„Dem König I. Major a.D.
Herrn
Leopold Willi Meinecke
Die dankbare Stadt Erfurt
MDCCCLXI“
Ein Jahr nach dem Ableben des Erfurter Königlichen Majors der Artillerie a.D. Leopold Wilhelm von Meinecke weihte ihm
die Stadt 1861 in der Parkanlage Luisental am Friedrich-Wilhelm-Platz (Domplatz) ein Denkmal. 269 Taler und 14
Groschen kostete der schlichte beschriftete Steinwürfel mit flachem pyramidalen Abschluss. Mit dem Abriss des
Luisentals musste das Mal bereits 1872 weichen, wegen der Aufstellung des Luther-Denkmals 1889 seinen zweiten
Standort nahe der Kaufmannskirche verlassen, kurzzeitig vor der Wigberti-Kirche ausharren und 1891 in die Arnstädter
Straße umziehen, um schließlich 1947 in einer Grünanlage der seit 1911 so genannten Meineckestraße endlich Ruhe zu
finden.
1789 in Quedlinburg geboren, hatte Leopold Wilhelm Meinecke nach seinem Theologiestudium mehrere Positionen des insgesamt 32-
jährigen Militärdienstes absolviert. Nach den Feldzügen wirkte er als Lehrer an der Erfurter Brigade- und Kriegsschule. Als
Regionalforscher und Wohltäter ging Meinecke ins öffentliche Gedächtnis ein. Er schrieb eine Erfurter Chronik, fünf Bände über
"Historische Merkwürdigkeiten und Altertümer der Stadt Erfurt", vermachte der Stadt testamentarisch seine reichhaltige
Bibliothek sowie 11.000 Taler, von denen er 4.000 für das städtische Arbeitshaus und die Zinsen der Restsumme zur
Verschönerung der Stadt und Umgebung bestimmte. 1.000 Taler schenkte er der Kaufmannskirche zur Anschaffung einer
Turmuhr. 2002 erwirkte eine fünfköpfige "Interessengemeinschaft Denkmal Meineckestein" eine selbst initiierte und
finanzierte Restaurierung für 1.286 Euro.
mehr:
In: Stadt und Geschichte - Zeitschrift für Erfurt (Heftnummer):
Menzel, Eberhard: Denkmale in Erfurt - Denk mal darüber nach: Das Meinecke-Denkmal (24)
Zum Cache: Der Cache soll euch sensibilisieren die vergessenen Denkmäler der Stadt Erfurt wahrzunehmen und doch die ein oder andere Information zum Hintergrund des Denkmals weiterzugeben.
Wer suchet der findet!