
Die Nase (russisch Нос – Nos) ist eine Erzählung des russischen Dichters Nikolai Wassiljewitsch Gogol aus dem Jahre 1836.
Handlung
Die Erzählung vermischt reale Alltäglichkeiten mit Absurdem: Der Barbier Iwan Jakowlewitsch findet beim Frühstück in seinem Brot eine Nase, die dem Kollegienassessor Kowaljow gehört, den er immer mittwochs und sonntags rasiert. Voller Angst verpackt er die Nase und wirft sie von einer Brücke in die Newa. Entsprechend stellt jener Kowaljow beim Erwachen fest, dass ihm seine Nase fehlt. Als er sich deswegen auf den Weg macht, um dies beim Polizeipräfekten zu melden, trifft er unterwegs in der Uniform eines Staatsrates seine eigene Nase. Er verfolgt sie fassungslos, spricht sie an, wird aber von ihr abgewiesen. Den Polizeipräfekten trifft er nicht an, eine Zeitung lehnt eine Anzeige über die Nase ab. Kowaljow kehrt ratlos nach Hause zurück, als ihm gemeldet wird, dass die Nase in dem Augenblick, da sie den Postwagen nach Riga besteigen wollte, festgenommen worden sei, weil sie einen gefälschten Pass besitze. Der Polizist, der die Nase festgenommen hat, wickelt sie in ein Stück Papier und bringt sie Kowaljow. Die Freude ist aber nur kurz, denn die Nase will an ihrer alten Stelle nicht haften, alle Versuche schlagen fehl, auch der Arzt kann nicht helfen. Inzwischen hat sich das Gerücht über eine Nase, die täglich auf dem Newski-Prospekt spazieren gehe, verbreitet. Aber eines Tages erwacht Kowaljow wieder mit seiner Nase im Gesicht, als ob nichts gewesen wäre.
Deutung
In dieser Erzählung hat Gogol absolute Absurditäten mit ganz alltäglichen Begebenheiten verbunden. Das absurde Geschehen wird wie eine normale Banalität erzählt. Die Erzählung ist vielfach und verschieden gedeutet worden. Sie ist aber sicher ein Beispiel für Gogols Weltverständnis: so geht es zu in einer Welt, in der der Teufel am Werke ist. Der Mensch wird durch den Verlust seiner Nase aus seiner Geborgenheit gerissen und verliert seine Sicherheit. Durch das groteske Geschehen wird die Wirklichkeit entstellt. Der schöne Schein, die Fassade ist zerstört. Doch wo auch viele russische Autoren in der Deutung scheiterten, erkennt der nachdenkliche Leser, dass alles nur ein grotesker Traum war. Die Erzählung gilt als erstes surrealistisches Prosastück.
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Die Nase (russisch Нос – Nos) ist eine Oper in drei Akten und einem Epilog von Dmitri Schostakowitsch nach Nikolai Gogols gleichnamiger Erzählung.
„Die Nase“ ist die erste Oper Schostakowitschs. Er schrieb sie im Alter von 22 Jahren. Der russische Titel „Nos“ ist eine Umkehr des Wortes „Son“, Traum.
Auf politischen Druck wurde die Oper gleich nach der Uraufführung von den Spielplänen genommen. Die deutsche Erstaufführung fand 1963 in Düsseldorf statt. In der Sowjetunion wurde sie erst wieder 1974 gespielt.
Handlung
Erster Akt
Sankt Petersburg. Der Kollegienassessor Kowaljow wird vom Barbier Iwan Jakowlewitsch rasiert.
Am nächsten Morgen findet Jakowlewitsch Kowaljows Nase in seinem Brot. Seine Frau, die glaubt, er habe sie seinem Kunden abgeschnitten, fordert ihn auf, die Nase auf der Straße zu entsorgen. Das gestaltet sich aber schwierig, weil er dort ständig Bekannte trifft. Schließlich wirft er sie in die Newa, wird dabei aber von einem Polizisten beobachtet und gleich verhaftet.
Entsprechend wacht Kowaljow ohne seine Nase auf. Zuerst noch ungläubig, dann erschrocken, macht er sich auf die Suche. Wenig später sieht er seine Nase, personengroß, und in der Uniform eines Staatsrats, wie sie in der Kasaner Kathedrale betet. Da sie als Staatsrat einen höheren Rang als Kowaljow hat, wagt dieser aber nicht, sie anzusprechen, und verlässt die Kirche.
Zweiter Akt
Auf seiner Suche landet Kowaljow am Haus des Polizeipräsidenten, der aber nicht zu Hause ist. Als er bei einem Zeitungsbüro, wo gerade über einen verschwundenen Hund diskutiert wird, eine Verlustanzeige seiner Nase aufgeben will, lehnt man dies ab, weil man um das Ansehen der Zeitung fürchtet.
Zu Hause findet er seinen Balalaika spielenden Diener vor, entlässt ihn und versinkt in Selbstmitleid.
Dritter Akt
Die Polizei schaltet sich in die Suche nach der Nase ein. Ein Inspektor sammelt seine Leute am Bahnhof, um die Nase an einer Flucht zu hindern. Als sie erscheint, um einen Zug anzuhalten, beginnt eine große Verfolgungsjagd, die mit der Verhaftung der Nase endet.
Von Polizisten auf ihre normale Größe zusammengeschlagen und eingewickelt, wird die Nase Kowaljow zurückgegeben, der sie sich aber nicht wieder in seinem Gesicht befestigen kann. Auch ein Arzt kann nicht helfen. Kowaljow befürchtet, das liege an einem Fluch, mit dem ihn Frau Alexandra Podtotschina belegt habe, weil er sich weigerte, ihre Tochter zu heiraten. Einen Brief, in dem er sie bittet, den Fluch zurückzunehmen, missversteht sie als Heiratsantrag an ihre Tochter. Sie kann ihn aber überzeugen, dass sie an der Geschichte mit der Nase unschuldig sei.
Von Gerüchten angestachelt, versucht eine aufgebrachte Volksmenge, die entlaufene Nase zu Gesicht zu bekommen. Die Polizei bekommt die Situation nur schwer in den Griff.
Epilog
Kowaljow wacht mit seiner Nase im Gesicht auf und tanzt vor Freude eine Polka. Der Barbier Jakowlewitsch, inzwischen wieder aus dem Gefängnis entlassen, kommt, um ihn zu rasieren. Nachher geht Kowaljow am Newski Prospekt spazieren und grüßt Bekannte – Passanten diskutieren die merkwürdige Geschichte.
(Quellen: Wikipedia)
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Zum Cache:
Inspiriert durch die Erzählung und die Oper (die ich im September 2015 in Wien erleben durfte),
habe ich diese TB-Pension der "Nase" gewidmet - hier und da vermischen sich auch beim Cachen "reale Alltäglichkeiten mit Absurdem" ;)
Leicht zu finden beim Ausweichparkplatz in Fahrtrichtung Telfs - ein Bank lädt zum Rasten ein , eine Nase lädt TBs zum Verweilen ein !
