Ein Geocacher hat ein total geniales Versteck für einen Geocache gefunden und natürlich auch direkt die Koordinaten eingemessen. Dummerweise hat er aber aus diversen Gründen keine Zeit, in nächster Zeit zu diesem Ort zurück zukehren, um dort eine Dose zu platzieren. Aber weil das Versteck soooooo super ist und der Cacher eine kleine Sicherheitsparanoia schiebt, will er die eingemessenen Koordinaten nicht "Klartext" behalten, sondern nur verschlüsselt. Also schreibt er die Koordinaten sehr gewissenhaft und ohne Fehler von seinem GPS-Empfänger auf ein Blatt Papier ab und löscht die Koordinaten im GPS-Empfänger direkt irreversibel.
Die Koordinaten verschlüsselt er jetzt und zwar in zwei Stufen:
In der ersten Stufe nutzt er eine selbstausgedachte, einfache Hashfunktionen, die die einzelnen Ziffern, Zeichen und Buchstaben der Koordinaten auf einen 4-bitigen Wert abbildet. Die Zahlen von Null bis Neun werden auf den entsprechenden Wert abgebildet (also Null = 0000, .... , Neun = 1001). Das N (für Nord) wird auf den Bit-Wert für Zehn, das S (für Süd) auf den Bit-Wert für Elf, das E (für Ost) auf den Bit-Wert für Zwölf und das W (für West) auf den Bit-Wert für 13 abgebildet. Der Punkt (als Trennzeichen für Minuten und Nachkommastellen bei den Minuten) wird auf den Bit-Wert für 14 und das Grad-Zeichen auf den Bit-Wert für 15 abgebildet.
So erhält man 84 Bit (21 Ziffern / Zeichen / Buchstaben mal 4)
Im zweiten Schritt wird mit der so generierten Bit-Folge mit den auf gleiche Art und Weise gehashten Koordinaten des Caches GCK25B (das ist der GC HQ Cache) eine Kontravalenz-Verknüpfung gebildet (was in der Kryptographie ja durchaus gängig ist).
Die so erhaltene Bit-Folge lautet:
000000010111000000011101000010000101100100010001001001010000011101110000101010000010
Nachdem die Bitfolge bestimmt ist, isst der Geocacher noch den Zettel auf, auf dem die Klartext-Koordinaten aufgeschrieben waren. Sicher ist sicher.
Aber wie das halt so ist, irgendwann leakt alles irgendwie und so taucht in den dunklen Untiefen der sozialen Netzwerke schon bald diese Bitfolge auf. Kurz später leakt auch, welcher Hash für die Abbildung genutzt wurde und mit welche Koordinaten die Kontravalenz-Verknüpfung gemacht wurde (zur Erinnerung: es waren die Koordinaten von GCK25B). Damit lassen sich die Koordinaten des total genialen Verstecks auch bestimmen.
Die Koordinaten liegen im üblichen Schema vor, also NGG°MM.MMMEGGG°MM.MMM
Die Entschlüsselung gilt es, jetzt vorzunehmen. Die so ermittelten Koordinaten gibst du bei certitudes.org ein, um deren Richtigkeit bestätigen zu lassen. Denn: an diesen Koordinaten liegt tatsächlich ein Cache, nämlich der diesem Listing zugehörige.
Ein paar Worte zum Cache:
Der Cache ist auch bis auf die letzten 5 Meter mit einem Kinderwagen erreichbar.
Die Dose sollte bis zu einer Schneehöhe von ca. 10 cm auffindbar sein. Bei mehr Schnee könnte es schwierig werden.
Die Dose ist groß genug für eine TB mit kleinem Anhänger oder 1-2 Coins.
In der Dose ist kein Stift, bitte einen eigenen mitbringen.