Adventszeit
Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen
Hermann Kletke (1841) Volksweise (19. Jh.)
Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen,
wie glänzt er festlich, lieb und mild,
als spräch' er: "Wollt in mir erkennen
getreuer Hoffnung stilles Bild!"
Die Kinder stehn mit hellen Blicken,
das Auge lacht, es lacht das Herz,
o fröhlich seliges Entzücken!
Die Alten schauen himmelwärts.
Diese zwei Strophen reichen, der Rest des Liedes ist für den Cache uninteressant.
Nicht das Firmengelände betreten! Die Dose ist vom Fußweg aus erreichbar!
Happy hunting wünscht hzclimber
Außerhalb der Adventszeit
Das verborgene Leben der Bäume
Ich möchte euch die Bäume von einer völlig neuen Seite zeigen und dabei im Buch „Das geheime Leben der Bäume“ von Peter Wohlleben, das uns das Staunen über die Wunder der Natur lehrt, schmöckern.
Wir wissen heute: Bäume haben ein Gedächtnis, tauschen Botschaften aus, sie umsorgen liebevoll ihren Nachwuchs, pflegen alte und kranke Nachbarn, haben Empfindungen (zBsp. Schmerzen) und Gefühle, bekommen Sonnenbrand und Falten.
Bäume bilden Sozialgemeinschaften
Zum Leben braucht ein Baum die Rinde und bei Krankheit über das Wurzelgeflecht verbundene gesunde Nachbarn. Die Rinde transportiert den Zucker von den Blättern in die Wurzeln und diese pumpen Wasser in die Krone. Wie das Wasser hinauf in die Blätter gelangt, ist bis heute ungeklärt. Durch die Bildung von Kohlendioxydbläschen in den wassergefüllten Röhrchen werden diese Wasserbahnen tausendfach unterbrochen. Damit können Transpiration, Kohäsion und Kapillarkräfte kaum etwas zum Transport beitragen.
Über ihr Wurzelgeflecht tauschen die Bäume Nährstoffe aus und bilden im Verbund (Wald) einen Superorganismus.
Die Kommunikation der Bäume
Über ihr Wurzelgeflecht und mit Hilfe von Pilzen („Hyphen“ Ein Pilz kann sich über mehrere km² ausdehnen und so ganze Wälder vernetzen. „Wood-Wide-Web“) sendet der Baum chemische (Weiden zBsp. Salicin. Ein Tee aus Weidenrinde gilt als Vorläufer des Aspirin), aber auch elektrische Signale (Ausbreitungsgeschwindigkeit 1cm/min).
Mittels Duftstoffen warnen Bäume ihre Nachbarn vor Fressfeinden (Akazien verströmen Ethylen als Warnung vor Giraffen).
Positive Signale strömen beim Baum aus dessen Blüten. Diese Duftbotschaften, die Blütenform und -farbe, die sich deutlich vom Clorophyllgrün der Baumkrone abheben, weisen den Insekten den Weg zum Imbiss und führen über die Bestäubung zum Fortbestehen ihrer Art.
Bäume kommunizieren demnach geruchlich, optisch und elektrisch. Vielleicht auch phonetisch über ein Knacken der Wurzeln bei 220 Hertz? Die Forschung steht bei der Schallwellenkommunikation der Pflanzen erst ganz am Anfang.
Die Vermehrung der Bäume
Bestimmte Laubbäume planen Jahre vorher, ob sie sich befruchten. Dabei berücksichtigen sie auch Wildschweine und Rehe, die einen Heißhunger auf Bucheckern, Eicheln, Kastanien, etc. haben, dabei alle Früchte vom Waldboden fressen und somit kein Baumnachwuchs keimen kann. Sie blühen einfach nicht jedes Jahr und die fehlende Tiernahrung reduziert den Wildbestand. Dann blühen in einem bestimmten Jahr alle auf einmal und die wenigen Tiere lassen genügend unentdeckte Samen zum Keimen übrig. Das sind die sogenannten „Mastjahre“ (auch Samenjahre).
Das Gedächtnis und die Gefühle der Bäume
Das Zeitgefühl ist bei jedem Baum unterschiedlich. Es gibt vorsichtig Vernünftige, die zeitig ihr Laub abwerfen und Mutigere, die länger grün bleiben und ihre Tanks füllen. Ähnlich verhält es sich umgekehrt im Frühling. Obstbäume können offenbar zählen. Erst wenn eine bestimmte Anzahl warmer Tage überschritten wird, trauen sie der Situation und stufen sie als Frühling ein.
Das Abwerfen und Neuaustreiben hängt auch von der Tageslänge ab. Buchen legen erst los, wenn es täglich mindestens 13 Stunden hell ist.
Heimische Baumarten passen sich auf der Südhalbkugel an den gegenteiligen Rhythmus an.
Es ist also die Kombination von Tageslänge und Temperatur, die die richtige Reaktion auslöst. Bäume müssen ein Gedächtnis haben, wie sonst sollten sie die Tageslängen vergleichen und die warmen Tage zählen?
Epilog
Unter dem Blätterdach spielen sich täglich Dramen und rührende Liebesgeschichten ab, hier ist das letzte Stück Natur vor unserer Haustür, in dem es noch Abenteuer zu erleben gibt. Und wer weiß: Vielleicht wird eines Tages tatsächlich die Sprache der Bäume entschlüsselt und damit Stoff für weitere unglaubliche Geschichten geliefert.
>>Aus dem Buch von Peter Wohlleben „Das geheime Leben der Bäume“, 9. Auflage, 2015 – Ludwig Verlag, München<<
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