Eigentlich wollte Franz vor 5 Uhr aufstehen, um sich den dicken Fisch an Land zu ziehen. Er gähnte: „Ach, nur keine Müdigkeit vortäuschen. Jetzt ganz schnell in ein T-Shirt geschlüpft...fitt bin ich nicht, aber auf geht’s!“
Gesagt, getan. Fünf, nein: zehn Minuten später schritt er eiligen Ganges den Weg entlang und sang trotz der morgendlichen Frische, so dass es durchs Tal erklang: „…zwo, drei vier: Das Wandern ist des Cacher’s Lust…!“
Als der Pfad nur noch aus Trespen zu bestehen schien, fragte er einen pausierenden Wanderer am Wegesrand: „Verzeihung, geht’s hier zum Arbor Kerchem?“…. „Also, tu ich hier das Richtige?“ Der Wanderer gab keine Antwort. … „Well, for me this is the right direction?“
Nun lächelte der Wandersmann; er hatte den Franz zuerst nicht recht verstanden, aber jetzt sagte er: “Achtsam musst du sein, mein angelsächsischer Freund - schön der Nase nach.“
Ottonormalverbraucher wären hier wahrscheinlich umgekehrt, aber Franz ließ sich nicht beirren. Gelassen dachte er bei sich: „Gut, Knieschoner brauche ich hier jawohl nicht - da komme ich auch so gut dran!“
Vorsichtig näherte er sich der trichterförmigen Öffnung - sein Herz pochte und seine Atmung verriet eine momentan vermehrte Serotoninausschüttung. Der Mühen Lohn so nah zu sein - ein gar rosiges Gefühl durchfloss seinen Körper. Schnell spürte er pure Freude und er schrie in die muggelfreie Zone: „Heureka und Alaaf - ich hab‘s!“
Und so verließ Franz dieses Kleinod fast schon göttlicher Dreifaltigkeit und machte sich zufrieden auf den Heimweg: „Das Wandern ist des Cacher’s Lust, das Wandern! Und geht mir mal die Stimme aus, dann pfeif ich fröhlich bis nach Haus…!“
Belohnung für den Erstfinder: Zur Erfrischung eine kleine "Cola"