Vorwort
Ich habe sie nicht gezählt, die Stunden die ich damit verbracht habe Rätsel zu lösen und zu testen. Manchmal werde ich auch als Knobel-Beraterin hinzugezogen und zermartere mir das Hirn, gebeugt über Logicals, Mysteries und Hieroglyphen… Ja oft spüre ich den Druck, ich sollte mir nicht zu lange Zeit lassen, den es brennt unter den Casher-Nägeln. Doch jetzt ist der Moment gekommen, wo ich mich revanchiere: Für all die Stunden Freude und Erleuchtung.
Liebs Mami, liebe Papi
Diese Knobel-Geschichte ist für euch! Ihr begeistert uns mit eurer Leidenschaft und den lustigen, spannenden und herzlichen Geschichten die ihr während des Geocachings erlebt. Sollte diese Widmung an euch (wie bereits angedroht) tatsächlich online gehen, hier ein Wort oder zwei an euch und die restliche Geocaching-Familie:
Ich entschuldige mich, sollte dieses Rätsel nicht so recht in die Landschaft passen… Little Eagle resp. Mrs. Marple Junior (aka ich) verfügt leider über keinerlei Erfahrung im Geogaching-Business. Ich kann euch aber versprechen, dass ich genau so viel Herzblut und Denkerschweiss investiert habe, wie es viele von euch auch immer wieder tun! So etwas schüttelt man nicht einfach so aus dem Ärmel. Dank diversen „Müsterlis“ über euch, eure Rätsel, Verstecke und Tricks konnte ich mir ein Bild darüber machen mit wieviel Leidenschaft ihr dieses Hobby (wen man es so nennen darf) betreibt!
Ich hoffe ihr habt Freude an meinem Erstling…
Herzliche Grüsse und Winke-Winke Stephanie
Achtung: Im Listing befinden sich Links , welche zu externen Dateien führen, die beim Lösen des Rätsels hilfreich sein können. Die Cachebesitzer versichern, dass diese Dateien ungefährlich sind. Die Dateien und ihr Inhalt wurden nicht von Groundspeak oder einem Geocache Reviewer auf schädlichen Inhalt überprüft und werden auf eigene Gefahr heruntergeladen.
Um Koordinaten zu berechnen ermittelt ihr den Zahlenwert der Buchstaben der gefundenen Lösungsworte
(A = 1 bis Z = 26) Umlaute werden umgewandelt Ä = AE etc. und bildet daraus die Quersumme (QS) oder iterierte Quersumme (qs).
Um allfällige Denk- oder Rechenfehler einfacher zu finden, weise ich bei allen Koordinaten die Quersumme zum Vergleichen aus.Lösungsblatt für Meisterdetektive
Mit wikipedia, google maps und streetview solltet ihr mehrheitlich gut über die Runden kommen.
Mrs. Marple – Es kann mehr als eine geben!
Alles beginnt an einem regnerischen Sonntag. Unsere liebe Mrs. Marple kommt gerade zurück von einem Ausflug in die Pampa. Frierend und durchnässt ist sie gerade dabei sich eine Tasse Tee zuzubereiten als das Telefon klingelt. „Ausgerechnet jetzt…“ murmelt sie bevor sie antwortet „Ja? Hier Marple!“.
„Ähh guten Tag gnä‘ Frau! Hier spricht Kommissar McPoll… Scotland Yard“ Na toll…“ brummt Mrs. Marple. „Nein, POLL nicht TOLL… McPoll um genau zu sein!“ schallt es durch den Hörer. „Ja, ja… schon klar! Was kann ich für Sie tun Kommissar McPoll?“. Es ist immer dasselbe, nie hat man seine Ruhe! Wie so oft gibt es auch heute keinen warmen Tee sondern wahrscheinlich eher eine kalte Leiche. „
Nun ja… es handelt sich um eine Sache höchster Geheimhaltung… ich hoffe Sie verstehen, dass ich zuerst sicher gehen muss, dass ich wirklich mit der berühmten Mrs. Marple spreche, ja?“. „Schiessen Sie los…“ knurrt Mrs. Marple. Der Kommissar wirkt irritiert, beginnt aber damit seine Fragen zu stellen:
McPoll: „Wie lautet Ihr Vorname?"
