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Jüdisches Leben in Hohenschönhausen Multi-Cache

Hidden : 11/6/2015
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Jüdisches Leben in Hohenschönhausen

Da sich Hohenschönhausen erst Anfang des 20. Jahrhunderts städtisch entwickelte und sich hier Industrie sowie Handwerk ansiedelte, zogen die meisten der etwa 170 Jüdinnen und Juden zu diesem Zeitpunkt in die Ortschaft. Sie bezogen Häuser und Wohnungen rund um den alten Dorfkern und eröffneten eigene Geschäfte, Fabriken und Arztpraxen. Teils argwöhnisch beäugt, erarbeiteten sich einige von ihnen einen guten Ruf in der Nachbarschaft. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten waren sie von den verschiedenen antisemitischen Ausgrenzungen betroffen, die ihr Leben immer weiter einschränkten. Ihren Höhepunkt fanden diese Diskriminierungen in der Reichspogromnacht 1938, in der auch jüdische Geschäfte in Hohenschönhausen geplündert wurden. Die meisten der jüdischen Anwohner_innen überlebten die Zeit des Nationalsozialismus nicht. Sie wurden deportiert und in Konzentrationslagern ermordet. Nur Wenigen gelang die Flucht und nach 1945 kam kaum eine_r nach Hohenschönhausen zurück. Den Nazis gelang somit die Vernichtung des gesamten jüdischen Lebens in Hohenschönhausen.

Ein Gedenkstein am Platz der ehemaligen Synagoge und mehrere Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Hohenschönhausener Jüdinnen und Juden.

 

Station 1) Die Jüdische Gemeinschaft Hohenschönhausen


In der Konrad-Wolf-Straße erinnert ein Gedenkstein an die Synagoge der „Jüdischen Gemeinschaft Hohenschönhausen“, die dort von 1935 bis 1938 Ausdruck jüdischen Lebens war. Die Hohenschönhausenener jüdische Gemeinde hielt ihre Gottesdienste anfangs in Wohnungen ab, bis ab Dezember 1934 der erste Stock eines Hofgebäudes der damaligen Berliner Straße 91 als Bet- und Gemeinschaftsraum genutzt werden konnte. Im Erdgeschoss des Gebäudes befand sich eine Tischlerei. Der Betraum wurde am 22. Dezember 1934 eingeweiht. Ihr Vorsitzender und ehrenamtlicher Kantor war der Kaufmann Alfons Weinstock, dessen weiteres Schicksal ungeklärt ist. Nach den Novemberpogromen von 1938 musste die Gemeinde ihre Tätigkeit einstellen. Das Hofgebäude wurde 1998 zusammen mit dem Gasthof abgerissen. Das Foto auf der Titelseite ist das einzige aus dem Inneren des Betraumes.

Hinweis für Final: A = Dachspitzen auf der Friedhofsmauer von der Ecke links bis zum Haus
Du kannst deine Rätsel-Lösung mit certitude überprüfen.

 

Station 2) Jüdische Gewerbetreibende - Am Beispiel von Heinrich Schlesinger

Die meisten der etwa 170 Jüdinnen und Juden Hohenschönhausens siedelten sich kurz nach der Jahrhundertwende in der Berliner Straße (heute Konrad-Wolf-Straße) und ihren Seitenstraßen an. Sie eröffneten Geschäfte sowie Firmen und integrierten sich in das Gemeindeleben. Schon 1901 zog Heinrich Schlesinger nach Hohenschönhausen und richtete eine Geflügelmästerei ein. 1912 zog er in die Berliner Straße 48. Er beschäftigte in seinem Unternehmen weitere Hohenschönhausener Jüdinnen und Juden und betrieb das Geschäft bis zu seinem Tod im Jahr 1918. Danach führte seine Witwe das Geschäft weiter, bis sie es im Jahr 1932 aus finanziellen Gründen aufgeben musste.

Hinweis: B = Zahl an der Tram-Oberleitungs-Säule
Du kannst deine Rätsel-Lösung mit certitude überprüfen.

