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Limburger Mythen und Legenden 1: Das Muhkalb Traditional Cache

Hidden : 10/27/2015
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Dieser Cache stellt den Beginn einer Serie dar, die sich mit Sagen, Geschichten und Legenden rund um die Stadt Limburg und ihre Einwohner beschäftigt.

Es bietet sich für den kürzesten, nicht unbedingt den angenehmsten Laufweg an, die Serie mit diesem Cache zu beginnen. Alle Caches sind auch einzeln such- und loggbar.

Die Koordinaten springen teilweise sehr...


Das Muhkalb ist eine lokale Sagengestalt in vielen Orten Rheinhessens, des Rheingaus und weiteren Teilen Südwestdeutschlands. Die Figur wurde in der Literatur und in Kunstwerken wiederholt aufgegriffen.

 

In mancher deutschen Stadt, so in Frankfurt, Aachen, Koblenz und Freiburg, ging früher das Muhkalb. Auch in Limburg trieb es sein Wesen und später sein Unwesen.

Es war riesengroß vorgestellt, hatte feurige Augen, so groß wie Suppenteller, und zog mit Gebrüll und Kettengerassel durch die Straßen. Gern sprang es den spät heimkehrenden auf den Rücken.

Ja, wenn einer sich sträubte, wurde das Muhkalb immer schwerer, sodass er schließlich unter ihm zusammen brach. Mancher soll vor Schreck graue Haare bekommen haben oder sogar siech geworden sein.

Mag das Sagentier Muhkalb ursprünglich harmlos gewesen sein, so wurde es später in Limburg eine wahre Stadtplage, zumal alsdann mehrere Muhkälber nacheinander durch die Stadt zogen. Den Zug eröffnete das Haupt-Muhkalb, in Wollpelz gehüllt und hoch auf Stelzen. Ihm folgten, ähnlich verkleidet, weitere Muhkälber. Sie brachen in Bürgerhäuser ein, vor allem aber in Warenlager der Kaufleute und nahm was ihnen gefiel.

Dass dieses Treiben den Bürger zum Ärgernis wurde, versteht sich. Nun gehört Limburg seit 1420 zum Erzbistum Trier, und der trieberische Stadtkellermeister war ein entsprechend wichtiger Mann. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts war das ein Junker von Katzmann, der im Schloss residierte. Als er starb, blieb seine Witwe mit ihren Söhnen dort wohnen. Die zwei missratenen Söhne, Reinhard und Philipp, trieben sich nächtlicherweise gerne durch Limburge und nahm es mit dem Mein und Dein nicht immer genau. Als die Limburger das merkten, kamen die zwei Bösewichte öfter mit blutigen Köpfen nach Hause. Darauf stellten sie ihre nächtlichen Streifzüge eine Weile ein, setzen sie dann aber als Muhkälber umso eifriger fort. Nicht nur Kaufmannslager, sondern auch Bürgerstöchter wurden von diesen Kälbern heimsucht. Die geplagten Limburger wandten sich schließlich an Kaiser Rudolf II. und baten um Abhilfe. Daraufhin erhielt der trierische Amtmann den Befehl, die Muhkälber zu fangen und das Raubnest auszuheben. In einer stürmischen Novembernacht legten sich gewappnete Bürger in der Nähe des Schlosses auf die Lauer, bis vermummte Gestalten schwer beladen herankamen. Da gab‘s kein Leugnen und keine Gegenwehr. Die ganze Muhkälberbande wurde gefangengenommen. Die Rädelsführer, die beiden Katzmann-Söhne, wurden aus der Stadt verwiesen, ihre Mittäter hart bestraft. Die beiden Katzmann-Söhne sollen später ihr Leben auf dem Rad geendet haben.

Im 19. Jahrhundert hat das Limburger Lokal noch einmal in Erscheinung, und zwar zur Zeit des Eisenbahnbaus im Lahntal.

Da saßen in der „Alten Post“ trinkfeste Männer beisammen. Plötzlich schaute einer auf die Uhr in der Wirtsstube, murmelte: „ich muss Heim“ und brach auf. Das quittierten seine Genossen mit einem spitzfindigen Lächeln, denn sie wussten warum: seine Eheliebste war gegen zu ausgedehnte Wirtshausabende. „Lasst dich nicht vom Muhkalb überfallen!“ rief ihm einer nach, und alle lachten.

Er wohnt in der Brückenvorstadt, musste also über die Lahn, und da, mitten auf der Brücke, geschah es. Das Muhkalb kam brüllend angelaufen und saß ihm, ehe er sich‘s versah, auf dem Rücken. Nun war der Mann einer der stärksten in der Stadt, nicht nur an Knochen, sondern auch am Herzen. Dazu kam die Wirkung der genossenen Schoppen.

Kurzum, er ahnte etwas und beschloss, nicht mit dem Muhkalb nach Hause zu traben, sondern in die „Alte Post“ zurückzukehren.

Er griff mit seinen starken Arm nach hinten, umklammerte das Muhkalb fest wie ein Schraubstock und eilte wieder dem Wirtshaus zu. Das passte dem Muhkalb gar nicht. Es stöhnte und ächzte in der Umklammerung und gab beinahe menschliche Laute von sich.

Aber unser Mann stellte sich taub. Die letzte Wegstrecke legte er im Galopp zurück, stieß die Tür der Gaststube auf und ließ das Muhkalb zum Erstaunen der Gäste und Wirtsleute wie einen nassen Sack auf den Stammtisch plumpsen. Was dann geschah, wissen nur die Eingeweihten.

Jedenfalls soll die Eheliebste des Mannes noch lange über Schmerzen geklagt und nie wieder gescholten haben, wenn er zu spät aus der „Alten Post“ nach Hause kam.

Quelle: Bode, H.: Taunussagen-Schatz, Frankfurt am Mai, 1986, S. 256-258 Gefundene Ziffer entspricht A.

Zum Cache:

Der Ort, an dem dieser Cache versteckt ist, lag im Mittelalter weit außerhalb der Stadt. Vielleicht hat sich in diesen Mauern damals ja das Muhkalb versteckt?

Die im Cache zu findende Zahl solltet ihr Euch notieren. Gemeinsam mit den Ziffern aus den kommenden "Limburger Mythen und Legenden"-Caches könnt ihr am Ende einen weiteren Cache "Der Christmann" finden und loggen!

Die Zahl in diesem Cache steht für "A"!

Bitte Stift nicht vergessen.

 

 

Additional Hints (Decrypt)

Vz rurznyvtra Jbuamvzzre? Thg trfpuügmg hagre Fghem, Ubym haq Fgrva svaqrg vue qnf Zhu-Xnyo... HAQ qvr Mvssre süe qra Cyngmunygre "N"...

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)