Mrs. Marple:„____A____“
McPoll: „In welchem Jahr lösten Sie Ihren ersten Mordfall?“
Mrs. Marple: „____B____“
McPoll: „Name Ihrer ‘Mutter’?
Mrs. Marple: „____C____“
McPoll: “Was war auf der Tapete in ihrem Kinderzimmer?“
Mrs. Marple: „____D____“
McPoll: „Ihr liebstes Hobby?“
Mrs. Marple: „____E____“
McPoll: „Wie alt waren Sie als Sie nach Florenz gingen?“
Mrs. Marple: „____F____“
Der Kommissar seufzt zufrieden „Okay… das sieht nicht schlecht aus… eine letzte Frage noch: „Den Mordfall den Sie im Internat für schwer erziehbare Jugendliche lösten… wie war nochmal der Name des Opfers?“. Mrs. Marple runzelt die Stirn und antwortet nach kurzem Überlegen „Der Name war ____G____“
„Gut… sehr gut… Ich denke ich kann es wagen, Ihnen etwas mehr zu verraten… Es handelt sich um einen Mord… ist schon ein paar Tage her und wir kommen einfach nicht weiter! Wir brauchen Ihre Hilfe! Wir treffen uns morgen um 17.00 Uhr an folgendem Ort:
Nord (A+2) (B+4) ° (C-1) (D-5) . (E-6) (F) (G+6) / West (A-3) (B+1) ° (C-3) (D) .E-4 (F-4) (G+5)
Das Wetter soll gut sein! Aber was heisst das schon“ Mrs. Marple vernimmt nur noch ein mädchenhaftes Kichern bevor Kommissar McPoll den Anruf beendet.
Nach einer kurzen und unruhigen Nacht macht sich Mrs. Marple auf zum Treffpunkt. Der Weg ist lang und beschwerlich, das Wetter „typisch“ und unsere Heldin kommt bereits total erschöpft und zerzaust am Treffpunkt an. Sie schaut sich nach dem Kommissar um und erspäht ihn neben einem alten limettengrünen VW-Bus auf dem Parkplatz.

Hinter dem Bus in der Ferne erspäht Mrs. Marple eine Insel „Ahhh… Die Insel ____H____, ich war schon ewig nicht mehr hier! Guten Tag Kommissar McPoll! Sagen Sie mal… befindet sich auf der Insel immer noch die grösste Kolonie von ____I____ in ganz Grossbritannien?“ Der Kommissar wirkt verdutzt „Also entschuldigen Sie bitte! Wie haben Sie mich gerade genannt?“. „Doch nicht Sie! Die Vögel! Ach vergessen Sie’s… sagen Sie mir doch was hier los ist?“ der Kommissar scheint es auf den Ohren zu haben, ist aber zum Glück leicht abzulenken.
„Ähm.. hier? Eigentlich nicht viel… jedenfalls nicht um diese Uhrzeit… Die Touristenboote fahren nur bis ____J____ Uhr nach drüben. Ich habe sie hierher gebeten weil dieses Restaurant da drüben meine liebste Lebensmittelgruppe zubereitet: ____K____! Ich habe einen riesigen Kohldampf!“ sagt der Kommissar und marschiert gen Eingang des Restaurants, gefolgt von Mrs. Marple, die sich nichts schlimmeres vorstellen kann, als dem Kommissar beim Essen zuzusehen.
