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125 km ... Mystery Cache

Hidden : 11/9/2015
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

...bis Neu-Isenburg...

Ein kleiner geschichtlicher Mystery um Isenburg und die Entstehung Neu-Isenburgs.
Die Koordinaten sind nicht die Finalkoordinaten.
Diese müsst ihr finden.

Viel Spaß beim Suchen!


Immer wieder stellen sich sowohl Einheimische als auch Besucher des Dörfchens Isenburg die Frage, ob es zu der Stadt Neu-Isenburg in Hessen einen Zusammenhang gibt.

Diese Frage ist aus historischer Sicht eindeutig mit "Ja" zu beantworten, denn ein "Ysenburger" hat die Stadt Neu-Isenburg gegründet. Die Wiege des Geschlechtes der "Isenburger" stand auf der Isenburg im Sayntal; sie ist die Stammburg der Herren zu Isenburg. Das Geschlecht hat sich im Laufe der Jahrhunderte stark verzweigt.

Letztendlich entstanden zwei Hauptlinien, die der Nieder-Isenburger, die am Mittelrhein und im Westerwald angesiedelt waren, und die Linie Ober-Isenburger, die ihre Besitzungen im Gebiet der Wetterau in Hessen haben und dort bis heute in den Linien Ysenburg-Büdingen in Büdingen und Isenburg in Birstein weiter existieren. Während die Nieder-Isenburger dem alten katholischen Glauben treu blieben, zeigten sich innerhalb der Linie Ober-Ysenburg bereits im Jahre 1525, also 8 Jahre nach Luthers Thesenanschlag, erste Tendenzen, sich der lutherischen Lehre anzuschließen.
Unterdessen breitete sich die neue Lehre, auch unter dem Begriff "Calvinismus" bekannt, in Europa schnell aus; jedoch kam es in Frankreich zu erheblichen Problemen. Seit etwa 1560 bezeichnete man die Anhänger der Lehre Calvins in Frankreich als Hugenotten. Der Französische König Heinrich II verfolgte die Hugenotten.
König Heinrich der IV erließ 1598 das "Edikt von Nantes", das den Hugenotten u.a. Religionsfreiheit gewährte; jedoch wurde dieses Edikt durch das Fontainebleau 1685 widerrufen. Ludwig XIV versuchte schon vorher, die katholische Glaubenseinheit in Frankreich zu erzwingen.

Im Jahre 1681 wurde unter Einsatz des Militärs der Versuch unternommen, die Protestanten mit Gewalt zum Konvertieren zu zwingen. Trotz eines Auswanderungsverbots verließen 200.000 dem reformierten Glauben zugehörige Franzosen ihr Land. Vorübergehend fanden viele dieser Glaubensflüchtlinge Aufnahme in der Schweiz, die aber auf Dauer nicht in der Lage war, all diesen Menschen eine neue Heimat zu bieten. Man riet den Franzosen, sich unter Zuhilfenahme von Sonderbeauftragten an die protestantischen Fürstenhöfe zu wenden. So wurde auch der in Offenbach residierende Graf Johann Philipp zu Ysenburg und Büdingen mit der Bitte um Aufnahme von Glaubensflüchtlingen konsultiert.
Während Graf Johann im Residenzort Offenbach Flüchtlinge aufnahm, gündete er gleichzeitig die Kolonie Neu-Isenburg.

Bereits 1576 hatte Graf Wolfgang Ernst auf dem heutigen Gebiet von Neu-Isenburg eine große Lichtung schlagen und den Wald in Weideland umwandeln lassen. Gegen den Willen der Stadt Frankfurt am Main, die befürchtete, dass die Bewohner des neu zu gründenden Dorfes sich aus den nahe gelegenen Wäldern der Stadt Frankfurt mit Holz und Mast bedienten, stellte Graf Johann Philipp zu Ysenburg und Büdengen den französischen Hugenotten nicht nur das bereits durch Graf Wolfgang Ernst gerodete Land zur Verfügung, sondern gab ihnen Holz für den Bau von Häusern und ließ auf eigene Kosten mehrere Häuser bauen; er war überhaupt bemüht, die Gründung des Ortes zu fördern.
So wurde vor mehr als 300 Jahren der Grundstein für die heutige Stadt Neu-Isenburg mit fast 40.000 Einwohnern gelegt. Zunächst trug das neu entstandene Dorf den Namen "Philippsburg", der Name Neu-Isenburg setzte sich erst allmählich durch.


Ja, und wer hätte das gedacht: Das 1960 eröffnete Autokino Gravenbruch war das erste Autokino in Europa!

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