Nachdem 1835 die erste dampfbetriebene Eisenbahn durch Deutschland fuhr, glaubte niemand, dass damit eine neue Epoche in Deutschland angebrochen war. Und Deutschland gab es ja auch noch gar nicht. Zwischen 1815 und 1866 gab es den Deutschen Bund, einen lockeren Staatenbund von Fürstentümern, Herzogtümern, Königreichen und Freien Städten.
Und trotz dieser Kleinstaaterei entwickelte sich die Eisenbahn rasant.
Schon 10 Jahre später, am 06.02.1845 wurde zwischen dem Kurfürstentum Hessen-Kassel, dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt und der freien Stadt Frankfurt am Main ein Staatsvertrag zum Bau einer Eisenbahn zwischen Kassel und Frankfurt, der Main-Weser-Bahn, geschlossen. Die Bahn sollte fast 200 km lang werden. In Zeiten der Postkutsche waren das fast "Unendliche Weiten". Und schon damals konnten die Ingenieure nicht den besten Verkehrsweg nutzen. Müssen heute bei der Planung von neuen Verkehrswegen Einsprüche von Bürgern, Initiativen und vor allem Naturschutzverbänden beachtet werden, waren es damals die Einsprüche der überwiegend absolutistisch regierenden Monarchen.
Eigentlich sollte der Bahnhof in Friedberg ungefähr an der heutigen Seewiese liegen und der in Bad Nauheim am Fuße des Johannisberges. Doch der eine Fürst hasste die neue Technik und wollte seine Ruhe haben, der andere Fürst war technikverliebt und wollte die Dampfbahn von seinem Fenster aus bewundern können.
Aus diesem Grunde musste der sehr kostspielige Rosentalviadukt in Friedberg gebaut werden.
Quelle: Alfred Kerber - Friedberg - Deine Bahn; Peter Schubert & Uwe Lischewski - Der Viadukt
Damals war es die einzige Eisenbahnbrücke in Friedberg. Heute gibt es mehr als 10 Brücken, mit denen Straßen die Eisenbahnen queren.
Nirgendwo muss man sich dem Gleisbereich nähern.
Kein Cache liegt auf dem Betriebsgelände der Eisenbahn.
Brücke 07
Ähnlich der Brücke 05 gibt es hier einen Brückenkomplex für eine größere Anzahl von Gleisen. Insgesamt unterfährt man hier 12 Gleise. Es handelt sich um Gleise der Strecken Friedberg - Friedrichsdorf und Friedberg - Hanau sowie der Main-Weser-Bahn. Gleichzeitig verlaufen hier die Gleise der Ausleitungen zum Güterbahnhof.