Gefahr! Mai 2024 Der Cache im Baum wurde von einem Ameisenstaat in Besitz genommen. Daher wurde der Petling nach außen versetzt.
Ein Cache zur Erinnerung an den Meuselwitzer Johann Christian Kluge *1819 +1903
Hier am Auholz auf dem Weinberg in Meuselwitz begann die Geschichte des mitteldeutschen Braunkohlenbergbaus. Erste Versuche ohne großen Erfolg gab es aber schon 1776. Im Jahre 1813 dann hatten Russen während des Krieges gegen Napoleon kleine Gruben ausgehoben um sich ihre Mahlzeiten zubereiten zu können. Nichtsahnend zündeten sie die an der Oberfläche liegende Kohle an. Sie staunen nicht schlecht, als die Erde brannte. Die Meuselwitzer hatten große Mühe diese Brände zu löschen
Die Pionierarbeit zur Förderung der Braunkohle im größeren Stiele leistete aber der Meuselwitzer Bauer Johann Christian Kluge. Auf dem Bild sehen wir Ihn.
Er ist kein Knecht, sondern der Besitzer der Grube und des Feldes. Das Mädchen, das ausruhend im Grase sitzt, ist seine Schwester Sophie, die den Kaffee gebracht hat. Man erkennt die Altenburger Straße, die Weinbergstraße, den Fasanenweg (Breitscheitstraße), den Weg nach Schnauderhainichen an der Schnauder und im Hintergrund die mit Bäumen bepflanzte Luckaer Straße. Besonders auffallend ist der reiche Bestand an Pappeln im Schloßgarten, und daß in diesem Jahr die Weberei hier zu Hause war, zeigt die rauchende Esse der Heinrich Herbstschen Fabrik. Im Vordergrund breitet sich die von Kluge 1839 angelegte Grube an der Weinbergstraße aus mit Kessel- und Maschinenhaus, rechts und links davon liegen die Trockenscheunen. Reste der Gruben wurden später beim Aufschluss des Tagebaues Fortschritt II gefunden. 1940 errichteten die Meuselwitzer dem Bergbaupionier ein Denkmal in der Weinbergstraße. Wer im März/April hier her kommt sollte sich umsehen vor allem riechen (Allium ursinum).
Aquarell von 1854 Maler ?; Text zum Bild: Karl Czischka (gekürzt)