 

Station 3) Stolpersteine für jüdische Familien

Für mehrere Jüdinnen und Juden, die in Hohenschönhausen lebten, existieren Stolpersteine. Diese befinden sich in der Regel vor den Häusern, in denen sie zuletzt wohnten, bevor sie unter anderem von der Gestapo zur Deportation abgeholt wurden. So etwa die Familie Bottstein in der Große-Leege-Straße 48. Max und Rosa Bottstein waren 1889 bzw. 1887 in Polen geboren und lebten mindestens seit den 1920er Jahren in Berlin. Hier kam ihr Sohn Manfred zur Welt. Sie lebten bis 1942 in der Große-Leege-Straße, bevor sie in die Dunckerstraße 7 umquartiert wurden.

Im Jahr 1943 brachten die Nationalsozialisten das Ehepaar in ein Sammellager. Von dort wurden sie am 26. Oktober 1943 nach Riga deportiert und drei Tag später umgebracht. Ihr Sohn Manfred entzog sich zeitweise der Verhaftung, wurde jedoch ebenfalls gefangen genommen und am 13. Juli 1944 nach Teresienstadt deportiert und später in Auschwitz ermordet.

Hinweis für Final: C = Quersumme aus dem Geburtsjahr von Manfred Bottstein
Du kannst deine Rätsel-Lösung mit certitude überprüfen.

 

Station 4) Der Arzt Victor Aronstein

Victor Aronstein war ein deutscher Arzt jüdischer Herkunft. Er stammte aus Margonin/Polen, wo er 1896 geboren wurde. Lokale Bekanntheit erlangte er im Berliner Ortsteil Hohenschönhausen, wo er fünf Jahre lang eine Praxis führte, bevor er, bedingt durch die Folgen der Reichspogromnacht, fliehen musste. Victor Aronstein lebte die letzten Jahre im Ghetto Litzmannstadt (heute Lódz), bevor er Ende 1944 nach Auschwitz deportiert wurde. Zwei Wochen vor der Befreiung des Lagers durch die Rote Armee starb er vermutlich am 13. Januar 1945 in den Gaskammern.

Hinweis: D = Anzahl der E's in der weißen Überschrift der Gedenktafel
Du kannst deine Rätsel-Lösung mit certitude überprüfen.

 

Station 5) Überlebende - Am Beispiel von Erwin Leiser

Einer der wenigen jüdischen Überlebenden Hohenschönhausens war Erwin Leiser. Er erblickte am 16. Mai 1923 in Berlin das Licht der Welt und lebte mit seiner Familie in der Berliner Straße (heute Konrad-Wolf-Straße). Dort erlebte er als 10-Jähriger in Hohenschönhausen die Machtübernahme der Nationalsozialisten und die ersten Boykottmaßnahmen gegen jüdische Geschäfte. Erwin Leiser ging 1938 nach dem von den Nationalsozialisten beschönigend als „Reichskristallnacht“ bezeichneten ersten großen Pogrom der NS-Diktatur gegen die deutschen Juden ins Exil nach Schweden. Nach 1958 war er als freier Journalist für Zeitungen, Hörfunk und Fernsehen tätig. Er drehte als Regisseur und Autor zahlreiche Dokumentarfilme und Reportagen. Sein erster Film war „Mein Kampf“ aus dem Jahr 1959, eine Dokumentation über das von den Nazis so genannte „Dritte Reich“. 1961 verließ Erwin Leiser Schweden und siedelte nach Zürich über, wo er am 22. August 1996 starb.

Hinweis: E = letzte Ziffer auf dem Wasserschild
Du kannst deine Rätsel-Lösung mit certitude überprüfen.

 

Rechenweg für den Final: N52.32.X  E013.29.Y

X = A * B + 431

Y = (D * 100) + (C * E + 22)

Additional Hints (Decrypt)

"Fpuügmg qvr Hzjryg"

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)