Tobel im Mitteljura
Steilwandige, schluchtartige Kerbtälchen werden Tobel genannt. Sie bilden sich dort, wo das Gestein von den Bächen leicht abgetragen (erodiert) werden kann. Hier am Stauferbach lässt sich im Kleinen beobachten, wie fließendes Wasser die Landschaft formt.
Zwischen dem Ermstal im Westen und der Lenninger Lauter im Osten bildet der Mitteljura (Braunjura) einen breiten und mächtigen Saum am Fuß der Alb. Schon die unterste Schicht, der Opalinuston (Braunjura α) ist über 100 Meter mächtig. Der erste Teil des Ströhmfeldwegs ab Metzingen führt durch diese geologische Schicht. Ab dem Wasserbehälter am Metzinger Weinberg bewegen wir uns im zweiten Abschnitt des Mitteljuras, im Niveau des rund 65 Meter mächtigen Ludwigientons (Braunjura β).
Die Formenvielfalt entsteht durch den Wechsel weicher und harter Gesteinsschichten. Die weichen können vom fließenden Wasser leicht ausgeräumt werden, die härteren werden so seitlich unterspült, brechen ab, rutschen den Hang hinunter und sind als Bruchstücke im Bach zu finden. Die sogenannten Wasserfallschichten, harte Sandmergelbänke im obersten Opalinuston, verursachen einen kleinen Wasserfall etwa 125 Meter von hier bachabwärts.

Parken: Man kann an vielen verschiedenen Stellen parken. Ich habe unten nur einen angegeben. Es gibt auch Parkplätze an denen man weniger laufen muss. Das ist allein eure Entscheidung wie ihr laufen wollt.
Aufgaben:
1. Der Stauferbach hat sich mit vielen kleinen Mäandern in den Untergrund eingeschnitten. Wie geschah das?
2. Was liefern die Mitteljuratone?
3. Was haben die Mäander gebildet?
4. Im Bachbett kann man Bruchstücke der härteren Gesteinsschichten sehen, die schlecht transportiert werden können. Wie können die Bruchstücke transportiert werden?
5. Sieh dir die Abtragung an. Was wurde alles abgetragen?
6. Optional: Ein Bild von euch an dieser Stelle.
Sendet mir die Antworten auf die Fragen an "silka03.earthcache@gmail.com". Nicht in euren Log!!!
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Viel Spaß!

Quelle: wege.albverein.net