne Position. Von dort aus beobachtete er den Eingang.
Kurze Zeit später kam Harry Hase zur Höhle. Der Bär erschien wieder und sagte: „28 - was ist deine Antwort?“ Der Hase sagte: „14“ und wurde eingelassen. Einen kurzen Moment später kam ein junger Hirsch und nun sagte der Bär: „8, was ist deine Antwort?“ Der Hirsch antwortete mit 4 und wurde eingelassen. Im schlauen Kopf des Adlers begann es zu arbeiten, so richtig traute er der Sache aber noch nicht… Etwas später stand ein Fuchs vor der Höhle. Bruno fragte ihn: „16 - wie lautet die Parole?“ Der Fuchs sagte 8 und auch er wurde eingelassen.
Nun glaubte er aber genug spioniert zu haben, plusterte sich auf und landete vor der Höhle. Der Bär stellte sich ihm erneut in den Weg und fragte: „Du schon wieder… 12 und was ist nun deine Antwort?“ „Na 6 natürlich!“, antwortete Horst und wollte weiterlaufen. Doch ehe er sich versah, stürzte sich der Bär mit Gebrüll auf ihn. Nur mit Mühe konnte der Adler ihm ausweichen und begab sich flugs in eine sichere Höhe.
Grübelnd zieht er nun hoch droben seine Kreise über Obernhain, wenn ihr genau hinkuckt, könnt ihr ihn vielleicht erspähen…
Aber was wäre denn nun richtig gewesen? (A)
N 50 16.(Ax99)+7 E 008 32.(A+A)x87+39
Einen Checker gibts nicht. Stellt euch wacker Brunos Urteil...