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Karl´s Steine Mystery Cache

Hidden : 12/5/2015
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Mysterymulti über die Geschichte (des) Karlsteins.
Länge ca. 6km.
Kein Rundweg.
Bei Regen sind die Wege schlammig.
Fahrbarer Untersatz, z.B. Fahrrad, Motorrad, Auto, Pferdefuhrwerk, Ochsenkarren ist zu empfehlen.
Zeitaufwand ca. 1,5 Stunden.


Auf auf! Los geht´s!
Heute steht Outdoor Geschichtsunterricht auf dem Stundenplan!
Wer war Karl?
Auf jeden Fall war er einer der ersten Touristen des Mittelalters.

Er fuhr ganz gerne zwischen Seligenstadt, Großwelzheim (Walinesheim) und Dettingen (Tetting) hin und her.

In Dettingen ging er dann meist an Land um sich von dort auf die Jagd in den Spessart zu begeben.
Der Grenzstein an der Strasse, nahe der Schiffsanlegestelle wurde so schnell umgangssprachlich zum Karlstein.

Weiter geht´s in der Geschichte:
Kaum 800-900 Jahre später, gegen 1700 n. Chr. und schon hatte sich die Ossenheimer Mark gebildet.
Die Wirtschafts- und Gerichtseinheit, bestand aus Dettingen, Kleinostheim und Mainaschaff.
Deren südliche Grenze bildete der Main.
Der Osten, Norden und Westen wurde mit 54 Grenzsteinen markiert.

Wir befassen uns hier jedoch nur mit Grenzstein 1 bis 9, denn der Multi muss ja auch irgendwann zu Ende sein.




Wir starten an der Stelle des ehemaligen Grenzsteines 1 in der Nähe des Mains.
Das war dann auch schon die Mysteryfrage unseres Multis.
Du findest dort diesen großen Gedenkstein über die Zusammenlegung von Großwelzheim und Dettingen.

1699 liest man in der Grenzumschreibung der Ossenheimer Mark folgenden grammatikalisch höchst umstrittenen Satz:
"Am Anfang ist gemacht wordten zwischen Dättingen und welsheimb ahn dem Mäin. Ein rodter Stein ahm Ufer des Meins zeigt auf den Carlstein ahn die straßen. Carlstein ist ein rodter Stein ahn der Lantstraßen stehet ungefehr Knie Hoch auß der erdten ist der erste im weistumb De Ano 1574 davon über daß ackerfelt rechter Handt gegen Dättingen gegen den Hörsteiner graben...."

Karls Stein, lateinisch lapis Caroli, markierte also demzufolge in Höhe einer alten Handelstrasse die Stelle, an der Karl nach seinem Besuch in Seligenstadt, über den Main setzte.
Gleichzeitig bildet er auch die Grenze zwischen Dettingen und Großwelzheim, dem damaligen Walinesheim.
Die Dettinger vergruben den etwa 1m langen Stein so, daß er kniehoch aus dem Boden schaute.

Karls Stein aus dem 8.Jhrdt. wurde als laufende Nummer 2 in die Runde aufgenommen und deshalb im 17.Jhrdt. mit der Zahl 2 und einem Buchstaben markiert.
Im Lauf der Zeit versank er jedoch immer tiefer im Boden und wurde erst vor einigen Jahren wieder entdeckt.
Damit er nicht wieder abhanden kommt, haben die Feldgeschworenen das gute Stück wieder ausgegraben und in der Nähe in Sicherheit gebracht.

An der alten Stelle hinterliesen sie stattdessen eine originalgetreue Kopie des Karlsteins.

Hier kannst Du den originalen Stein Tag und Nacht bewundern.

Stein 3 liegt auf Privatgrund und ist nicht zugänglich.

Stein 4 ist eine besonders schöne Ausführung, nämlich ein Dreimärkerstein.
Er grenzt die Gebiete von Grosswelzheim, Dettingen und Hörstein ab.

Stein 5, 6, 7 müsst Ihr nicht aufsuchen.
Sie sind im Winter schlecht zu finden, zum Teil beschädigt, oder tief im Boden versteckt.
Stein 8 ist leider seit 1810 spurlos verschwunden


Dafür könnt Ihr aber an einer anderen Karlsteiner Sehenswürdigkeit Halt machen.
Und das kam so: Da es Karl im damaligen Dättingen so gut gefiel, lies er dort eine schöne Kirche bauen.

Zur Überwachung des Baufortschrittes, benutzte er eine Sitzgelegenheit auf dem Nachbargrundstück.
Während der Mittagspause der Bauarbeiter vergnügte Karl sich dort gerne mit einem Brettspiel.

So, wenn Ihr dann Euer Foto Shooting beendet habt, wollen wir Euch Grenzstein 9 auch nicht vorenthalten.
Der urspüngliche Stein wurde 1810 durch einen sehr Dekorativen mit reichlich Kriegsbemalung ersetzt.
Hierauf findet man das Mainzer Rad,
FP = Fürst Primas (als Primas wird der erste Bischof des Reiches bezeichnet)
GH = Großherzogtum Hessen und eine laufende Nummer.

Ende der Geschichtsstunde!


Wir bedanken uns bei:
Dem Feldgeschworenen Bodo Herzog für die interessante Führung.
Dem Team Kogro für den Betatest.
Dem Geschichtsverein Karlstein für die Informationen aus den Karlsteiner Geschichtsblättern.

Hier findet man auch die aktuellen Öffnungszeiten des Museums, (Eintritt frei), in dem sich neben vielen historischen Exponaten auch eine weitere Kopie des Karlsteins befindet.

Gewisse dichterische Freiheiten mögen uns bitte verziehen sein.

Additional Hints (No hints available.)