Der
gestresste Muggel
Wenn Geocacher Buchstabenwerte zählen
und sich Muggels mit der Schneeschaufel quälen.
Wenn die Geocacher vorm "Rätsel" sitzen,
während wir Muggels über dem Einkaufszettel schwitzen.
Wenn Geocacher Dosen verstecken und Koordinaten einmessen
und wir Muggels uns mit Geschenkeinkäufe stressen.
Wenn Geocacher voller Vorfreude strahlen
und wir Muggels uns winden in der Hektig Qualen.
Wenn wir geben der Weihnachtszeit am Stress die Schuld,
während Geocacher auf´s nächste "publish" warten, voller Ungeduld.
Wenn wir Muggels die Hektik zu Weihnacht verfluchen,
während Geocacher nach Cacherautobahnen und nach Schätzen suchen.
Wenn Geocacher die Bonuszahlen notieren aus den täglichen Cacheschenken,
während wir Muggels oft schon an den Umtausch der Geschenke denken,
dann wünsche ich mir ein Geocacher zu sein
und in der Adventszeit vor 24 + 2 Bonus Dosen zu verweilen!
In manchen Dosen befinden sich "rote" Zahlen (Bonus 1) und "grüne" Zahlen für (Bonus 2).
Und nun viel Spaß!
Shiraa, Achanty, u-gene, Team-Mizi1001 und R0ADJACK
Count. Xmas #24
Das schwarze Schaf
Diese Geschichte kennt kaum jemand. Und das hat seinen Grund: Schwarze Schafe sieht man nachts nämlich
schlecht – und in einem dunklen Stall schon gar nicht. Doch das kann manchmal richtig nützlich sein...
Die Hirten auf dem weiten Feld vor Bethlehem mochten Samy, das schwarze Schaf, nicht
gern. Obwohl Samy das Einzige und somit eigentlich etwas Besonderes war. Schwarze
Wolle brachte keinen guten Preis, weil man sie schlecht färben konnte.
Die weißen Schafe hingegen hegten und pflegten die Hirten. Deren Wolle konnte man nach
Belieben einfärben. Rot, gelb, blau, ... wie es eben gerade Mode war. Das kam gut an bei
den Leuten und brachte den Hirten Geld ein. Schwarze Wolle blieb schwarz. Da war nicht
viel zu machen.
Und so musste sich Samy einiges gefallen lassen. Nicht nur die Hirten ließen es meistens
links liegen oder tobten ihre schlechte Laune an ihm aus. Auch die weißen Schafe waren
nicht besonders nett zu ihm. Sie blökten schlecht über Samy, traten ihm unauffällig gegen
seine dünnen Beine, schubsten ihn vom Futtertrog oder von den Stellen mit dem fetten Gras
weg und erzählten ihren Jungen, dass es die Bosheit wäre, die ein Schaf schwarz werden
lässt. Oder die Dummheit.
So blieb Samy ein Einzelgänger und dazu noch ziemlich dünn. Das war nun wiederum sein
Glück, denn sonst wäre er längst beim Metzger gelandet... „Aber nicht einmal dazu taugt
es!“, schimpfte der älteste der Hirten vor sich hin.
An jenem Abend, als ihnen der Engel erschien, schliefen die meisten bereits. Doch diese
Geschichte kennt wohl jeder. Was nicht allen bekannt ist: Samy war auch dabei, als die
Hirten das Kind im Stall und seine Eltern besuchten und Geschenke brachten – auch
weiße, weiche Wolle.
Samy war neugierig, hatte aber Angst, die Hirten und anderen Schafe würden ihn nicht
nach vorne lassen. So drückte er sich zwischen Josef, dem Ochsen und dem Esel vorbei in
eine Ecke des Stalls. Von dort konnte er alles genau beobachten. Vor allem das Christkind.
Und einmal blinzelte es ihm sogar zu! Samy war selig.
Irgendwann wurde Maria das Getümmel der Schafe und Hirten zu bunt. Das Kind braucht
dringend Schlaf – und sie selbst vielleicht noch viel mehr – nach all den Strapazen.
Außerdem wollten die drei Könige ja auch noch kommen. Also schmiss Maria kurzerhand
alle Gäste, Menschen und Schafe, aus dem Stall. Sie schloss die Tür, stillte das Baby, legte
es in die Krippe, kuschelte sich an Josef, löschte dessen Laterne aus und schlief ein.
Aber den Samy hatte Maria einfach übersehen. Er war ja schwarz. Und im Stall war es trotz
Laterne ziemlich duster – in der Ecke, in der Samy kauerte, erst recht...
Als auch Ochs und Esel leise schnarchten, pirschte sich Samy leise bis an die Futterkrippe
vor, in der das Christkind lag. Sachte stupste Samy das Baby mit seiner warmen, feuchten
Nase an. Es war noch wach und schmiegte sich an Samys flauschigen Kopf. Die kleinen
Hände griffen in das weiche Fell – Samy traute sich kaum, zu bewegen. So hielt er das Kind
mit seinem Atem und mit seiner warmen Wolle kuschelig warm. Bis zum Morgen.
Und weil Jesus sich auf Anhieb mit dem schwarzen Schaf so gut verstand, schlossen ihn
auch Maria und Josef schnell ins Herz. Samy durfte bleiben. Er stand ab jetzt neben Ochs
und Esel im Stall.
Von da an hatte das Christkind ein Herz für schwarze Schafe. Denn oft sind gerade die ja
die Nettesten.
Dieser Cache ist nun mein letzter Cache dieser Serie.
Ich wünsche euch viel Spaß beim suchen
und schöne Feiertage!