Geboren wurde die "Schleifer-Bärbel" am 10. Dezember 1744. Ihre Mutter, verwitwet und schwerkrank, gab sie als Schankwirtsmädchen an einem Gasthof ab. Dort begann sie zu stehlen, wurde obdachlos und ging auf Wanderschaft.
Sie prügelte sich in Wirtshäusern und Spelunken mit anderen Frauen und schnitt einem Angreifer einmal die Kehle durch. Jedem Versuch einer Verhaftung widersetzte sie sich mit Waffengewalt.
Ihr Ruf in der Bevölkerung war äußerst bescheiden. Bei ihren Zeitgenossen galt sie als stark wie ein Mann, verschlagen, lüstern, boshaft, tückisch und versoffen.
Im Jahr 1787 wurde die "Schleifer-Bärbel" mit ihrem Partner, dem starken Hans, in Arbon am Bodensee von Schweizer Polizisten dingfest gemacht. Nach den polizeilich protokollierten Worten des Konstanzer Hans hatte sie "im Stehlen längst ausgelernt und war eine der geschicktesten Meisterinnen". Sie kam bald danach ins Zuchthaus nach Pforzheim und hat sich dort wahrscheinlich am 23. Februar 1793 erhängt.
Quelle
Soweit die offizielle Geschichte...
Was aber kaum einer weiß: Jemand schnitt ihrer Leiche die rechte Hand ab und bewahrte sie als Talisman auf. Das konnte Bärbel unmöglich auf sich sitzen lassen! Jedes Jahr erscheint sie nun zu Halloween irgendwo im Lande, ein einsames Skelett auf der Suche nach der fehlenden Hand...