Zufrieden mampfend setzt Kommissar McPoll unsere Mrs. Marple über den Mordfall ins Bilde: „Das Opfer heisst Fasil ibn Said. Er wurde ermordet… Ich habe ihnen eine Kopie der Akten aus der…ähm, wie heisst das nochmals… der Raum in dem die sichergestellten Gegenstände aufbewahrt werden? Ah… ____L____! Natürlich! Jedenfalls, ich und die Kollegen…“
„Moment…“ Mrs. Marple zwingt sich den Kommissaren anzuschauen „…sind Sie denn sicher, dass das Opfer ermordet wurde?“. Der Kommissar zerteilt gerade fachmännisch sein Leibgericht und blickt vom Teller auf „Oh ja… kein Zweifel… sein toter Körper wurde ganz in der Nähe von hier gefunden…“ nach einem weiteren Bissen fügt er an „… von seinem Kopf fehlt immer noch jede Spur!“. Der Kommissar schildert die grausigen Details und schiebt eine Mappe über den Tisch. Er hebt seine Hand erst nachdem er sich gründlich umgesehen hat. Mrs. Marple öffnet die Mappe und schaut sich die Dokumente an: Fotografien des Tatorts, Obduktionsbericht, Informationen über das Opfer, Zeugenaussagen und ganz am Schluss, ein Phantombild…

„Ach du meine Güte! Diesen Kopf hätte ich wohl auch abgeschlagen!“ ruft Mrs. Marple aus als sie das Bild erblickt. „Schhhh…“ deutet der Kommissar nachdem sich diverse Köpfe nach den beiden umgedreht haben „…das ist nicht das Opfer. Dieser Mann wurde zum Zeitpunkt des Verbrechens von einem Wanderer beobachtet wie er die Gegend verlassen hat. Wir äh… nehmen an, dass er in Echt etwas besser aussieht als ihn unser Zeichner dargestellt hat…“. „Ich muss mir den Tatort ansehen… na los, hopphopp…“ Mrs. Marple klatscht in die Hände und verlässt das Restaurant ohne sich noch einmal umzudrehen. Draussen schaut sich Mrs. Marple erneut um und muss schmunzeln „Ich glaube hier gibt es bei weitem mehr ____M____ als Leute!“. „Meute? Nein liebe Mrs. Marple, dem sagt man Herde! Kommen Sie, wir fahren los…“ sagt der Kommissar, frisch gestärkt und voller Tatendrang. Von Nahem sieht der Wagen etwas weniger vertrauensvoll aus „Ich kann nicht glauben, dass ich nun auf diese Schüssel angewiesen bin um weiter zu kommen!“ sagt Mrs. Marple trocken. „Ach, natürlich brauchen wir einen Schlüssel… wir sind ja keine Heiden…“ antwortet der Kommissar bevor er in den unverschlossenen Wagen einsteigt. „Die Schüssel! Nicht… oder vielleicht ist ja diese Schüssel auch der Schlüssel fürs Weiterkommen?“ (____N____). Mrs. Marple grinst ob ihrem Wortwitz und schliesst die Tür um an den Tatort zu fahren.
Nord (H+4) (I) ° (J-4) (K-6) . (L+4) (M+1) (N) / West (H-1) (I-3) ° (J-5) (K-7) . (L) (M+3) (N-3)
Der Kommissar chauffiert Mrs. Marple bis zu einem Parkplatz an der Strasse und bittet sie ihm zu folgen. Sie überqueren die Strasse und Mrs. Marple erkennt einen kleinen Weg, der sich durch die Heidelandschaft schlängelt. Weiter hinten ist eine Bergformation zu erkennen und unserer gewieften Mrs. Maple schwant Übles „Sie wollen mich doch nicht diesen Berg hochjagen oder? Ich bin doch keine Munro-Sammlerin!“. Da sagt man mal etwas Falsches und schon hat der Kommissar ganz spitze Ohren: „Munro? Ach nein meine Liebe, dieser Berg ist kein Munro! Nicht hoch genug… Berge zwischen 2500 ft und 3000 ft nennt man ____O____!“. „Ist mir eigentlich egal wie Sie den nennen! Da kriegen mich keine zehn Pferde hoch!“ entgegnet Mrs. Marple frustriert. „Ach was! Das ist ein Spaziergang… Wenn’s die Touristen mit den Badelatschen schaffen, können Sie das doch auch!“ wieder dieses unpassende mädchenhafte Kichern. „Na gut… wir sind ja nicht zum Spass hier! Ab die Post… aber bevor wir gehen sagen sie mir noch wie dieser Berg heisst! Ich will wissen, mit wem ich es zu tun habe!“ sagt Mrs. Marple zerknirscht. Der Kommissar brummt etwas auf Gälisch, was sich anhört als wolle er den Belag auf seinen Mandeln nur durch Schallerzeugung entfernen, bevor er weiterfährt „oder auch ____P____ für Low-Lander!“.
