Totholz gehört zum natürlichen Waldzyklus und ist in erster Linie eine wichtige Lebensgrundlage zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Etwa ein Viertel aller Waldarten benötigt Totholz. Insekten und Pilze sind dabei die artenreichsten Gruppen. In der Schweiz sind über 1700 Käferarten und über 2700 Grosspilze auf Totholz angewiesen.
Weitere von Totholz abhängige Arten gibt es bei den Moosen, Flechten und Vögeln. Mehrere Fledermaus-, Amphibien- und Reptilienarten sind sogenannte Totholznutzer.
Zudem speichert Totholz Kohlenstoff und Wasser und beeinflusst damit den Nährstoff- und Wasserhaushalt im Wald positiv. Weiter schützt das Totholz gegen Naturgefahren. Die am Boden liegenden Baumstämme oder stehende Baumstümpfe stabilisieren den Boden und helfen, Bodenerosion bei Starkregen und Lawinenanrisse verhindern.