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(Fahrrad-) Rundgang "Zwangsarbeit in Lichtenberg" Multi-Cache

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ApproV (geocaching.com - Volunteer reviewer for Germany)

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Hidden : 12/4/2015
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


(Fahrrad-) Rundgang "Zwangsarbeit in Lichtenberg"

 

Station 1) Die Geschäftsstelle der Deutschen Arbeitsfront im Bezirk Lichtenberg

Die Geschäftsstelle der Deutschen Arbeitsfront (DAF) im Bezirk Lichtenberg befand sich Am Stadtpark 2-4. Die DAF war in der Zeit des Nationalsozialismus der Einheitsverband der Arbeitnehmer_innen und Arbeitgeber_innen. Die DAF wurde am 10. Mai 1933 durch die gesetzliche Auflösung der freien Gewerkschaften, der Beschlagnahme ihres Vermögens und unter Abschaffung des Streikrechts und der Zwangsintegration sämtlicher Angestellten- und Arbeiterverbände gegründet. Mit dem „Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit“ vom 20. Januar 1934 wurde die Gründung legitimiert. Im Oktober 1934 wurde die DAF offiziell der NSDAP angeschlossen. Auch die Deutsche Arbeitsfront war am System der Zwangsarbeit beteiligt. So unterhielt sie unter anderem Lager für Zwangsarbeiter_innen. In Lichtenberg befand sich u.a. ein DAF-Lager in der Landsberger Chaussee 31-31d (heute Landsberger Allee) mit einer Kapazität für 550 Personen.

 

Aufgabe für den Final: In Sichtweite befindet sich ein Parkplatz für einen behinderten Menschen, der durch ein Schild gekennzeichnet ist.

A = Die erste Zahl der Parkausweis-Nummer.

 

Station 2) Zwangsarbeit bei der Knorr-Bremse AG

Die Ausbeutung ausländischer Arbeitskräfte zählte zu den Wesenszügen nationalsozialistischer Herrschaftsausübung. Der Einsatz jener hunderttausend Männer, Frauen, Jugendlichen und Kinder, die in vielen Fällen aus ihrer Heimat verschleppt wurden und in Deutschland Zwangsarbeit verrichten mussten, entsprach – wie der millionenfache Mord an jüdischen Bürger_innen – der menschenverachtenden Ideologie der Nationalsozialist_innen.

In Lichtenberg waren Ende 1943 etwa 18.600 Zwangsarbeiter_innen in Betrieben beschäftigt. Die Mehrzahl von ihnen arbeitete in Großunternehmen. Zu diesen zählte auch die Knorr-Bremse AG in der Neuen Bahnhofstraße mit etwa 3.000 Zwangsarbeiter_innen, darunter auch Kriegsgefangene.

Das Unternehmen, das bereits in den 1920er Jahren zum bedeutendsten Produzenten und Lieferanten von Bremstechnik in der Welt wurde, trat 1936 in das lukrative Rüstungsproduktionsgeschäft ein. Bereits seit 1939 – noch vor Beginn der 1941 einsetzenden massenhaften Zwangsrekrutierung ausländischer Arbeitskräfte – wurden Arbeiter aus dem Ausland eingesetzt. Während sich anfänglich einige auch freiwillig zur Arbeit meldeten, wurden andere genötigt nach Deutschland zu gehen. Beispiele dafür waren niederländische Studenten, die 1943 nach massiven studentischen Unruhen gegen die deutsche Besatzung an der Universität Delft genötigt worden sind, sich „freiwillig“ zur Arbeit nach Deutschland zu melden, um einer Bestrafung zu entgehen. Die überwiegende Mehrheit der beschäftigten Zwangsarbeiter_innen waren jedoch die sog. Ostarbeiter_innen, die aus den besetzten Gebieten der Sowjetunion nach Deutschland verschleppt worden waren. Sie alle waren in den fünf zur Knorr-Bremse gehörenden Lagern untergebracht.

 

Aufgabe für den Final: Auf der anderen Seite der Straße - auf dem ehemaligen Gelände der Knorr-Bremse AG -befindet sich ein großes Backsteinhaus.

B = Wie schwer darf ein Fahrzeug sein, dass auf den Hof fahren darf (ohne Einheit)?

 

Station 3) Zwangsarbeit bei IG Farben AG Aceta

Die IG Farben AG Aceta in der Hauptstraße – im heutigen Gewerbepark Klingenberg - gehörte ebenfalls zu den Großunternehmen, die eine große Zahl von Zwangsarbeiter_innen einsetzte.

Die IG Farben AG Aceta war seit 1930 Teil der Konzernstruktur der IG Farben, welche zu den ersten großen Unternehmen gehörte, die das nationalsozialistische Regime nach der Machtübernahme Hitlers am 30. Januar 1933 finanziell unterstützten. Zudem trug IG Farben frühzeitig zur Kriegsvorbereitung bei und lieferte durch verschiedene technologische Entwicklungen wesentliche Voraussetzungen zur Führung eines Krieges. 1943 wurde die Aceta zum Kriegsmusterbetrieb erklärt. Unter den Beschäftigten des Werkes befanden sich viele zwangsverpflichtete jüdische Menschen. Zudem wurden hauptsächlich polnische und sowjetische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter eingesetzt.

Ab 1943 kam es im Rahmen der sog. Fabrikaktion zu Massenverhaftungen von jüdischen Zwangsarbeitern und Zwangarbeiterinnen. Die meisten von ihnen wurden in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert.

 

Aufgabe für den Final: An dieser Stelle wird die Hauptstraße zur Köpenicker Chaussee. Ein Straßenschild weist auf Hausnummern hin.

C = Addiere die vier Hausnummern. 

 

Station 4) Zwangsarbeiter_inneneinsatz beim Furnierwerk Karlshorst

Neben den Großunternehmen gab es eine Reihe mittlerer und kleinerer Betriebe, die Zwangsarbeiter_innen beschäftigten. Dazu zählt auch das Furnierwerk Karlshorst am Blockdammweg. Bereits Ende 1939 trafen die ersten polnischen Kriegsgefangenen im Furnierwerk ein. Für deren Unterbringung gab es auf dem Firmengelände extra eine Baracke. Der Betrieb wurde 1941 durch die zuständigen Behörden als "Spezialbetrieb" mit kriegsentscheidender Produktion (Sonderstufe SS) eingestuft. Bis zuletzt produzierte er neben Verpackungsmaterial für Kriegsgüter Schnittholz für Munitionskisten.

 

Aufgabe für den Final: In Sichtweite befindet sich neben einem Stromkasten ein Oberleitungsmast der Straßenbahn. 

D = Nimm die erste und damit größte Zahl.

 

Station 5) Das Arbeitserziehungslager Wuhlheide

Am Triftweg befand sich das Arbeitserziehungslager Wuhlheide, das das einzige Lager dieser Kategorie in der damaligen Reichshauptstadt war. Bei diesen Einrichtungen handelte es sich um Straflager, die in erster Linie zur Disziplinierung von Arbeitskräften - insbesondere von Zwangsarbeiter_innen - eingerichtet worden sind. Von 1940 bis 1945 unterlag das Lager Wuhlheide dem Machtbereich der Staatspolizeileitstelle Berlin in der Grunerstraße. Von dort erfolgten die Einweisungen der Gefangenen, die ausschließlich männlich waren. Die ersten Insassen wurden bereits nach Gründung Ende April 1940 eingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt durchliefen das Lager durchschnittlich 200 Häftlinge. Ab 1941 verdoppelte sich die Aufnahmekapazität auf 450 bis 680 Häftlinge, wobei sich die Belegung täglich änderte. Die Häftlinge stammten aus verschiedenen europäischen Ländern, wobei die Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion, aus Polen und aus der Tschechoslowakei den größten Teil ausmachten.

Zunächst waren die Haftgründe für ausländische Zwangsarbeiter und deutsche Arbeiter die Verweigerung der ihnen auferlegten immer schärfer werdenden Arbeitsdisziplin und der extremen Leistungsforderungen. Oft reichten schon geringe Verstöße für eine Verhaftung. Die Denunziation im Betrieb zählte zu den häufigsten Einweisungsgründen. Für die meisten dieser Gefangenen variierte die Haftdauer zwischen mehreren Tagen oder Wochen. Einzelne Gefangene blieben nach der Willkür der Gestapo auch mehrere Monate oder länger als ein Jahr. Neben diesen eher arbeitsdisziplinären lagen auch andere Haftgründe vor. Oft wurden auch Juden wegen Verstößen gegen die zahlreichen repressiven und diskriminierenden Auflagen verhaftet. Unter dem Vorwand der „Schutzhaft“ wurden auch politische Häftlinge in das Lager gebracht.

Beim Einmarsch der Roten Armee in Lichtenberg, am 21./22. April 1945, konnten etwa 50 Häftlinge befreit werden. In den fünf Jahren des Betriebes wurden laut Schätzungen 25.000 Menschen in das Lager verschleppt. Durch Mord, Misshandlungen, schwere Zwangsarbeit oder Krankheit starben schätzungsweise 3.000 Menschen.

 

Aufgabe für den Final: An das Arbeitserziehungslager Wuhlheide erinnern zwei Stelen. 

E = Aus wie vielen Ländern kamen die Inhaftierten?

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Rechenweg für den Final:

N52° 29.X E013° 31.Y

X = D + (A*E) + 26

Y = (13*B) + (6*C) + 10

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Allgemeiner Hinweis:

Um die Rätsel zu lösen, ist es notwendig den Unterschied zwischen Ziffern und Zahlen zu kennen. Deshalb hier die allgemeine Definition, um Frustrationen beim Lösen der Rätsel zu vermeiden. Im Allgemeinen kann man sagen, das Ziffern bei Zahlen das sind, was Buchstaben bei Wörtern sind.

Ziffern: Es gibt im Dezimalsystem genau 10 Ziffern (0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9). Ziffern werden auch als Zahlsymbole oder Zahlzeichen bezeichnet.

Zahlen: Zahlen setzen sich aus einer oder mehreren Ziffern zusammen. Beispiel: Die Zahl 123 besteht aus den Ziffern 1, 2 und 3.

Hier kann die Lösung überprüft werden.

Additional Hints (Decrypt)

Nyg jvr rva Onhz

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)