Oben angekommen macht sich Mrs. Marple nach einer kurzen Verschnaufpause daran, den Tatort unter die Lupe zu nehmen:

„Hmmmmm…das ist ein glasklarer Fall McPoll! Anhand der Hinweise am Tatort kann es nur einen Täter geben…“ brummt Mrs. Marple tief in Gedanken versunken. „Ähm… Hinweise? Wovon reden Sie bitte?“ entgegnet McPoll verwirrt. „Aber schauen Sie doch! Die ganze Gegend ist übersäht mit Dingen die nicht hierher gehören… zuerst dachte ich zwar auch, dass das Zufall ist, aber alle Gegenstände deuten in eine Richtung! Es macht alles Sinn! Kommen Sie, kommen Sie! Ich weiss wo wir den Täter finden!“
„Ich kapiere es immer noch nicht…“ brummt McPoll auf dem Weg zurück zum Auto. „Ach McPoll, Sie sind mir einer! Gut haben Sie mich gerufen… aber keine Sorge, wenn wir an unserem Ziel angekommen sind, wird Ihnen bestimmt ein Licht aufgehen! Ich werde es ihnen unterwegs nochmals Schritt für Schritt erklären! Es ist wohl besser ich sage ihnen die allgemeine Richtung, sonst kommen wir nie an unserem Ziel an:
Nord 057°16.(O+332) / West 005°(P-39).970“
„Also… lassen Sie mich noch einmal kapitulieren… Wir sind hier wegen den Hinweisen, richtig?“ McPoll schaut durch die Windschutzscheibe auf das imposante Bauwerk vor ihm. „Ich denke es ist besser, ich rekapituliere mal für Sie McPoll…“ greift Mrs. Marple ein. „Reh? Ich verstehe gar nichts mehr…“ entgegnet der Kommissar traurig. „Aber es ist doch ganz einfach! Wir haben am Tatort einen Stofffetzen und ein Familienwappen gefunden, welches uns hier her geführt hat… Weiter haben wir einen Hinweis den Vornamen des Täters und den Vornamen seiner Ehefrau gefunden… Denken Sie nach McPoll! Es kann nur einen geben!“.
Die Denkmaschiene des Kommissars arbeitet auf Hochturen und bevor Dampf aus seinen Ohren aufsteigt, flüstert Mrs. Marple ihm noch etwas zu. Mit untertassengrossen Augen starrt McPoll unsere Mrs. Marple an: „Das gibt’s ja nicht! Jetzt hab‘ ich’s! Es war ____Q____! Kommen Sie, den schnappen wir uns!“.
Epilog
„…und so ist es mir gelungen, den Täter dingfest zu machen! Sie sehen, liebe Damen und Herren der Presse, es braucht schon eine hervorragende Spürnase um solch ausgewieften Verbrechern auf die Spur zu kommen! Vielen Dank!“ der herausgeputzte Kommissar McPoll verlässt freudestrahlend das Rednerpult und wird von unzähligen Reportern umzingelt. Erst nach einer Weile gelingt es Mrs. Marple ihn in die Finger zu bekommen „… unglaublich! Sie…“ McPoll kehrt seine Schokoladenseite heraus und posiert für ein weiteres Bild „Nicht wahr? Ich bin ein Star! Haben Sie gehört, dass der Bürgermeister ein Fest für mich veranstaltet?“. „In der Tat, das habe ich! Ich wurde gebeten Sie hinzubringen… aber ich hab’s im Rücken… Sie müssen den Weg alleine finden… aber das ist ja für ihre Nase kein Problem! Ich würde ihnen wohl so oder so nur in die Quere kommen! Hier…“ Mrs. Marple drückt dem Kommissaren einen Zettel in die Hand und verschwindet böse grinsend in die Nacht. „Ach du Schande! Mrs. Marple… warten Sie! Das finde ich nie!“ doch es ist zu spät, unsere Meisterdetektivin hat das Weite gesucht und McPoll muss die Party zu seinen Ehren alleine finden. Was meint ihr? Kommt er jemals an?
Berechnung der Finalkoordinaten:
