Die Eisenbahnbrücke über die Kahlaische Straße wurde 1935 erbaut. Im April 2016 soll sie erneuert werden. Dazu finden seit September 2015 t bereits die notwendigen Arbeiten statt. Die neue Brücke wird neben der alten Brücke errichtet, die im März 2016 abgerissen wird und dann in die geschaffene Baulücke geschoben wird. Es wäre toll, wenn wir den Fortschritt dieser Baustelle mit Logfotos dokumentieren.
Blick auf die Baustelle Ende Oktober
Ich freue mich sehr über Logs mit Foto
!
Happy Caching! Beutenberger
Auszug aus der OTZ vom 12.08.2015
Die Überführung am Schnittpunkt Kahlaische Straße/Rudolstädter Straße ist eine Engstelle. Auf der Baustelle in der Ahornstraße wird die neue Brücke aufgebaut. An der gesperrten Einfahrt in den Ahornweg an der Ringwiese tut sich augenscheinlich Großes: Eine Baufirma errichtet dort seit Mitte Juli eine Art riesiges Tablet.
Blick auf die Baustelle Anfang August
„Darauf entsteht eine Betonverschubbahn für die neue Eisenbahnbrücke über die Kahlaische Straße“, erklärt Dirk Wattenbach. Damit die Hauptstraße an dieser Engstelle, an der Straßenbahn, Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer auf engem Raum parallel verkehren, nicht über viele Monate voll gesperrt werden muss, entschloss sich die Deutsche Bahn zu einem nicht alltäglichen Bauverfahren. „Das gesamte, rund sechs Meter hohe Brückenbauwerk mit Fundament, Widerlagern und Aufbau wird neben der alten Brücke auf der Verschubbahn fertig eingeschalt, gegossen und anschließend in den Platz der dann abgerissenen alten Brücke Zentimeter für Zentimeter eingeschoben“, erklärt der 42-jährige Projektleiter der Erfurter Niederlassung von DB Netze.
Die alte Überführung auf der Strecke zwischen den Bahnhöfen Jena-West und Göschwitz, die aus den 1930er Jahren stammt, entspricht nicht mehr der Bahnkörpergeometrie einer zeitgemäßen zweigleisigen Strecke, weswegen sich die Bahn gegen eine Sanierung entschieden hat. „Optisch wird die neue Unterführung sehr viel breiter und heller erscheinen, da auch der schmale Mini-Tunnel für Fußgänger und Radfahrer in einen 1,30 Meter breiten offenen Gehsteig umgebaut wird“, sagt Wattenbach.
Baustelle, Blickrichtung Westen
Zeitlich plant die DB Netze so: Der Aufbau der neuen Überführung soll bis zur Winterpause, also Ende November, Anfang Dezember abgeschlossen sein. Ab 2. April 2016 erfolgt dann eine Totalsperrung der Eisenbahntrasse zwischen Weimar und Göschwitz für 5 Monate, bis zum 3. September, um die Strecke komplett zweigleisig auszubauen. Zu Beginn dieser Zeit soll die alte Brücke in der Kahlaischen Straße abgerissen und die neue eingepasst werden.
So wird der Querschnitt der Brücke in der Kahlaischen Straße aussehen. Foto: DB Netze
„Das ist natürlich ohne eine Vollsperrung der Kahlaischen Straße unmöglich“, sagt Wattenbach. Der Projektleiter hat bei der Stadt eine anderthalb Monate dauernde Unterbrechung des Verkehrs von Anfang April bis Mitte Mai 2016 angemeldet. Im September soll dann auch der zum heutigen Niveau um 80 Zentimeter höhere Oberbau komplett fertig sein, der Zügen ohne Neigetechnik an dieser Stelle Geschwindigkeiten von 90 km/h erlaubt und mit Neigetechnik 120 km/h. Wichtig für die Anwohner: Die Bahn verspricht, dass sich das Lärmniveau nicht erhöht. 80 Züge pro Tag rollen künftig über die Brücke. Dieses Teilprojekt des zweigleisigen Ausbaus der Mitte-Deutschland-Verbindung zwischen Weimar und Gera kostet laut Wattenbach 3,4 Millionen Euro.
Quelle: OTZ, 12.08.2015, Autor: Lutz Prager