
Zeichnung eines Wikingerschiffs (Corbis)
Vor über tausend Jahren versetzte das sagenumwobene Volk der „Wikinger“ ganz Europa in Angst und Schrecken. Beheimatet in Skandinavien tauchten sie mit ihren wendigen Langschiffen überfallartig an Küsten und Ufern auf, eroberten Dörfer, Klöster und Städte und brannten alles nieder, was sie nicht mitnehmen konnten. Der Blitzüberfall auf die englische Klosterinsel Lindisfarne im Jahre 793 war der Auftakt einer dreihundertjährigen Schreckensperiode, in der die Menschen nichts so sehr fürchteten, wie ein Wikingersegel am Horizont.
Als Meister der Navigation orientierten sich die Wikinger in Küstennähe überwiegend an Landmarken sowie am Sonnenstand, den sie mit Hilfe eines „Sonnensteines“ (sólsteinn) auch bei bewölktem Himmel, bei Nebel und sogar in der Dämmerung exakt bestimmen konnten.
Der „Sonnenstein“ besteht aus Calcit, das das Sonnenlicht in Abhängigkeit von seiner Position zur Sonne unterschiedlich bricht. Wer durch den transparenten Stein blickt, sieht zwei unterschiedlich starke Lichtbündel des Sonnenlichts, einen ordentlichen und einen außerordentlichen Strahl. Durch Drehen des Calcits, der wegen dieser zweifachen Brechung der Lichtbündel auch Doppelspat genannt wird, kann eine Position erreicht werden, in der die Intensität beider Lichtbündel gleich stark ist. In diesem Moment zeige der Stein genau die Richtung der Sonne an. Selbst bei geringem Sonnenlicht oder bei Nebel sei es möglich, mit Hilfe des transparenten Steins die Position der Sonne zu bestimmen. - frei nach Wikipedia
Mit den stolzen Drachenbooten, schnell und mit geringem Tiefgang, drangen die Nordmänner über die großen Flüsse wie Rhein, Rhone oder Loire weit ins Landesinnere vor. In den 30er Jahren des achten Jahrhunderts wurde Dorestad, die bedeutendste Handelssiedlung des 7. bis 9. Jahrhunderts in den Niederlanden, mehrmals geplündert. Eine Wikingerflotte fuhr 841 erstmals die Seine hinauf und plünderte Rouen. Am 28. März 845 wurde Paris angegriffen und musste sich für 7000 Pfund Silber freikaufen. In der Folgezeit tauchten die Wikinger auf allen schiffbaren Flüssen des Frankenreiches auf und plünderten Klöster und Kirchen.
Nach Dorestadt wurden auch weiter rheinaufwärts zahlreiche Städte geplündert. Unter Führung des dänischen Wikingerführers Godefried von Friesland wurde in den Jahren 881/882 Aachen niedergebrannt und auch die Städte Köln, Bonn, Andernach und Trier gebrandschatzt.

Europakarte der Wikinger (landkartenindex.blogspot.com)
Nach zahlreichen Raubzügen wurde Godefried im Jahre 885 in der heutigen niederländischen Provinz Gelderland in einem Hinterhalt durch Gefolgsleute von Kaiser Karl III. getötet.
Neueste archäologische Funde nahe Dorestadt belegen eindeutig das Leben und Herrschen der Wikinger in Friesland als auch im heutigen Osten der Niederlande. Interessanterweise wurden kürzlich zwei Objekte gefunden: ein mysteriöser Sonnenstein und eine Silbermünze, die beide aus dem Umfeld des Wikingerfürsten Godefried von Friesland stammen könnten. Dies wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn nicht nach einer fachmännischen Restaurierung auf beiden Objekten jeweils eine Inschrift aus Runen erschien. Hat dies vielleicht etwas mit der Legende des Godefrieds zu tun, nach der einige seiner Gefolgsleute den Rhein soweit flussaufwärts gefahren sind, wie nie ein Wikinger je zuvor?

Mysteriöse Funde nahe Dorestadt
Die einzige Spur zu dieser Legende war bisher eine alte Aufzeichnung des Klosters St. Gallen, in der die Ankunft fremder Kriegsmänner erwähnt wird, die sich bei Warbinbach ansiedelten. „Vom Fall des Wassers in den grossen Strom“ stand dort geschrieben, wo ein bisher unbekannter Schiffstyp gesichtet wurde, der als „gute sieben Stangen lang“ (dies entspricht heutzutage 21 Meter) beschrieben wurde. Mysteriöserweise war dieses Schiff jedoch auf einmal verschwunden und wurde nie wieder gesichtet.
Ob die Legende wahr ist?
Sollte es wirklich möglich gewesen sein, dass Wikinger des Godefried von Friesland im 9. Jahrhundert weit flussaufwärts bis in den heutigen Hochrhein vordrangen? Ein gefundenes Wrack ihres Wikingerschiffes könnte sicherlich als Beleg dafür geltend gemacht werden.
Viel Spass beim Rätseln, Suchen und Finden!
Je nach Temperatur und Wasserstand kann die T-Wertung auch niedriger sein. Eine Wathose ist jedoch klar zu empfehlen. Der Checker verrät sowohl den genauen Einstieg als auch einen Hinweis bzw. Spoiler.
Es handelt sich um ein Unterwasserwrack, daher bitte die Dose "im Trockenen" öffnen und wieder sehr sorgfältig verschliessen. Handtuch mitnehmen. DANKE!
